Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Wandel & Transformation
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Suno hat seine neue KI-Musikgenerator-Generation v6 veröffentlicht, die erstmals auf lizenzierten Aufnahmen von Warner Music Group trainiert wurde – nachdem WMG 2024 seine Urheberrechtsklage gegen Suno im Rahmen einer Lizenzpartnerschaft zurückgezogen hatte.
Nach 25 Jahren beim WDR-Hörfunk wechselt Moderator Thorsten Schorn zu RTL Radio, wo er ab 14. September die wochentägliche „Schorn-Show" gemeinsam mit Andrea Ostermann präsentiert.
Der Nachlass von Prince weist KI-Vorwürfe rund um das posthume Album TIMELESS zurück: Beim Song „Calabama" ergänzten reale Bläsermusiker eine bestehende Synthesizer-Spur, KI sei bei keinem einzigen Track eingesetzt worden.
Stella Parton kritisiert nach dem Tod ihrer Schwester Dolly Parton die Flut gefälschter KI-Inhalte im Netz und appelliert an die Öffentlichkeit, mehr Mitgefühl und Respekt zu zeigen.
Ab der Saison 2026/27 stellt die ARD „Tatort" und „Polizeiruf 110" registrierten Nutzerinnen und Nutzern bereits freitags in der Mediathek bereit, zwei Tage vor der linearen Ausstrahlung am Sonntagabend um 20:15 Uhr.
Ab 13. September stellt die ARD den „Tatort" und den „Polizeiruf 110" jeweils zwei Tage vor der linearen Sonntagsausstrahlung in die Mediathek – allerdings nur für registrierte Nutzer, um mehr Anmeldungen zu gewinnen.
Die denkmalgeschützte Auferstehungskirche im Münchner Westend hat eine 65-Kilowatt-Photovoltaikanlage mit zwei Batteriespeichern in Betrieb genommen und erfüllt damit Auflagen des Denkmalschutzes sowie Vorgaben des bayerischen Klimaschutzgesetzes.
Die Kulturzeit-Sendung vom 04.09.2026 behandelt unter anderem Robert Misiks Buch „Erziehung zur Grausamkeit" über den Aufstieg der Neuen Rechten sowie die neue Gorki-Intendantin Çağla Ilk, die das Konzept des postmigrantischen Theaters neu ausrichtet.
RTL zeigt ab 7. September KI-bearbeitete Folgen von „Das Strafgericht", in denen alte Episoden mit neuen Charakteren, Handlungsverläufen und Urteilen versehen wurden – umgesetzt gemeinsam mit Constantin Entertainment mithilfe von Bildbearbeitung, Sprachsynthese und Lipsync-Technologie.
Stephan Lamby, neuer Juryvorsitzender des Deutschen Fernsehpreises, sieht die Branche trotz wirtschaftlichen Drucks inhaltlich stark, besonders im Dokumentationsbereich, während das Fernsehprogramm gesellschaftliche Veränderungen und politische Spannungen zunehmend widerspiegelt.
Der BGH verhandelt den Urheberrechtsstreit zwischen Fotograf Robert Kneschke und dem KI-Datensatz-Anbieter LAION und erwägt, zentrale Fragen zur Text-und-Data-Mining-Ausnahme dem EuGH vorzulegen, was eine europaweit gültige Grundsatzentscheidung bedeuten könnte.
Die Kolumne zieht eine Parallele zwischen dem Aufstieg der AfD in Sachsen-Anhalt (40% in Umfragen) und dem Fall „Betty Hammerschlag", einer erfundenen Musikerin: In beiden Fällen dominieren Oberfläche und Täuschung über Inhalte und Wahrhaftigkeit.
Eine KI stuft das Gemälde „Der Mann mit dem Goldhelm" mit 96-prozentiger Wahrscheinlichkeit als echten Rembrandt ein – entgegen dem kunsthistorischen Konsens seit 1986, der das Werk Rembrandts Umfeld zuschreibt.
Britische Musikfestivals steigen auf erneuerbare Energien um: Beim Forward Festival in Bristol liefen alle Bühnen mit grünem Strom, inspiriert von Massive Attacks Rekordkonzert mit 98 Prozent weniger CO2-Emissionen.
Die TikTok-Subkultur BookTok hat sich zu einem zentralen Marketinginstrument der Buchbranche entwickelt: Verlage passen Cover an virale Trends an, Buchhandlungen richten eigene Regale ein und Bestsellerlisten werden vom Algorithmus mitgeschrieben.
KI-generierte Musik und geklonte Stimmen bedrohen Musiker und Synchronschauspieler, da Plattformen wie Spotify KI-Inhalte gezielt einsetzen. Gerichte und Interessenverbände ringen um Persönlichkeitsrechte und Urheberrechtsschutz, während einheitliche Regelungen fehlen.
Newsfluencer erklären auf TikTok, Instagram und YouTube Nachrichten in Kurzformaten und erreichen damit junges Publikum, das klassische Medien meidet. Ihr Erfolg durch Nähe und Schnelligkeit birgt jedoch Risiken wie fehlende redaktionelle Kontrolle und Anfälligkeit für Fehlinformationen.
Rund 80 britische Prominente, darunter Hugh Bonneville, fordern in einem offenen Brief an Premierminister Andy Burnham ein Verbot des KI-gestützten Stimmklonens und den rechtlichen Schutz ihrer Stimmen als Teil ihrer Identität.
BBC-Chef Matt Brittin skizziert eine öffentlich-rechtliche YouTube-ähnliche Plattform mit nutzergenerierten Inhalten und einem Public-Service-Algorithmus; zudem bestätigt die BBC die Rückkehr von "Top Gear" nach einer Produktionspause seit 2022.
Thorsten Schorn verlässt nach 25 Jahren den WDR-Hörfunk und moderiert seine letzte Sendung bei WDR 2 am 4. September, bevor er beruflich neue Wege einschlägt.
Der Kulturbereich leistet laut Deutschem Kulturrat einen wesentlichen Beitrag zur UN-Nachhaltigkeitsagenda, etwa durch CO₂-Reduktion bei Veranstaltungen und nachhaltige Museumspraxis, doch die Bundesregierung versäumt es, Kulturexpertise in relevante Nachhaltigkeitsgremien einzubinden.
Die Deutsche Digitale Bibliothek vernetzt als öffentlich getragene Infrastruktur rund 65 Millionen Kulturobjekte aus über 800 deutschen Einrichtungen und sichert so die demokratisch legitimierte Zugänglichkeit des Kulturerbes im KI-Zeitalter.
Paula Irmschler kritisiert in ihrer Kolumne Medienschaffende, die unter dem Deckmantel der Sorge öffentlich über Körper von Frauen wie Ariana Grande urteilen, obwohl Körperkommentare strukturell längst allgegenwärtig sind.
Hip-Hop-Mogule wie Dr. Dre, Timbaland und Rick Rubin begeistern sich öffentlich für KI und investieren in entsprechende Unternehmen, während Kritiker auf wirtschaftliche Risiken, Urheberrechtsfragen und den Widerspruch zur sozialen Herkunft der Kultur hinweisen.