Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & politische Debatten
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Eine Gastautorin kritisiert, dass die Evangelische Hochschule Nürnberg nach ihrer Stellungnahme zu Professor Ralf Frisch eine öffentliche Debatte über Wissenschaftsfreiheit ausgelöst hat, sich jedoch einer weiteren öffentlichen Auseinandersetzung über die Wirkung ihrer eigenen Worte verweigert.
Münchner Feuilleton-Herausgeberin Christiane Pfau fordert in einem Leserbrief die Verlängerung von Barbara Mundels Intendanz an den Münchner Kammerspielen und kritisiert den würdelosen Umgang der Stadtpolitik mit der erfolgreichen Theaterleiterin.
Die Allianz gegen Rechtsextremismus kritisiert, dass im Bundeshaushaltsentwurf 2027 keine Mittel für das im Koalitionsvertrag zugesagte NSU-Dokumentationszentrum in Nürnberg vorgesehen sind, und fordert ein Umdenken im weiteren Haushaltsverfahren.
Die AfD plant für eine mögliche Alleinregierung in Sachsen-Anhalt Maßnahmen wie die Kündigung des MDR-Rundfunkstaatsvertrags, Änderungen an Schullehrplänen und den Austausch von Verwaltungspersonal, stößt dabei jedoch auf rechtliche und finanzielle Hürden.
Seit Trumps Übernahme des Kennedy Center im Februar 2025 wurden erfahrene Mitarbeiter entlassen, Shows abgesagt und das Programm drastisch reduziert; das Center soll nach dem 4. Juli 2026 für zwei Jahre schließen.
Der miserable Umgang der Münchner Politik mit der Kammerspiel-Intendantin Barbara Mundel passt in eine Zeit hohler Worte und Bekenntnisse. Wenn es ernst wird, sind Menschen und Institutionen nichts mehr wert in diesem Land.
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die frühere Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson aufgenommen. Der Vorwurf: Veruntreuung von Mitteln für die Antisemitismusprävention. Droht ihr sogar Haft?
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, fordert, ehrenamtliches Engagement durch politisch aufgeklärtes bürgerschaftliches Engagement zu ersetzen, da klassisches Ehrenamt allein den freiheitlichen Staat nicht stärke.
Nach massivem politischem Druck und dem Tod seiner Frau Gudrun entscheidet sich Wolfgang Wagner, die Leitung der Bayreuther Festspiele an seine Töchter Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier zu übergeben.
Die Münchner Kammerspiele suchen einen neuen Chef. Doch die Stadt drückt sich um klare Worte, Intendantin Barbara Mundel fühlt sich übergangen. Zum Ende einer nicht ganz glücklichen Beziehung.
Die Smithsonian Institution verwaltet das Museumserbe der USA, untersteht aber nicht dem Präsidenten. Das macht Donald Trump wütend. Mit der Ausstellung „American Aspirations“ verteidigen die Kuratoren ihre Unabhängigkeit.
Eine von Trump eingesetzte Kommission verdammt das Konzept des National Museum of American History. Wird die Ausstellung jetzt per Dekret umgebaut?
Nils Weinberg analysiert in Politik & Kultur, wie frei öffentlich geförderte Kunst ist, und argumentiert, dass Kunstfreiheit und Antisemitismusbekämpfung keinen grundsätzlichen Widerspruch bilden, öffentliche Kulturinstitutionen ihre verfassungsrechtlich gesicherte Kunstfreiheit jedoch kaum eingefordert haben.
Katharina Wagner entschuldigt sich für die Ausladung des jüdischen Publizisten Michel Friedman von einer Gedenkveranstaltung der Bayreuther Festspiele und spricht von einem internen Kommunikationsdefizit. Die Gedenkfeier soll nun am 26. Juli stattfinden.
Torsten Welling, neuer Koordinator der Rundfunkkommission der Länder, fordert von den Öffentlich-Rechtlichen Strukturreformen statt Programmstreichungen und will klassische Medien weniger stark regulieren als bisher.
Der WDR verzichtet nach öffentlicher Kritik auf den geplanten Namen 1Live Street für den Radiosender Cosmo, da Hörer darin eine klischeehafte Reduktion migrantischer Lebensrealitäten sahen. An der inhaltlichen Neuausrichtung von Cosmo mit Fokus auf HipHop hält der Sender fest.
Die Theaterspiele Glyptothek spielen seit 36 Jahren ohne städtische Förderung im Innenhof der Glyptothek und kämpfen nun per Petition gegen Einnahmeausfälle durch konkurrierende Großveranstaltungen am Königsplatz.
Die Zeitung Politik & Kultur des Deutschen Kulturrates widmet ihre Ausgabe 7–8/2026 in Kooperation mit dem BDKV dem Schwerpunkt Livekultur und beleuchtet deren künstlerische, wirtschaftliche und kulturpolitische Bedeutung sowie die Herausforderungen der Branche.
Die Grünen fordern im Bundestag eine Digitalabgabe auf Online-Werbeumsätze großer Plattformen, deren Einnahmen über einen unabhängigen Medien-Fonds Lokaljournalismus, digitale Innovation und gemeinwohlorientierte Kommunikationsinfrastruktur fördern sollen.
Die Sanierung des Mainfranken Theaters in Würzburg hat mittlerweile Kosten von 135 Millionen Euro erreicht; eine Community-Befragung zeigt, dass die große Mehrheit der Nutzer das Projekt als Steuergeldverschwendung kritisiert und stattdessen Investitionen in Schulen und Infrastruktur fordert.
Die AfD Sachsen-Anhalt scheitert im Landtag mit dem Antrag, Kulturförderung an ein Bekenntnis zur deutschen Kultur zu knüpfen. CDU und FDP wiesen die Forderung als verfassungswidrig und kunstfreiheitsfeindlich zurück.
Der Deutsche Kulturrat fordert vom Bund umfangreichen Bürokratieabbau in der Kulturförderung, darunter Festbetragsfinanzierung, vereinfachte Verwendungsnachweise und aktualisierte Reisekostensätze, um finanzielle und personelle Ressourcen für Kunst und Kultur freizusetzen.
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, kritisiert die zunehmende Praxis im akademischen Milieu, Veranstaltungen in Deutschland ausschließlich auf Englisch abzuhalten, und fordert Deutsch als selbstverständliche Arbeitssprache mit Übersetzungsangeboten.
Im Bayreuther Stadtrat fällt die Entscheidung, dass Projektkoordinator Florian André Unterburger trotz der Debatte um die 150-Jahr-Festspiele im Amt bleibt, während Kulturreferentin Eva Bär beurlaubt bleibt.