Pressespiegel 17.05.2026
Musik – Formate & Ensembles
Der Eurovision Song Contest beschäftigt die europäische Musikpresse ebenso wie Nachwuchstalente und historische Entdeckungen. Von Bulgarias triumphalen Sieg über unbekannte Werke bis zu jungen Musikern – das breite Spektrum zeigt die Vielfalt des musikalischen Schaffens.
Bulgarien hat beim 70. Eurovision Song Contest in Wien mit Sängerin Dara und dem Song "Bangaranga" erstmals den ESC gewonnen. Deutschland belegte mit Sarah Engels und null Publikumspunkten Platz 23 von 25.
Zum 80. Geburtstag von Udo Lindenberg analysiert eine Kolumne seine Karriere als Kunstfigur zwischen Authentizität und Klischee und ordnet ihn in die teils provinzielle Geschichte der deutschen Popmusik ein.
Die bulgarische Sängerin Dara gewinnt den Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit 516 Punkten und ihrem Song "Bangaranga". Deutschland landet mit Sarah Engels und nur 12 Punkten auf dem vorletzten Platz 23.
Bulgarien gewinnt den 70. Eurovision Song Contest in Wien mit Sängerin Dara und dem Lied „Bangaranga". Israel belegt mit „Michelle" den zweiten Platz, Deutschland mit Sarah Engels den 23. von 25 Plätzen.
Im Archiv des Morley College in London hat Archivarin Elaine Andrews ein unbekanntes Lied von Ralph Vaughan Williams entdeckt. Das Manuskript „Before the Mirror" stammt vermutlich aus dem Jahr 1899 und gilt als bedeutender musikwissenschaftlicher Fund.
Die zwölfjährige Cellistin Charlotte Melkonian erhält den Usedomer Musikpreis 2026, verbunden mit 5.000 Euro Preisgeld. Zur Festival-Eröffnung am 19. September spielt sie Tschaikowskys Rokoko-Variationen mit dem Baltic Sea Philharmonic unter Robert Treviño.
Journalismus
Medienberichterstattung und Kritik rund um kulturelle Ereignisse: vom Eurovision Song Contest über Musikpreise bis zur Dokumentation von Künstlern prägen die aktuelle Diskussion in Journalismus und Kulturjournalismus.
ARD-Kommentator Thorsten Schorn löst beim ESC-Finale 2026 in Wien mit Dialektwitzen erneut geteilte Reaktionen aus – in sozialen Netzwerken häufen sich Kritiken von Zuschauern, die seinen Humor als nervig empfinden.
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Israels ESC-Teilnahme in Wien mit Noam Bettan und dem Song „Michelle" sorgt für Proteste und Debatten über Israels Vorgehen im Gazastreifen; fünf Länder boykottieren den Wettbewerb, während die EBU an Israels Startrecht festhält.
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Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat seine Bestenliste 2/2026 veröffentlicht, in der 157 Juroren in 32 Fach-Jurys Siegertitel aus 27 Kategorien von Orchestermusik über Jazz bis Filmmusik gekürt haben.
Die dreiteilige ARD-Dokumentation „XATAR – Ein Leben ist nicht genug" porträtiert den Rapper Giwar Hajabi alias Xatar, der im Mai 2025 während der Dreharbeiten starb und dessen Tod das geplante Künstlerporträt in eine biografische Rekonstruktion verwandelte.
Rundfunk
Der Rundfunk in Bewegung: Vom Ende etablierter Formate über Kontroversen um Vermittlungsinhalte bis hin zu neuen Podcasts und Auszeichnungen. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen in Programm und Produktion.
Franz Xaver Gernstl, bekannt durch die BR-Sendung „Gernstl unterwegs", spricht über das Ende der Sendung und veröffentlicht ein Buch über seine Jahrzehnte als Filmemacher.
