Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: EU- & Bundesförderung
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Der Bund plant, die Förderung der Initiative Musik um rund 22 Prozent zu kürzen und den Festivalförderfonds zu halbieren, während die Bayreuther Festspiele mehr Mittel erhalten. Das Kölner c/o pop-Festival ist direkt betroffen und warnt vor einer wachsenden Finanzierungslücke für die Popmusikszene.
Die FFA stoppt die Antragsannahme für die Filmfördertöpfe DFFF und GMPF, da das gesamte Antragsvolumen für 2026 ausgeschöpft ist. Mehrere Branchenverbände kritisieren die Entwicklung als mangelnde Planbarkeit für den Filmstandort Deutschland.
Die deutschen Bundesfilmfördermittel (DFFF und GMPF) sind bereits im August aufgebraucht, sodass die FFA keine neuen Anträge mehr annimmt. Kulturstaatsminister Weimer wertet dies als Erfolg, während die Produktionsbranche die fehlende Planbarkeit und drohende Mittelkürzungen für 2026 kritisiert.
In unserem Jahresrückblick geben wir einen Einblick in die Vielzahl der Projekte, die 2025 in allen Förderprogrammen des Fonds realisiert wurden.
Die FFA verschärft die Anforderungen für Förderanträge beim DFFF und GMPF, weil die Nachfrage ein Allzeithoch erreicht hat und die verfügbaren Mittel nicht mehr alle Projekte mit Drehbeginn 2026 abdecken können.
Der Berliner Senat vergibt anlässlich des 200. Geburtstags der Fotografie einmalig den EMOP Gallery Concept Award 2026/27: Zehn Berliner Galerien erhalten insgesamt 100.000 Euro für innovative Ausstellungskonzepte zur zeitgenössischen Fotografie beim European Month of Photography 2027.
Die EU-Kommission beendet offiziell einen Zwei-Millionen-Euro-Zuschuss an die Biennale-Stiftung in Venedig, weil Russland erstmals seit dem Angriff auf die Ukraine wieder an der Kunstbiennale teilnimmt.
Der Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027 sieht eine Kürzung des Kulturetats um rund zehn Prozent vor, was besonders Förderinstrumente der freien Musikszene wie die Initiative Musik und den Festivalfonds trifft und deren Zukunftsfähigkeit gefährdet.
Die Hamburger SPD und Kultursenator Carsten Brosda kritisieren geplante Kürzungen der Bundesförderung für das Reeperbahn-Festival, die die Mittel binnen zwei Jahren von 6,27 auf 3 Millionen Euro halbieren würden.
Die Fachstelle Pop der Feierwerk listet aktuelle Förderungen für Musiker*innen, Bands und Veranstaltende in Bayern und bundesweit, darunter Programme von Initiative Musik, dem Kulturreferat München und dem Verband für Popkultur in Bayern.
27 Programmpartner fordern die Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" über 2027 hinaus, das seit 2013 über 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in mehr als 53.000 Projekten erreicht hat.
Der Fonds Darstellende Künste unterstützt den Appell des Deutschen Kulturrates, das Bundesprogramm „Kultur macht stark" über 2027 hinaus zu sichern, damit kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche planbar bleibt.
Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert die Joyn-Comedyserie „Littis Fahrschule" von und mit Kida Khodr Ramadan mit 168.000 Euro – die größte Einzelsumme aus einem Gesamtpaket von rund 1,8 Millionen Euro für 23 serielle Formate.
Kurz nach der Verdopplung der deutschen Filmförderung auf 250 Millionen Euro plant die Bundesregierung laut Haushaltsentwurf für 2027 eine Kürzung auf rund 200 Millionen Euro. VTFF und Produktionsallianz kritisieren dies scharf als fatales Signal für den Standort Deutschland.
Der Deutsche Kulturrat fordert die verbindliche Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" über 2027 hinaus und verlangt, entsprechende Haushaltsmittel sowie Verpflichtungsermächtigungen ab 2028 frühzeitig bereitzustellen.
Die EU verhandelt das Nachfolgeprogramm von Kreatives Europa unter dem Namen AgoraEU für den Förderzeitraum 2028–2034. Kommission, Rat und Parlament haben unterschiedliche Budgetvorschläge zwischen 8,23 und 10,72 Milliarden Euro vorgelegt; der Trilog beginnt frühestens Winter 2026.
Deutschland und Israel haben ein Abkommen unterzeichnet, das die jährliche deutsche Förderung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem auf fünf Millionen Euro verfünffacht – gültig bis 2030.
Der Fonds Darstellende Künste veröffentlicht in seinem Blog Interviews, Essays und Berichte zu Förderung, Tabori Preis, dem BUNDESTREFFEN25 sowie zur Lage der Freien Darstellenden Künste in Deutschland.
Der Deutsche Kulturrat fordert die Bundesregierung und den Bundestag auf, das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" durch ausreichende Haushaltsmittel ab 2027 fortzuführen und eine neue Förderperiode zeitnah auszuschreiben.
Der Deutsche Kulturrat fordert von der Bundesregierung einen Fonds „Kulturmilliarde" in Höhe von einer Milliarde Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur, um den Sanierungsstau bei kommunalen Kulturbauten zu beheben.
Fonds-Darstellende-Künste-Geschäftsführer Holger Bergmann erklärt, wie der Fonds trotz Mittelkürzungen und rechten Narrativen die Freie Szene stärken will – durch Allianzen, Resilienz und eine Rückbesinnung auf künstlerische Eigenständigkeit.
Film- und Medienstiftung NRW und DWDL.de feierten erstmals gemeinsam ihr Sommerfest in Köln mit rund 800 Gästen aus Medien, Politik und Kultur – Anlass waren das 35-jährige Bestehen der Filmstiftung und das 25-jährige Jubiläum von DWDL.de.
Apple erhält als erstes Unternehmen die neue GMPF-Maximalförderung von 20 Millionen Euro für die Serie „Wild Things" über Siegfried und Roy; Netflix bekommt 15,6 Millionen für „The Boys from Brazil".
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verteidigt im Interview die Erhöhung des Bundeszuschusses für die Bayreuther Festspiele um eine Million Euro und begründet gleichzeitig die Kürzungen bei der Popförderung.