Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Medienwandel & Kulturjournalismus
23 Artikel gefunden
Friedrich Küppersbusch, ehemaliges „ZAK"-Gesicht und Gründer der probono Fernsehproduktion, produzierte die erfolgreichste ARD-Doku des Frühjahrs 2025 über 75 Jahre ARD und setzt zugleich verstärkt auf seinen YouTube-Kanal Küppersbusch TV statt auf lineares Fernsehen.
Der Kommentar stellt den Boll-Film „Citizen Vigilante" und den Fall Ben Berndt als Beispiele staatlicher Medienkontrolle gegenüber und argumentiert, dass das Publikum solche Einschränkungen zunehmend ablehnt – analog zum bekannten Streisand-Effekt.
Zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit blicken Historiker und Journalisten kritisch auf strukturelle Schwächen der amerikanischen Demokratie, von rassistischen Ursprüngen bis zu monarchischen Präsidentenbefugnissen, die bereits Gründungsväter wie George Clinton als Gefahr zur Selbstzerstörung erkannten.
Der Deutschlandfunk führt ab 30. November ein neues Sendeschema mit erweiterten Nachrichtenblöcken und dem Format „Im Dialog" ein. Antenne Bayern verschiebt den DAB+-Start seines Senders Chillout Antenne Bayern auf kommenden Dienstag, um die Playlist noch anzupassen.
Wie klingt Baden-Württemberg? Nachdem das Bundesland die Welt jahrelang mit gelben Stickern zugepflastert hat, versucht es nun mit dem Song „The Länd“ in den Gehörgängen klebenzubleiben.
Die Bücherschau bündelt aktuelle Rezensionen zu Werken über ukrainischen Widerstand, Odysseus als Boomer-Kolonisator, Monika Marons Tagebücher und Elisabeth Schwarzhaupts Rolle als erste Gesundheitsministerin Deutschlands.
Die El Cartel Brothers-Geschäftsführer Claudia Ziemer und Stephan Karrer ziehen nach acht Monaten eine positive Bilanz des Joint Ventures aus RTLzwei und WBD und kündigen beim Screenforce Festival ein neues Vermarktungskonzept an, das stärker auf digitale Logik und Genres setzt.
Matthias Helwig betreibt seit 40 Jahren das Breitwand Programmkino im Fünf-Seen-Land und sieht Kino trotz Streaming und Mainstreamisierung als dauerhaft lebensfähig, solange Betreiber aktiv ihr Publikum ansprechen und Premiumqualität bieten.
Die Weydemann Bros. gründen mit "Directors Collection" ein AVoD- und FAST-Streaming-Angebot für Arthouse- und Independentfilme, kuratiert von Ex-Paramount-Manager Steffen Kottkamp, das ab Herbst mit mehreren hundert Titeln auf YouTube starten soll.
Der Artikel listet 18 empfehlenswerte Alben, die trotz großer Bibliothek bei Spotify fehlen, darunter Werke von Kraftwerk, Frank Ocean und Joanna Newsom – oft wegen ungeklärter Samples oder fehlender Label-Einigungen.
Der Spiegel und Zeit Online haben kostenpflichtige Suchtools zur durchsuchbaren NSDAP-Mitgliederkartei eingeführt, die jedoch fehlerhafte Ergebnisse liefern – der Autor kommentiert das Phänomen kritisch-ironisch als lukratives Mediengeschäft.
Der Artikel wirft Berliner-Zeitung-Verleger Holger Friedrich vor, jüdische Gemeinschaften und Holocaust-Erinnerung gezielt für prorussische und autoritätsfreundliche Propaganda zu instrumentalisieren, während seine Redaktionen KI-generierten Journalismus ohne Kennzeichnung fördern.
Der Schritt hat weitreichende Folgen für die Medien.
Der MDR beendet zum 12. Oktober 2026 die DAB+-Verbreitung von MDR Klassik und überträgt die Frequenz an BR Klassik; Klassikinhalte werden künftig verstärkt über digitale Plattformen wie ARD Sounds und Podcasts zugänglich gemacht.
Die Kolumne hinterfragt am Beispiel des viral gehenden Songs „Gut genug" von KitschKrieg, Shirin David und Blumengarten, wie viel Entscheidungsfreiheit Konsumenten bei der Kulturrezeption wirklich haben und ob Shitstorms gegen Beteiligte gezielt gesteuert werden.
Prime Video erreicht mit deutschen Originals ein gespaltenes Ergebnis: Serien wie „Maxton Hall" und das Format „LOL" erzielen Spitzenreichweiten, während andere Produktionen wie die „Yes or No Games" in AGF-Rankings völlig unsichtbar bleiben.
Der CBK-Hype nach Ryan Murphys Serie „Love Story" treibt absurde Konsumreaktionen an – von ausverkauften Haarreife bis zu 5.000-Dollar-Parfüms – und illustriert laut Julia Friese, wie Reizüberflutung Menschen zu unreflektierten Konsummaschinen macht.
Der ORF-Stiftungsrat wählt APA-Chef Clemens Pig zum neuen Generaldirektor, die ARD veröffentlicht ein Strategiepapier bis 2030, und YouTube überholt Netflix bei der täglichen Nutzungszeit – besonders auf dem Fernseher.
Jan Müller beschreibt in seiner Kolumne, wie die Hi-Fi-Kultur vergangener Jahrzehnte durch MP3, Streaming und Boomboxes verdrängt wurde und das gesellschaftliche Bedürfnis nach hochwertigem Klang verloren ging.
Gaumont-CEO Sidonie Dumas fordert bei Story Vision Europe in Köln, amerikanische Streamingdienste per Regulierung zu verpflichten, in europäische Produktionen zu investieren, und warnt klassische Medienhäuser vor zu engen Kooperationen mit Plattformen wie Netflix.
Microdramen – ultrakurze Seifenopern für das Smartphone – wachsen zum Milliardenmarkt: 2024 erzielte das aus China stammende Genre weltweit elf Milliarden Dollar Umsatz und erreichte allein in China knapp 700 Millionen Nutzer.
Streaming-Algorithmen und Produktionsnormen machen Musik kürzer, glatter und austauschbarer, wodurch emotionale Tiefe verloren geht. Viele Hörer wenden sich deshalb wieder klassischen Werken und kuratierten Angeboten zu.
Das Hochkantformat hat durch TikTok, Instagram und die Smartphone-Nutzung das klassische Breitbild als dominanten Standard abgelöst, während jüngere Generationen vertikale Inhalte als Normalität erleben und Breitbild seinen Status als einzig legitime Bildsprache verliert.