Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Region: International
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Die Ausstellung „Helmut Newton. Cars" zeigt ab 15. Mai 2026 in der Villa Olmo am Comer See 20 großformatige Fotografien, in denen Newton Nobelkarossen als Bildmotiv inszenierte, eingebettet in die Luxusauto-Show FuoriConcorso.
Die Bildhalle Zürich zeigt bis Mai 2026 Naturfotos von Inka & Niclas, Joost Vandebrug, Adam Jeppesen und Douglas Mandry, die mit ungewöhnlichen Materialien und Verfahren wie Cyanotypie, Washi-Papier und Lithografie auf Geotextilien experimentieren.
Die photo basel, die erste und einzige Fotokunstmesse der Schweiz, findet vom 16. bis 21. Juni 2026 zum elften Mal statt. Die Messe präsentiert über 450 Werke von knapp 170 Künstlerinnen und Künstlern aus internationalen Galerien, darunter Arbeiten von Vivian Maier, Man Ray, André Kertész und Marina Abramović. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf experimentellen Techniken, die klassische Fotografie um dreidimensionale Formen und unkonventionelle Druckverfahren erweitern – exemplarisch dafür steht der Künstler Ayo Banton, der Fotografie, Licht und florale Skulpturen kombiniert sowie Cyanotypien mit Spektrogrammen pflanzlicher Signaldaten verbindet. Begleitend zur Messe findet ein öffentliches Rahmenprogramm mit kostenlosen Führungen und moderierten Panel Talks statt.
Der ESC 2026 in Wien steht laut Autor Florian Hartleb exemplarisch für eine neue europäische Sicherheitsrealität, in der Großveranstaltungen zunehmend im Spannungsfeld von Terrorbedrohung, Cyberangriffen und geopolitischen Konflikten stattfinden.
Die Wiener Symphoniker veranstalten am 18. April im Goldenen Saal des Musikvereins ein Marathonkonzert, bei dem rund 40 Läufer aus 13 Nationen gemeinsam mit Profis auf der Bühne musizieren, bevor sie den Vienna City Marathon laufen.
Sir John Eliot Gardiner wird 83: Der Dirigent hat mit historisch informierter Aufführungspraxis und Projekten wie der „Bach Cantata Pilgrimage" Maßstäbe gesetzt, sorgte 2023 jedoch mit einem körperlichen Übergriff auf einen Sänger für Schlagzeilen.
Zum 15. Jubiläum des International Jazz Day findet am 30. April 2026 in der Lyric Opera of Chicago ein All-Star-Konzert mit über 40 Künstlern statt, darunter Herbie Hancock und Dee Dee Bridgewater, übertragen als kostenloser Livestream weltweit.
Dirigent Zubin Mehta feiert seinen 90. Geburtstag. Der in Mumbai geborene Maestro prägte Jahrzehnte lang die klassische Musik und leitete weltweit bedeutende Orchester, darunter die Wiener Philharmoniker und das Israel Philharmonic Orchestra.
Wolfgang Sréter stellt seinen Debütroman „Milenas Erben" vor, der 1993 in Karlsbad spielt und eine deutsche Familie bei Beerdigung und Testamentseröffnung zusammenführt; das Buch ist im Lichtung Verlag erschienen.
Der Eurovision Song Contest 2026 findet in Wien statt, mit Halbfinalen am Dienstag und Donnerstag sowie dem Finale am 16. Mai. Der ORF investiert 16 Millionen Euro in das Event, die Stadt Wien weitere 22,6 Millionen Euro; ein direkter Gewinn für den ORF ist laut Kaufmännischer Direktorin Eva Schindlauer „völlig unrealistisch", werde aber durch Umwegrentabilität und technologischen Wissenszuwachs kompensiert. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner beziffert den erwarteten Nachfrageimpuls auf rund 57 Millionen Euro. ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz erklärte, man habe „alles gebrandet, was man branden kann", um Österreich als Tourismus-Destination zu vermarkten – von Künstlergarderoben über den Green Room bis hin zu eigenem Wasserbranding. Im Hintergrund belastet zudem der Führungsstreit um den gefeuerten ORF-Generaldirektor Roland Weißmann das Unternehmen, dessen Nachfolge ab 2027 noch ungeklärt ist.