Das ZDF hat einen kirchen-kritischen „Logo"-Beitrag offline genommen, nachdem Programmbeschwerden eingingen. Intendant Norbert Himmler räumte ein, dass das komplexe Thema in 90 Sekunden nicht angemessen dargestellt wurde und die Kombination mit einem positiv gehaltenen Ramadan-Beitrag ein Fehler war.
Kulturschaffende aus ARD-Projekten empfehlen monatlich Inhalte aus der ARD Mediathek, ARD Sounds und ardkultur.de, darunter Serien, Podcasts und Dokumentationen zu Musik, Pop- und Zeitgeschichte.
ARD Kultur veröffentlicht im Mai zwei Dokumentationen: „BRAVO – Headlines, Hypes und Herzschmerz" zum 70. Jubiläum des Magazins sowie „Sportfreunde Stiller – Mit dem Herz in der Hand" zum 30-jährigen Bandjubiläum, beide ab Ende Mai in der ARD Mediathek.
ARD Kultur verzeichnet seit 2022 zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und Nominierungen, darunter Grimme-Preise, den Deutschen Podcast Award und Preise bei Festivals in London, Toronto und Prag.
Zivilgesellschaft
Musik und Tradition prägen das gesellschaftliche Zusammenleben auf vielen Ebenen. Die Artikel spannen einen Bogen von der Bedeutung des Klangs im Judentum über Fragen zur Familie bis hin zu kulturellen Bewegungen, die sich gegen wirtschaftliche Zwänge behaupten.
Im Judentum hat Klang eine tiefere Bedeutung als bloßer Gefühlsausdruck: Die göttliche Stimme vom Berg Sinai hallt demnach ewig nach, ähnlich dem kosmischen Echo des Urknalls, und wird nur in der Stille – symbolisiert durch die Wüste – wahrnehmbar.
Rabbiner Alexander Grodensky argumentiert, die „traditionelle jüdische Familie" sei eine bürgerliche Konstruktion des 19. Jahrhunderts; Daniela Fabian hält dagegen, dass jüdische Familiengründung Werte, Kontinuität und Hoffnung verkörpert.
Rund 20.000 Menschen haben bei der Münchner «Krachparade» gegen hohe Mieten und Gentrifizierung demonstriert und mehr Unterstützung für Kulturschaffende gefordert – deutlich mehr als die angemeldeten 10.000 Teilnehmer.
Rund 20.000 Menschen haben bei der Münchner «Krachparade» gegen hohe Mieten, Gentrifizierung und für mehr Unterstützung von Musikern und Subkultur demonstriert – deutlich mehr als die angemeldeten 10.000 Teilnehmenden.
Theater – Formen & Rollen
Biografische Stoffe und existenzielle Fragen prägen die aktuellen Inszenierungen: Ob Vergangenheitsbewältigung, Abschied oder gesellschaftliche Umbruch – das zeitgenössische Theater verhandelt gewichtige Themen durch vielfältige dramaturgische Zugänge.
Das Anhaltische Theater Dessau zeigt mit der Kammeroper „Der Elefant im Weißen Meer" die Uraufführung eines Werks über stalinistischen Terror, das trotz spannendem Stoff durch dramaturgische Schwächen und fehlende szenische Ideen hinter seinem Potenzial zurückbleibt.
Intendant Stefan Hallmayer verabschiedet sich vom Theater Lindenhof in Melchingen mit einer Ein-Mann-Inszenierung von Hemingways „Der alte Mann und das Meer", Regie führt sein Sohn Luca Zahn.
Die Mülheimer Theatertage wurden mit „Play Auerbach" der Münchner Kammerspiele eröffnet, das die Geschichte des Holocaust-Überlebenden und bayerischen Staatskommissars Philipp Auerbach behandelt, der 1952 nach einem umstrittenen Urteil starb und posthum rehabilitiert wurde.
Die Mülheimer Theatertage wurden mit „Play Auerbach" der Münchner Kammerspiele eröffnet, einem Stück des israelischen Autors Avishai Milstein über den Holocaust-Überlebenden und bayerischen Staatskommissar Philipp Auerbach, der 1952 nach einem NS-belasteten Gerichtsverfahren verurteilt wurde und starb.
