Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: KI & Kultur
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Beim Wettbewerb um das Plakat der Kulmbacher Bierwoche gewinnt erstmals ein KI-generiertes Motiv – und löst damit eine Debatte aus, ob Künstliche Intelligenz im kreativen Wettbewerb zugelassen sein sollte.
Die Rainer-Markgraf-Stiftung veranstaltete ihren Sommerempfang in Bayreuth unter dem Jahresmotto „Mensch sein und digitale Transformation", bei dem Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt stand und ein inszenierter „Hackerangriff" für Aufsehen sorgte.
Amazon hat den Film „Deadly Patient – Tödlicher Patient" nach öffentlichem Spott in sozialen Medien von Prime Video entfernt, weil seine deutsche Synchronisation offensichtlich mit mangelhafter KI-Technologie erstellt worden war.
Forschende der Uni Passau untersuchen, ob Antworten von ChatGPT und Co. mit menschlichen Moralvorstellungen vereinbar sind, und wollen ein Warnsystem entwickeln, das moralisch fragwürdige KI-Antworten kennzeichnet.
Esther Slevogt fragt in ihrer Kolumne, ob KI künftig Theaterkritiken ersetzen kann und welche Folgen das für eine Öffentlichkeit hätte, die zunehmend Kritik meidet und rituelle Vergemeinschaftung bevorzugt.
Google investiert 75 Millionen US-Dollar in das Indie-Studio A24 und vereinbart mit KI-Tochter DeepMind eine Partnerschaft zur Entwicklung von Produktionswerkzeugen für Filmschaffende – das erste direkte Hollywood-Investment des Konzerns.
Rund 500 Kulturschaffende, darunter Nan Goldin und Molly Crabapple, fordern in einem offenen Brief Bürgermeister Mamdani auf, generative KI an New Yorker Schulen für zwei Jahre zu verbieten, da sie Kreativität und kritisches Denken gefährde.
Doja Cat hat klargestellt, dass auf X kursierende angebliche Leak-Songs nicht von ihr stammen, sondern KI-Imitationen sind. Kurz zuvor hatten auch SZA und Producer Kenny Beats öffentlich ihren Ärger über den Missbrauch von Musikerarbeiten zum KI-Training geäußert.
Wissenschaftsminister Blume fordert die Entwicklung und Anwendung von KI. Der Hochschulverband erwartet einen „strukturellen und personellen Kraftakt“.
Auf der Kulturkonferenz des Bundesverbandes der Musikindustrie diskutieren Branchenvertreter, Politiker und Juristen über Chancen und Risiken von KI für die Musikbranche, darunter Urheberrechtsschutz, Lizenzmodelle und faire Vergütung für unabhängige Künstler.
Der Landesmusikrat Thüringen und der Bundesverband Musikunterricht veröffentlichen eine interaktive Web-Publikation mit einem Positionspapier zum KI-Einsatz im schulischen Musikunterricht, das Lehrkräften einen didaktischen Orientierungsrahmen bietet.
SZA wirft Produzent Diplo in Instagram-Posts vor, am KI-Musikunternehmen Suno beteiligt zu sein und KI-Modelle mit Werken Schwarzer Künstler zu trainieren – ohne Belege. Diplo hat sich bislang nicht geäußert.
Die KI-Debatte um Mario Voigt und Stephan-Andreas Casdorff offenbart laut Leeor Engländer vor allem Naivität: Da politische Texte und Journalismus schon immer durch Redenschreiber und Ghostwriter entstanden, rechtfertigt KI-Nutzung allein keine Empörung – entscheidend bleibe die inhaltliche Verantwortung des Absenders.
Dem Schreiben und Nachdenken über Kunst, also über das Menschsein an sich, hat eine künstliche Intelligenz nichts hinzuzufügen. Ein Plädoyer fürs eigenhändige Weiterschreiben.
Laut einer IPSOS-Studie können 97 Prozent der Musikhörenden KI-generierte Songs nicht von menschgemachter Musik unterscheiden; als Gegenmaßnahmen empfehlen sich KI-Erkennungssoftwares oder Plattformen mit strengen KI-Richtlinien wie Deezer und Bandcamp.
Die Jüdische Allgemeine depubliziert zwei Gastbeiträge von Tagesspiegel-Editor Stephan-Andreas Casdorff, nachdem der Tagesspiegel bekannt gab, dass Casdorff Meinungstexte mit KI verfasst hatte. Chefredakteur Philipp Peyman Engel kündigte strengere KI-Prüfregeln an.
Boy George und Culture Club haben „Karma Chameleon" mithilfe von KI neu eingespielt, um die Kontrolle über ihre Musik zurückzugewinnen und höhere Einnahmen zu erzielen, da sie die Master-Rechte am Original nie besaßen.
Der KI-Künstler Nimi veröffentlichte gemeinsam mit Manuellsen den ersten deutschen KI-Rap-Track „Wieso sagt ChatGPT?", der nach über 193.000 Spotify-Streams gesperrt wurde – die Gründe sind unklar, Urheberrechtsprobleme gelten als mögliche Ursache.
Die Branchenveranstaltung „Plot Next" in Köln zeigte, wie KI bereits in der Produktion der ARD-Daily „Rote Rosen" eingesetzt wird – etwa zur Strukturierung großer Datenmengen und Optimierung von Produktionsabläufen, nicht zum Schreiben von Drehbüchern.
Der Tagesspiegel beendet die Zusammenarbeit mit Ex-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff, nachdem dieser Meinungstexte von einer KI verfassen ließ und damit gegen redaktionelle Richtlinien verstieß. Die betroffenen Texte wurden offline genommen.
Sharon Osbourne weist Vorwürfe zurück, der geplante KI-Avatar von Ozzy Osbourne sei ein Abzockprojekt, und betont, das Vorhaben entspreche Ozzys eigenem Wunsch, nicht vergessen zu werden.
Sharon Osbourne weist Vorwürfe zurück, mit dem geplanten KI-Avatar ihres verstorbenen Mannes Ozzy Osbourne Geld verdienen zu wollen, und betont, das Projekt solle sein Andenken für künftige Generationen bewahren.
Martin Scorsese und Steven Soderbergh arbeiten mit KI-Unternehmen zusammen, um filmische Visionen umzusetzen – Scorsese nutzt den Bildgenerator des Freiburger Startups Black Forest für Storyboards, Soderbergh generierte per Prompt Füllsequenzen für seinen Lennon-Dokumentarfilm.
Das bayerische Kultusministerium lehnt den Einsatz von Störsendern in Schulen als rechtswidrig und gefährlich ab, obwohl der BLLV technische Maßnahmen gegen KI-gestützten Prüfungsbetrug fordert.