Die dreiteilige ARD-Kulturdokumentation „Die VICE-Story" zeichnet Aufstieg und Fall des Medienunternehmens VICE nach, das 1994 von drei Arbeitslosen in Montreal gegründet wurde. Das Magazin etablierte mit Gonzo-Journalismus, expliziten Inhalten und einem exzessiven Lebensstil einen neuen, ungeschönten Stil und wuchs zu einem globalen Medienimperium mit Redaktionen weltweit, darunter Berlin. Interne Machtstrukturen, individuelle Hybris und eine veränderte Medienlandschaft führten schließlich im März 2024 zur weltweiten Insolvenz. Die Dokumentation von Regisseurin Peta Jenkin und Christopher Kaufmann zeigt Interviews mit ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie Thilo Mischke, Martina Kix und VICE-Mitgründer Gavin McInnes sowie bisher unveröffentlichtes Archivmaterial.
Anlässlich des 70. Geburtstags von Roland Emmerich zeigt ARD/SWR eine 64-minütige Dokumentation über den deutschen Hollywood-Regisseur, bekannt für Blockbuster wie „Independence Day", „2012" und „The Day After Tomorrow". Regisseur Jo Müller begleitete Emmerich über knapp vier Jahrzehnte bei Dreharbeiten, öffentlichen Auftritten und in seinem Privatleben. Die Dokumentation gewährt Einblicke in Emmerichs Villen in Los Angeles und London sowie in familiäre Begegnungen, darunter ein Besuch mit Bruder Andreas in seinem Elternhaus in Sindelfingen. Emmerich spricht darin über seinen Werdegang von der schwäbischen Heimat nach Hollywood, über seine Ehe mit Omar seit 2017 sowie über politische Entwicklungen in den USA.
„Pixelparty" ist ein vierteiliges Web-Magazin von ARD Kultur aus dem Jahr 2022, das die Welt der digitalen Kunst und des Metaverse erkundet. Moderiert wird die Reihe von der Designerin Laura Kampf und dem Autor Nilz Bokelberg, die in jeder Folge Kunstateliers besuchen und virtuelle Räume wie Decentraland, VRChat und Cryptovoxels bereisen. Die vier Episoden behandeln Themen wie Performance-Kunst in Virtual Reality, hybride Kunstformen zwischen analoger und digitaler Welt, KI-generierte Kunst sowie den NFT-Kunstmarkt. Begleitend liefert Animationsfilmkünstler Jon Frickey humorvolle Kurzfilme, in denen die Figur Farina Future den Techno-Utopien des Silicon Valley zu entkommen versucht. Die Sendereihe entstand nach einer Idee von Alain Bieber unter der Regie von Simon Ruschmeyer als Produktion von Rosy DX im Auftrag von ARD Kultur.
Die ARD zeigt ab dem 5. Mai 2026 den Doku-Dreiteiler „Xatar – Ein Leben ist nicht genug" über den Rapper und Unternehmer Giwar Hajabi, bekannt als Xatar, der im Mai 2025 plötzlich starb. Die drei je 55-minütigen Folgen, produziert von Film Five im Auftrag von NDR, WDR, SWR und HR unter der Regie von Stefan Kauertz, beleuchten zentrale Stationen seines Lebens: Kindheit am Brüser Berg in Bonn, den Goldtransporter-Überfall, Flucht, Inhaftierung, das im Gefängnis aufgenommene Album „415" sowie spätere Geschäftserfolge und die Insolvenz seines Imperiums. Erstmals spricht seine Ehefrau Farvah Hajabi ausführlich über ihr gemeinsames Leben; weitere Stimmen kommen von Weggefährten wie SSIO, Apache 207, Farid Bang, Schwesta Ewa und Moritz Bleibtreu. Die Dreharbeiten begannen noch zu Xatars Lebzeiten, weshalb auch Material kurz vor seinem Tod enthalten ist.
Ein in den 1980er Jahren vom Radio auf Kassette aufgenommener New-Wave-Song, dessen Herkunft und Interpret bis heute unbekannt sind, gilt als das größte Musikrätsel des Internets. Was zunächst als persönliche Geschichte zweier Geschwister begann, entwickelte sich zu einem weltweiten Phänomen, das Millionen Nutzer beschäftigt. Die ARD-Kultur-Dokumentation „The Most Mysterious Song on the Internet" (2025) verfolgt die jahrzehntelange Suche nach dem unbekannten Stück – von der analogen Welt der Achtziger bis ins digitale Zeitalter. Der Film wurde von Rees Dale und Andreas Gräfenstein geschrieben und inszeniert und entstand als Produktion der 3B-Produktion im Auftrag von ARD Kultur und NDR.
