Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Freie & selbstorganisierte Kulturorte
19 Artikel gefunden
Die Künstlerinitiative „Raum13" hat in der ehemaligen KHD-Hauptverwaltung in Köln-Mülheim das Stück „Sichtbarmachung eines Weltortes" uraufgeführt, das für den Erhalt des Geländes als Kulturort wirbt und die Untätigkeit der Stadt Köln gegenüber Investoren kritisiert.
Kölns Haushaltsentwurf sieht deutliche Kürzungen in Kultur-Sparten wie Theater, Musik und Bildende Kunst vor; die freie Szene befürchtet massive Einschnitte bei Förderungen und fordert, dass die Kulturförderabgabe die Lücken schließt.
In einer ehemaligen Zeitungsdruckerei in München-Moosach eröffnet am 5. September 2026 das PRINTHOUSE, ein neuer Kultur- und Musikort für elektronische Musik, Jazz, Oper und Konzerte. Das Projekt von Christoph Pankowski, Henrik Szilit und Robert Benke startet als Zwischennutzung.
In Eggenfelden hat Fotograf Alexander von Wiedenbeck ein saniertes Künstlerhaus eröffnet, das dauerhaft freien Eintritt bietet und ausstellenden Künstlern keine Miete berechnet. Zum Eröffnungswochenende kamen rund 750 Besucher.
Das Live Evil schließt Ende September mit dem Fat Cat (ehemaliger Gasteig) und beendet damit eine Zwischennutzung als Subkultur- und Musikort in München. Betreiber Maurice Löw sucht bereits nach einer Nachfolgelocation.
Theresa Hanich betreibt mit dem Mathilde Westend auf 15 Quadratmetern und 17 Plätzen die kleinste Bühne Münchens – ein Theaterwohnzimmer im Wohnviertel, das ohne große Förderung, aber mit viel Leidenschaft funktioniert.
Die Wohnungsgesellschaft Gewoba hat ein leerstehendes Bundeswehrhochhaus in Bremen zur Bahnhofsvorstadt in 162 preisgebundene Wohnungen für Studierende, Auszubildende und Familien umgewandelt, ergänzt durch zwei Neubauten und Gewerbeflächen.
Das Buchcafé Lang in Freyung feiert sein 40-jähriges Bestehen. Gründer Heinz Lang baute die Buchhandlung trotz finanzieller Hürden auf, erhielt 2015 den Preis des Deutschen Buchhandels und engagierte sich zudem als Kommunalpolitiker, Kulturinitiator und Mitgründer des Lichtland-Verlags.
Das Verwaltungsgericht München hat Eilanträge von AfD-Abgeordneten abgewiesen: Die Partei darf ein ehemaliges Kino und ein Bürgerbüro in Weilheim vorerst nicht für Veranstaltungen nutzen, da die bestehenden Baugenehmigungen diese Nutzung nicht abdecken.
Die Komödie im Bayerischen Hof unter Direktor René Heinersdorff arbeitet weitgehend ohne Subventionen und stemmt dennoch Neuproduktionen wie „Ein total verrückter Sommernachtstraum" mit großem Engagement.
Das Bayreuther Kult-Lokal Plectrum schließt: Stammgäste und Wirt „Arni" verbrachten am Freitagabend einen letzten emotionalen Abend in dem für seine Knobi-Brote und Schaschlikpfannen bekannten Lokal am Röhrensee.
Das rund 700 Jahre alte Zerwirkgewölbe in der Münchner Ledererstraße 3 steht seit sieben Jahren leer, obwohl der Eigentümer Freistaat Bayern Denkmalschutz gesetzlich vorschreibt. Der Freistaat plant trotz öffentlicher Proteste den Verkauf zum Höchstgebot.
Beim Tag der offenen Kulturbrauerei in Pegnitz informierten sich rund 250 Besucher über die Geschichte der aufgelösten Brauervereinigung Pegnitz und die Ziele des neu gegründeten Vereins Kulturbrauerei Pegnitz – die Zukunft des Geländes bleibt wegen eines möglichen Investors offen.
Bei einer erneuten Razzia im Umfeld des Augsburger City Clubs durchsuchte die Polizei mit rund 200 Kräften 19 Objekte und fand in zwölf davon Drogen, darunter über 550 Gramm Marihuana sowie weitere Substanzen. Ein 39-Jähriger wurde vorläufig festgenommen.
Das Feierwerk München kämpft seit den 1980er Jahren für Proberäume und hat nach jahrzehntelangem Engagement mit dem AMP ein modernes, bezahlbares Proberaumzentrum für Musiker*innen realisiert.
Arnold Kiesl schließt seine Bayreuther Kultkneipe Plectrum am 1. August nach genau 40 Jahren als Pächter – aus gesundheitlichen Gründen.
Das Atelierhaus G2 in Staudach-Egerndach zeigt die Sommerausstellung „SEE" und öffnet jeweils am letzten Sonntag im Monat (28.06., 26.07., 30.08.) von 14 bis 18 Uhr, Besuche sind auch nach Vereinbarung möglich.
In München-Haidhausen hat Architekt Clemens Hoyer ein kostenloses Gemeinschaftshaus namens ZuHaus über Fahrradständern errichtet, das Nachbarn für Treffen, Workshops oder Veranstaltungen buchen können und als Pilotprojekt für dauerhafte Quartiers-Zimmer erprobt wird.
Der „KunstPark am Rennsteig" in Steinbach am Wald, ein Freilichtprojekt mit 21 Holzskulpturen aus Fichtenstämmen, leidet unter Witterungsschäden, und Künstler Ingo Cesaro arbeitet gemeinsam mit der Gemeinde an einer langfristigen Erhaltung.