Sebastian Wirnitzer inszeniert Dario Fos und Franca Rames „Bezahlt wird NICHT!" am Harztheater als überdrehte Supermarktrevolte, die trotz aktuellem Potenzial über Preisanstieg und Konsumkritik kaum Gegenwartsbezug herstellt und über harmlosen Klamauk nicht hinauskommt.
Oper & Musiktheater – Formen
Opern und Musiktheaterstücke sind Gegenstände intensiver künstlerischer Experimente: von neuen Uraufführungen über wilde Adaptionen bis zur sinnlichen Vermessung eines klassischen Genres. Eine Sektion über die Vielfalt gegenwärtiger Formen des Musiktheaters.
Bei den Internationalen Händel Festspielen Göttingen feierte das FestspielOrchester sein 20-jähriges Bestehen; die Premiere von Händels letzter Oper „Deidamia" unter George Petrou überzeugte mit Sophie Junker in der Titelrolle als vielschichtiges Antikriegsstück mit Genderthematik.
Das Hotel de Rome Berlin hat eine Opernkarte entwickelt, die Werke wie „Die Zauberflöte" und „Aida" als Cocktails interpretiert und sich am Spielplan der Staatsoper Berlin orientiert.
Sarah Nemtsovs Oper „WE (WIR)" nach Jewgeni Samjatins dystopischem Roman feiert am Theater Dortmund eine vielschichtige Uraufführung: Regisseurin Eva-Maria Höckmayr dreht das klassische Setting um und platziert das Publikum auf der Bühne, mit stimmlich herausragendem Ensemble.
Regisseur Àlex Ollé inszeniert Wolfgang Fortners Oper „Bluthochzeit" an der Oper Frankfurt mit großer Intensität als Abrechnung mit patriarchaler Gewalt und Misogynie, setzt den dargestellten Abgründen jedoch nichts entgegen und lässt politisches Potenzial ungenutzt.
Sonstiges
Bulgarien gewinnt den Eurovision Song Contest 2026 in Wien: DARA setzt sich mit „Bangaranga" gegen 24 Länder durch und holt damit den ersten ESC-Sieg für Bulgarien. Deutschland landet mit Sarah Engels und „Fire" auf Platz 23.
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Rumänien tritt beim ESC-Finale in Wien mit Alexandra Căpitănescu und dem Song „Choke Me" an, dessen Lyrics Strangulation als Metapher für toxische Anziehung thematisieren und damit eine Debatte über Grenzen des Wettbewerbs auslösen.
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Sarah Engels tritt beim ESC 2026 mit „Fire" für Deutschland auf dem unbeliebten zweiten Startplatz an und erhält zwar Applaus in der Arena, im Netz jedoch gemischte Reaktionen; die Gewinnchancen gelten mit unter einem Prozent als minimal.
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Zoë Kravitz, Tochter von Lenny Kravitz und Lisa Bonet, gilt als Stil-Ikone Hollywoods, die Schauspiel, Musik und Mode mit lässiger Selbstverständlichkeit verbindet und ihre afroamerikanische, karibische und jüdische Identität offen trägt.
Beim Katholikentag in Würzburg kritisiert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Vatikan für seine zu späte Reaktion auf den Missbrauchsskandal und fordert, die Aufarbeitung konsequent fortzusetzen.
Sarah Engels tritt beim ESC-Finale in Wien auf Startplatz zwei an und wendet sich mit einer emotionalen Botschaft an ihre Fans. Ex-Mann Pietro Lombardi und ihr ehemaliger Mentor Dieter Bohlen wünschen ihr öffentlich Erfolg.
Der Rolling Stone stellt sechs Fakten zur Sängerin Maggie Rogers vor: Die US-Amerikanerin wurde durch ein virales Video bekannt, in dem Pharrell Williams ihren Song „Alaska" begeistert kommentierte, produziert alle Alben selbst und ist Synästhetikerin.
