Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & politische Debatten
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Künstlermanager Alexander Elbertzhagen fordert mehr gesellschaftliche Verantwortung von der Unterhaltungsbranche und warnt vor einem von der AfD betriebenen Kulturkampf, der gesellschaftliche Errungenschaften der letzten zwanzig Jahre zurückdränge.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat beim Empfang zum Deutschen Fernsehpreis 2026 die Pressefreiheit als demokratische Grundlage verteidigt und zugleich Medien zu mehr Selbstkritik aufgerufen, um verlorenes Vertrauen in der Bevölkerung zurückzugewinnen.
Der Antisemitismusbeauftragte Brandenburgs kritisiert den Börsenverein des Deutschen Buchhandels, weil dieser Antisemitismusvorwürfe gegen Jurorin Maha El Hissy nicht ernsthaft prüft und mit Sonntagsreden gegen Antisemitismus seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.
Der emeritierte Zoologe Werner Kunz berichtet, dass die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf seinen Vortrag weniger als 24 Stunden vorher abgesagt hat – auf Druck einer Gleichstellungsorganisation, die ihm falsch wiedergegebene Aussagen über Geschlechterunterschiede anlastet.
Was droht der Kultur nach der Wahl in Sachsen-Anhalt? Ein Gespräch mit dem Leitungsteam des Theaters Magdeburg über den Kampf um Kunstfreiheit – und die Verantwortung, in der Kulturstaatsminister Weimer nun steht.
Pianist Justus Frantz, vom Schleswig Holstein Musikfestival wegen seines Russland-Engagements ausgeladen, gibt am 12. September ein Konzert in der Gepäckausgabe des Flughafens Lübeck, der AfD-Großspender Winfried Stöcker gehört.
Die FAZ lernt, wie die AfD über bereits von ihr kontrollierte Institutionen ihre Macht ausbaut.
Der Rundfunkrat des BR hat Programmdirektor Kultur Björn Wilhelm die Vertragsverlängerung verweigert; vor einer erneuten Abstimmung kritisieren auch Traditionsverbände sein Programm als zu wenig bayerisch.
BackstageClassical kritisiert die Doppelmoral von SWR und arte: Beide Sender fordern Transparenz von anderen, beantworten aber selbst kritische Presseanfragen – etwa zur Zusammenarbeit mit Teodor Currentzis – nur zögerlich oder gar nicht.
Der Deutsche Kulturrat und die Deutsche Nationalbibliothek präsentieren am 15. September 2026 in Frankfurt am Main ein neues Dossier über die Nationalbibliothek und diskutieren deren digitale Zukunft und politische Rahmenbedingungen.
Die ARD verlängerte ihre Wahlsendung zur Sachsen-Anhalt-Wahl auf Kosten eines Tatorts, während AfD-Spitzenkandidat Siegmund im ARD-Wahlstudio unwidersprochen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk angriff – beides zeigt exemplarisch die gesellschaftliche Bedeutung von ARD und ZDF.
Die Kulturzeit-Sendung vom 07.09.2026 thematisiert die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und deren Folgen für die Kulturpolitik, darunter ein Gespräch mit Schauspieler Christian Friedel sowie den Tod der österreichischen Schauspielerin Erni Mangold im Alter von 99 Jahren.
Bildungs- und Kulturverbände laden am 9. September 2026 zu einem kostenfreien Online-Austausch ein, um nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Vernetzung und Solidarität zu stärken – mit Impulsen von Pia Lamberty und Max Schneller.
Nach dem AfD-Wahlerfolg mit rund 44 Prozent in Sachsen-Anhalt ordnet Schauspieldirektorin Mille Maria Dalsgaard das Ergebnis im Interview ein und betont die Rolle des Theaters als Ort für Empathie, Vielfalt und gesellschaftlichen Dialog.
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 6. September 2026 warnen Deutscher Musikrat und Landesmusikrat Sachsen-Anhalt vor Folgen für Kunstfreiheit, kulturelle Vielfalt und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und fordern die künftige Landesregierung zum Schutz der Kultureinrichtungen auf.
Der Deutsche Musikrat warnt nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt vor einer „patriotischen Kulturpolitik", die Kunstfreiheit durch ideologische Förderbedingungen einschränken könnte. Kulturschaffende befürchten finanzielle Abhängigkeit von politischen Bekenntnissen sowie Einflussnahme auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Julien Chavaz, Generalintendant des Theaters Magdeburg, warnt vor politischem Einfluss auf Theaterprogramme durch Finanzierungsdruck und betont, dass künstlerische Freiheit unabhängig von ideologischen Vorgaben bleiben muss.
Hans-Georg Wegner, Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, erklärt vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, warum sein Theater mit Vielfalt, gesellschaftlichem Engagement und künstlerischer Offenheit Haltung gegen kulturpolitische Einflussnahme durch die AfD zeigt.
Der Zentralrat der Juden reagiert entsetzt auf das starke AfD-Abschneiden bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Präsident Josef Schuster warnt vor immensen Schäden durch eine mögliche AfD-geführte Landesregierung, besonders für Bildung und den Kampf gegen Antisemitismus.
Russland schließt die Goethe-Institute – als Symbol des gegenseitigen Vertrauensverlusts. Aber ist das wirklich so schlimm? Man könnte die auswärtige Kulturpolitik gleich ganz anders denken.
Die Jüdische Gemeinde Frankfurt und Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker kritisieren den Börsenverein des Deutschen Buchhandels scharf, weil er trotz antisemitischer Äußerungen an der Literaturkritikerin Maha El Hissy als Jurorin für den Deutschen Buchpreis 2026 festhält.
Deutscher Kulturrat-Geschäftsführer Olaf Zimmermann wirft TV-Talkshows vor, die AfD durch jahrelange Präsenz bundestagsfähig gemacht zu haben, und ruft Kulturschaffende auf, gemeinsam für Kunstfreiheit und demokratische Grundwerte einzutreten.
Bonns Finanzkrise mit 2,5 Milliarden Euro Schulden und einem Haushaltsdefizit von bis zu 170 Millionen Euro bringt die städtische Oper in existenzielle Bedrängnis: Der Stadtrat diskutiert neben dem 426-Millionen-Neubau nun auch eine mögliche Schließung.
Russland schließt alle drei verbliebenen Goethe-Institut-Standorte in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk als Reaktion auf die Schließung des Russischen Hauses in Berlin, was Bundesaußenminister Wadephul und das Goethe-Institut als Ende des deutsch-russischen Kulturaustauschs kritisieren.