Welche Faktoren über ESC-Siege entscheiden, analysieren Experten anhand von Stimmverteilung zwischen Jurys und Publikum, aktuellen Genre-Trends wie Operatic Pop sowie statistischen Mustern – ein universelles Erfolgsrezept gibt es jedoch nicht.
Das Theater Basel zeigt mit „Van Manen/Kyliàn/Goecke" ein Tanzabend-Programm mit drei Choreografien, das laut Teaser alle Sinne anspricht.
Ein Triple Bill des Ballet de l'Opéra National de Bordeaux hinterlässt gemischte Eindrücke beim Publikum.
Florentina Holzinger bespielt den österreichischen Pavillon der 61. Biennale di Venezia mit „Seaworld Venice": Der geflutete Raum kombiniert Performerinnen, Roboterhunde und einen Jetski zu einer Auseinandersetzung mit Ökologie, Patriarchat und Körper-Maschine-Verhältnis.
SWR-Delegationsleiterin Tina Sikorski gibt beim ESC 2025 in Wien ein Interview über die neue deutsche ESC-Strategie unter SWR-Führung. Sie betont, dass Kandidatin Sarah Engels künstlerisch eigenverantwortlich agiert und den Ton bei allen kreativen Entscheidungen angibt. Sikorski will das Klischee schlechter deutscher ESC-Ergebnisse widerlegen und die Verbindung zwischen ESC und Musikbranche stärken. Zur Sicherheitslage in Wien erklärt sie, die Delegation beobachte angekündigte Pro-Palästina-Proteste aufmerksam, habe bislang aber keine Zwischenfälle erlebt.
Keith Richards hat bestätigt, dass die Rolling Stones 2026 keine Tournee zum neuen Album „Foreign Tongues" planen. Eine Tour sei frühestens 2027 denkbar. Berichte, wonach Richards Vorbehalte gegenüber den körperlichen Belastungen einer Welttournee habe, werden damit indirekt bestätigt.
Thomas von Kempens „Die Nachfolge Christi" aus dem 15. Jahrhundert gilt als das nach der Bibel meistgelesene Buch der Christenheit. Der niederrheinische Mönch vermittelt mit wenigen Worten eine vielschichtige religiöse Gefühlslage und weckt die Sehnsucht nach den Geheimnissen des Glaubens. Der Text spricht Leserinnen und Leser unmittelbar an und motiviert zur Auseinandersetzung mit dem geistlichen Leben.
Wien richtet 2026 den 70. Eurovision Song Contest aus, nachdem Johannes Pietsch alias JJ im Vorjahr den Sieg für Österreich geholt hatte. Das Land blickt auf eine wechselhafte ESC-Geschichte: Udo Jürgens gewann 1966 als erster österreichischer Sieger mit „Merci Chérie", nachdem er zuvor zweimal angetreten war. Bis zum zweiten österreichischen Sieg vergingen fast 50 Jahre – 2014 triumphierte Tom Neuwirth als Conchita Wurst mit „Rise Like a Phoenix". Österreich blieb dem Wettbewerb insgesamt neunmal fern, unter anderem aus politischen und organisatorischen Gründen. Einen Negativrekord hält das Land seit 2015, als The Makemakes als erstes Gastgeberland nach einem Vorjahressieg keinen einzigen Punkt erhielten.
Kurz vor Beginn der Internationalen Filmfestspiele in Cannes am Dienstag sorgt das offizielle Festivalplakat für Kritik. Es zeigt die Heldinnen des Roadmovies „Thelma & Louise" von Ridley Scott. Das feministische Kollektiv 50/50 wirft dem Festival vor, die Darstellung der weiblichen Filmfiguren sei ein Feigenblatt, da im diesjährigen Wettbewerb nur fünf der 22 Filme von Regisseurinnen stammen. Das Kollektiv verweist zudem darauf, dass seit der Festivalgründung 1946 lediglich sechs Prozent aller Wettbewerbsfilme von Frauen inszeniert wurden.