Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Region: Oberfranken
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Die Burg Pottenstein, älteste Burg der Fränkischen Schweiz, eröffnet ab Karfreitag (3. April) die Saison 2026 mit dem Burgmuseum und einer dauerhaften Ausstellung zu Elisabeth von Thüringen.
Der Kunstverein Kulmbach zeigt bis Ende September 32 großformatige Plakate unter dem Motto „Come together" an Häuserfassaden der Innenstadt und bietet dazu buchbare Gruppenführungen für bis zu 20 Personen zum Preis von 90 Euro an.
Die Münchner Schriftstellerin Christine Wunnicke hat Mitte Juli 2025 im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth den Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern für ihr literarisches Lebenswerk erhalten. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen und gilt als Bayerns wichtigste Literaturauszeichnung; es war die 22. Vergabe. Bayerns Kunstminister Markus Blume überreichte den Preis und würdigte Wunnicke als „Ausnahmeschriftstellerin" mit einem unverwechselbaren Ton. Die 1966 geborene Autorin ist bekannt für präzise Kurzromane über historische Figuren, darunter „Der Fuchs und Dr. Shimamura" und „Die Dame mit der bemalten Hand"; die Jury hob ihre elegante Textökonomie und die Verbindung von Tragik und Komik hervor. Die Laudatio hielt Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Vinken, ergänzt durch eine Lesung und ein Gespräch mit Dr. Katrin Schumacher.
Künstler aus dem Umfeld der Villa Concordia planen in Bamberg einen Poesieautomaten, der gegen eine Münze Gedichte in kleinen Schächtelchen ausgibt – konzipiert von Matthias Göritz und Volha Hapeyeva, mit stadtspezifischen Texten lokaler Lyriker.
Die Musikdarstellerin AMY gilt als eine der ersten offen trans Frauen im deutschsprachigen Musicalbereich und kämpft um gleichwertige Besetzungschancen an deutschen Theatern. Anlässlich ihrer Titelrolle in „Hedwig and The Angry Inch" am Theater Hof porträtiert Autor Roland H. Dippel die 28-Jährige, die nach ihrer Transition eine zweite Karriere begann und seither unter anderem an der Musikalischen Komödie Leipzig und den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel auftritt. AMY wird bislang vor allem für androgyneoder queere Rollen besetzt – etwa Frank N. Furter oder Herodes –, während klassische Frauenrollen in heterosexuellen Konstellationen für sie strukturell kaum zugänglich sind. Als Hindernisse benennt der Artikel konservative Theaterleitungen, restriktive Rechteinhaber von Musicals sowie heteronormative Besetzungskonventionen. AMYs erklärtes Ziel ist es, als trans Frau dieselben Besetzungsmöglichkeiten zu erhalten wie Cis-Frauen – darunter Wunschrollen wie Mrs. Danvers in „Rebecca" oder Lady Macbeth.
Die bayerischen Stadttheater in Ingolstadt und Erlangen stehen unter massivem Spardruck, nachdem Steuereinbrüche die Kommunalhaushalte drastisch geschrumpft haben. In Ingolstadt wird der denkmalwürdige Hämer-Bau des Stadttheaters ab Sommer schrittweise geschlossen, ohne dass eine Sanierung geplant ist; das als Provisorium gedachte Theater am Glacis wird auf unbestimmte Zeit zur Hauptspielstätte. Das schauspiel erlangen erlebte kurz nach dem Amtsantritt von Intendant Jonas Knecht einen Einbruch der städtischen Einnahmen von 220 auf 71 Millionen Euro, was die ursprünglichen Ausbaupläne zunichtemachte. Beide neu ernannten Intendanten – Knecht in Erlangen und Oliver Brunner in Ingolstadt – berichten von Sparrunden, fehlender Planungssicherheit und der Sorge, dass kommunale Theater grundsätzlich zur Disposition gestellt werden könnten. Sie fordern von der Politik ein klares Bekenntnis zu Aufgabe und Finanzierung städtischer Theater.
Das Puppenfestival in Neustadt bei Coburg und Sonneberg ist eröffnet und bietet eine Woche lang offene Werkstätten, Sonderausstellungen und kulinarische Angebote für Puppenliebhaber und Künstler.
Das Philharmonische Orchester und der Chor des Landestheaters Coburg führten beim Familienkonzert im Globe das musikalische Abenteuer „20.000 Meilen unter dem Meer" auf und begeisterten Publikum jeden Alters.
Markus Ewald, Peter Stenglein und Ulrike Ewald präsentierten in der Coburger Morizkirche eine Orgelnacht mit drei Programmteilen, bei der die Schuke-Orgel im Mittelpunkt stand.
Die Rosenberg Festspiele in Kronach haben ihr diesjähriges Kinderstück mit der Premiere von „Die kleine Hexe" nach Otfried Preußler eröffnet, inszeniert von Günter Rüdiger auf der Festungsbühne vor begeistertem Publikum.
Die evangelische Christuskirche in Weidach (Gemeinde Weitramsdorf) wird nach 55 Jahren abgerissen. Am 14. Mai werden Gebäude und Inventar offiziell entwidmet, bevor das Gebäude geräumt und abgerissen wird.
Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf nutzten die Plassenburg in Kulmbach als Kulisse für ihre Pro7-Quizshow „Ein sehr gutes Quiz" und sorgten damit bundesweit für Aufmerksamkeit. Auf Social Media überwiegt positive Resonanz.
Der Kindergarten Mitwitz feierte sein 50-jähriges Bestehen mit einem Fest- und Familiengottesdienst in der Jakobskirche, bei dem Kinder das Musical „Lasset die Kinder zu mir kommen" aufführten.
Der Kolumnist Christian Holhut kommentiert eine TV-Werbung für Oberfranken rund um die Plassenburg und sieht im Fernsehformat „Ein sehr gutes Quiz" ein geeignetes Rezept, die Region modern zu präsentieren.
Das Quartett Melange á Deux & Amis begeistert beim Konzert auf Schloss Rosenau in Rödental mit einem genreübergreifenden Programm und überträgt die Spielfreude der Musikerinnen und Musiker direkt auf das Publikum.
Die Marktgemeinde Rentweinsdorf feiert vom 13. bis 18. Mai fünf Tage lang Kirchweih auf dem „Planplatz" – mit Schaustellern, Fieranten und einem Programm der Ortsvereine.
Beim Bauchrednerfestival in Coburg traten Ventriloquisten mit Figuren und Wortwitz vor Publikum auf und boten zwei Veranstaltungen im Pfarrzentrum St. Augustin für alle Altersgruppen.
65 Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Bad Rodach proben unter Leitung von Sonja Putz das Musical „Der Beat meines Lebens", das Kinder auf eine Reise durch den menschlichen Körper mitnimmt und zugleich eine Hommage an die ThermeNatur ist.
Das Triple-Bill „Les Ballets Actuels" am Staatstheater Nürnberg präsentiert rebellische und explosive Choreografien, die unterschiedliche Dynamiken des Zusammenseins erkunden.
Das Junge Ensemble Dresden unter Leitung von Robert Schad gibt am 23. Mai 2026 um 19 Uhr ein Konzert in der Erlöserkirche Bamberg. Das Programm „An den Wassern" vereint Vokalmusik rund um das Thema Wasser, von klassischer Chorliteratur über geistliche Motetten bis zu Spirituals und folkloristischen Sätzen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Die Bamberger Symphoniker stellen ihr Programm für die Saison 2026/27 vor, die im Zeichen des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven im Jahr 2027 steht. Zentrales Projekt sind vier vollständige Zyklen aller neun Beethoven-Symphonien, die neben Bamberg auch an Wirkungsstätten des Komponisten im Rheinland, in Prag und Wien aufgeführt werden. Chefdirigent Jakub Hrůša betonte, Beethoven sei „kein Monument, sondern lebendige Gegenwart". Intendant Marcus R. Axt stellte das Leitmotiv „bewegt" in den Mittelpunkt der Saison. Als traditionsreiches Reiseorchester – das zudem auf seine Gründung vor 80 Jahren zurückblickt – plant das Ensemble Tourneen unter anderem nach Belgien, Italien, in die Niederlande, nach Österreich und Tschechien.
Die Bayerische Staatsoper hat Brett Deans Oper „Of one Blood" über die Rivalität zwischen Elisabeth I. und Mary Stuart uraufgeführt. Die Komposition mit großem Orchesteraufwand und elektronischen Elementen überzeugt musikdramatisch nur bedingt, da sie kaum hörbare Unterschiede zwischen den beiden Sopranistinnen Johanni van Oostrum und Vera-Lotte Boecker schafft. GMD Vladimir Jurowski leitet souverän durch die anspruchsvollen Partien. Gerettet wird der Abend durch Claus Guths Inszenierung, die die Handlung in einem futuristischen Museum ansiedelt und die Personenregie bis ins Detail ausarbeitet. Ob sich das Werk ohne diese glänzende Inszenierung im Repertoire behaupten kann, bleibt offen.
Das Sammlerehepaar Ursula und Rainer Losch hat dem Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental rund 350 Werke des italienischen Glasgestalters Fulvio Bianconi (1915–1996) gestiftet. Die Kunstsammlungen der Veste Coburg richteten eigens dafür eine neue Dauerausstellungsabteilung im Untergeschoss ein. Bianconi arbeitete über 40 Jahre für bedeutende Glashütten auf Murano sowie in der Schweiz und ist vor allem für seine figürlichen Glaswerke bekannt. Derzeit sind 163 Objekte zu sehen; die Exponate sollen regelmäßig ausgetauscht werden.
Zum 100. Geburtstag von Irmgard Edle von Traitteur fand in Forchheim ein Empfang des Caritas-Kreisverbands statt, obwohl die Jubilarin kurzfristig absagen musste. Rund 25 Gäste kamen dennoch, um sich ins Gästebuch einzutragen. Von Traitteur war 1978 maßgeblich an der Gründung des Caritas-Kreisverbands Forchheim beteiligt und wurde dessen erste Vorsitzende. Die frühere Landtagsabgeordnete engagierte sich in der Aufbauphase des Sozialstaats und gründete wichtige soziale Institutionen für die Region.