Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: KI & Kultur
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Suno hat seine neue KI-Musikgenerator-Generation v6 veröffentlicht, die erstmals auf lizenzierten Aufnahmen von Warner Music Group trainiert wurde – nachdem WMG 2024 seine Urheberrechtsklage gegen Suno im Rahmen einer Lizenzpartnerschaft zurückgezogen hatte.
Der Nachlass von Prince weist KI-Vorwürfe rund um das posthume Album TIMELESS zurück: Beim Song „Calabama" ergänzten reale Bläsermusiker eine bestehende Synthesizer-Spur, KI sei bei keinem einzigen Track eingesetzt worden.
Stella Parton kritisiert nach dem Tod ihrer Schwester Dolly Parton die Flut gefälschter KI-Inhalte im Netz und appelliert an die Öffentlichkeit, mehr Mitgefühl und Respekt zu zeigen.
Die Kulturzeit-Sendung vom 04.09.2026 behandelt unter anderem Robert Misiks Buch „Erziehung zur Grausamkeit" über den Aufstieg der Neuen Rechten sowie die neue Gorki-Intendantin Çağla Ilk, die das Konzept des postmigrantischen Theaters neu ausrichtet.
RTL zeigt ab 7. September KI-bearbeitete Folgen von „Das Strafgericht", in denen alte Episoden mit neuen Charakteren, Handlungsverläufen und Urteilen versehen wurden – umgesetzt gemeinsam mit Constantin Entertainment mithilfe von Bildbearbeitung, Sprachsynthese und Lipsync-Technologie.
Der BGH verhandelt den Urheberrechtsstreit zwischen Fotograf Robert Kneschke und dem KI-Datensatz-Anbieter LAION und erwägt, zentrale Fragen zur Text-und-Data-Mining-Ausnahme dem EuGH vorzulegen, was eine europaweit gültige Grundsatzentscheidung bedeuten könnte.
Eine KI stuft das Gemälde „Der Mann mit dem Goldhelm" mit 96-prozentiger Wahrscheinlichkeit als echten Rembrandt ein – entgegen dem kunsthistorischen Konsens seit 1986, der das Werk Rembrandts Umfeld zuschreibt.
KI-generierte Musik und geklonte Stimmen bedrohen Musiker und Synchronschauspieler, da Plattformen wie Spotify KI-Inhalte gezielt einsetzen. Gerichte und Interessenverbände ringen um Persönlichkeitsrechte und Urheberrechtsschutz, während einheitliche Regelungen fehlen.
Rund 80 britische Prominente, darunter Hugh Bonneville, fordern in einem offenen Brief an Premierminister Andy Burnham ein Verbot des KI-gestützten Stimmklonens und den rechtlichen Schutz ihrer Stimmen als Teil ihrer Identität.
Hip-Hop-Mogule wie Dr. Dre, Timbaland und Rick Rubin begeistern sich öffentlich für KI und investieren in entsprechende Unternehmen, während Kritiker auf wirtschaftliche Risiken, Urheberrechtsfragen und den Widerspruch zur sozialen Herkunft der Kultur hinweisen.
Gezielte Prompts helfen dabei, mit ChatGPT passendere Podcast-Empfehlungen zu erhalten als über klassische Plattformen oder Suchmaschinen, da die KI auch weniger bekannte Formate berücksichtigt und Vorschläge anhand von Feedback verfeinert.
In Australien werden künftig Songs, die hauptsächlich mithilfe von KI erstellt wurden, aus den Charts ausgeschlossen. In Deutschland gibt es schon seit Längerem ein ähnliches System.
Australiens Musikbranche schließt überwiegend KI-generierte Songs künftig aus den ARIA-Charts aus; KI als bloßes Hilfsmittel bleibt erlaubt. In Deutschland gilt eine vergleichbare Regelung, bei der menschliche Kreativität als Hauptverantwortung nachgewiesen werden muss.
Künstliche Intelligenz verbieten oder erlauben? Das ist die falsche Frage. Wichtiger wäre es, endlich ernsthaft darüber zu diskutieren, was die Studierenden lernen sollen. Ein Erfahrungsbericht aus dem extrem ernüchternden Uni-Alltag.
Künstliche Intelligenz wird zum Fundament der Unterhaltungsindustrie. Warum Filmschaffende sich trotzdem nicht den Tech-Konzernen unterwerfen müssen und die KI-Flut auch eine große Chance fürs Kino sein könnte.
Der Debattenrundblick bündelt aktuelle Feuilletondebatten: die Ratlosigkeit gegenüber dem AfD-Aufstieg, Morddrohungen des israelischen Ministers Ben-Gvir, den Fall Arday als Kulturkampf sowie KI-Systeme, die sich als göttliche Instanzen präsentieren.
Die Konzertreihe Unreleased warnt vor den Folgen KI-generierter Musik: Täglich erscheinen 90.000 KI-Tracks allein auf Deezer, während 71 Prozent der Musiker:innen in Deutschland und Frankreich ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet sehen.
Brian May hat mit Meta AI eine verzerrte Version des Queen-Albumcovers „The Game" erstellt und nutzt das Ergebnis als Argument gegen KI, die er für überschätzt hält und deren Rechenzentren er als zerstörerisch kritisiert.
Queen-Gitarrist Brian May hat mit Meta AI eine verzerrte Version des Albumcovers von „The Game" erstellt und nutzt das misslungene Ergebnis als Argument gegen KI, die er als überbewertet und gefährlich bezeichnet.
Die Nominierungen für den Deutschen Radiopreis 2026 stehen fest, mit je vier Nennungen für NDR und WDR. Spotify führt zudem "AI Persona Badges" ein, um KI-generierte Künstlerprofile für Nutzer transparent zu kennzeichnen.
Das Designstudio OIO entwickelt „Mur mur", einen Lautsprecher mit KI-generierten Klangwelten, der autonome Mini-Ökosysteme wie eine Stadt, einen Wald oder einen Teich simuliert, ohne dass Nutzer eingreifen können.
Spotify schließt KI-generierte Künstlerprofile ab Mitte September aus allen automatischen Playlist-Empfehlungen und Radiostreams aus und kennzeichnet sie mit einem sichtbaren Badge, sodass sie nur noch bei gezielter Suche auffindbar sind.
Spotify führt das „AI Persona Badge" ein, das ab Mitte September Künstlerprofile kennzeichnet, hinter denen keine reale Person steht. Das Abzeichen betrifft ausschließlich die öffentliche Identität, nicht die Entstehungsweise der Musik.
Der Einsatz von KI-generierten Texten in Politik und Journalismus entfacht eine Debatte über Authentizität und Autorschaft, ausgelöst durch einen Gastbeitrag von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, der teilweise von KI verfasst wurde.