Dinosaur-Jr.-Sänger J Mascis und Regisseur Philipp Reichenheim sprechen im Interview über die Dokumentation „Freakscene – The Story of Dinosaur Jr.", die die Bandgeschichte inklusive Zerstreitungen und Reunion über zwei Jahrzehnte hinweg nachzeichnet.
Snoop Dogg berichtet, dass er bei einem ersten Treffen mit Paul McCartney seinen Joint aus Respekt ausmachen wollte, McCartney ihn jedoch aufforderte, weiterzurauchen.
Wayne Coyne beschreibt in einem Essay, warum Pink Floyd durch ihre Fähigkeit zur musikalischen Selbsterneuerung über mehrere Phasen – von Syd Barrett bis zu Roger Waters' Klanglandschaften – einzigartig unter den Rockbands ihrer Zeit waren.
Sängerin Lucinda Williams beschreibt in einem Essay, warum The Band mit ihrem stilistisch nicht einordenbaren Sound aus Country, Rock und Roots sowie unverwechselbaren Harmonien eine einzigartige Stellung in der Musikgeschichte einnimmt.
Der BDKJ schlägt vor, Rapperin Ikkimel und Popstar Nina Chuba zum Katholikentag einzuladen, um mehr junge Menschen anzusprechen – beide veröffentlichten Songs mit christlichen Motiven.
Der BDKJ-Sprecher schlägt vor, Künstlerinnen wie Rapperin Ikkimel oder Popstar Nina Chuba zum Katholikentag einzuladen, um junge Menschen anzuziehen – beide veröffentlichten zuletzt Songs mit christlichen Motiven.
Willy Astor veröffentlicht mit „The Sound of Islands" die siebte Ausgabe seines Instrumentalprojekts und äußert sich dabei kritisch zu KI in der Musik, die er als Bedrohung für Komponisten und Kulturschaffende betrachtet.
Das Münchner Kulturmagazin SektMate widmet eine Sendung dem Thema Mode: Besprochen werden die Met-Gala, die Kostümbibliothek im Schloss Nymphenburg sowie die Modegeschichte von Charles Frederick Worth und Vivienne Westwood.
Das Museum Villa Stuck an der Prinzregentenstraße in München eröffnet nach zweijähriger Sanierung wieder vollständig und zeigt zur Wiedereröffnung vier Ausstellungen.
Rund 1.350 jüdische Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland bereiten sich in der Stuttgart Messe auf die Jewrovision 2026 vor, den größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Europas, der auch als Stärkung jüdischer Identität gilt.
OG Keemo veröffentlichte statt neuer Musik einen Visualizer zur bestehenden „Berserker+"-EP und startete einen neuen Countdown bis zum 5. Juni, an dem ein bisher unbekanntes Projekt erscheint. Der Track „Blind" erreicht nach einer Woche fast eine Million Streams.
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg lädt am 19. Mai zum Kurzfilm „Was glaubst du?" ein, in dem jüdische, christliche und muslimische Gemeinden über Gemeinschaft reflektieren, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit Rabbinerin Yael Deusel und weiteren Beteiligten.
Kulturmanagerin Elisabeth Hartung plädiert im Interview für neue Allianzen zwischen Kunst, Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement und stellt die Ausstellung „NEUE WELTEN" in der Bergson Gallery vor, die Werke von Preisträgerinnen des gleichnamigen Rotary-Kunstpreises zeigt.
Die Stuttgarter Musikschule sucht ab August 2026 eine Klavierlehrkraft in Teilzeit (58,58 %) für eine unbefristete Stelle; gefordert sind ein pädagogischer Abschluss im Fach Klavier sowie Unterrichtserfahrung.
Die Stuttgarter Musikschule sucht eine Lehrkraft für Elementare Musikpädagogik (EMP) in Teilzeit (20,20 %), mit Stellenantritt zum 01.08.2026, teilweise befristet bis 2030.