Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & Recht
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Eine Gastautorin kritisiert, dass die Evangelische Hochschule Nürnberg nach ihrer Stellungnahme zu Professor Ralf Frisch eine öffentliche Debatte über Wissenschaftsfreiheit ausgelöst hat, sich jedoch einer weiteren öffentlichen Auseinandersetzung über die Wirkung ihrer eigenen Worte verweigert.
Timo Conraths, derzeit Hauptgeschäftsführer des DJV, übernimmt zum 1. Oktober die Leitung der RBB-Intendanz und folgt damit auf die kommissarische Leiterin Verena Keysers.
Münchner Feuilleton-Herausgeberin Christiane Pfau fordert in einem Leserbrief die Verlängerung von Barbara Mundels Intendanz an den Münchner Kammerspielen und kritisiert den würdelosen Umgang der Stadtpolitik mit der erfolgreichen Theaterleiterin.
Bayern investiert eine Milliarde Euro in die Sanierung von mehr als 120 Hochschulgebäuden, davon 340 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen wie Dach-, Fassaden- und Fenstersanierungen an rund 30 bzw. 15 Standorten.
WDR-Intendantin Katrin Vernau schlägt Ingmar Cario als Nachfolger von Jörg Schönenborn für das Amt des Programmdirektors Information, Fiktion und Unterhaltung vor. Der Rundfunkrat entscheidet voraussichtlich am 16. September.
Die Nachfolgesuche für Kammerspiele-Intendantin Barbara Mundel, deren Vertrag ausläuft, kostet die Stadt München rund eine Million Euro und sorgt trotz monatelanger Bekanntheit der Entscheidung erneut für Diskussionen.
Die Allianz gegen Rechtsextremismus kritisiert, dass im Bundeshaushaltsentwurf 2027 keine Mittel für das im Koalitionsvertrag zugesagte NSU-Dokumentationszentrum in Nürnberg vorgesehen sind, und fordert ein Umdenken im weiteren Haushaltsverfahren.
Die AfD plant für eine mögliche Alleinregierung in Sachsen-Anhalt Maßnahmen wie die Kündigung des MDR-Rundfunkstaatsvertrags, Änderungen an Schullehrplänen und den Austausch von Verwaltungspersonal, stößt dabei jedoch auf rechtliche und finanzielle Hürden.
Seit Trumps Übernahme des Kennedy Center im Februar 2025 wurden erfahrene Mitarbeiter entlassen, Shows abgesagt und das Programm drastisch reduziert; das Center soll nach dem 4. Juli 2026 für zwei Jahre schließen.
Das Bistum Dresden-Meißen und die evangelische Landeskirche kritisieren Sachsens Pläne, die Landesämter für Denkmalpflege und Archäologie zusammenzulegen, da dies Fachwissen und das Vier-Augen-Prinzip beim Erhalt kirchlicher Denkmäler gefährde.
Der miserable Umgang der Münchner Politik mit der Kammerspiel-Intendantin Barbara Mundel passt in eine Zeit hohler Worte und Bekenntnisse. Wenn es ernst wird, sind Menschen und Institutionen nichts mehr wert in diesem Land.
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die frühere Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson aufgenommen. Der Vorwurf: Veruntreuung von Mitteln für die Antisemitismusprävention. Droht ihr sogar Haft?
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, fordert, ehrenamtliches Engagement durch politisch aufgeklärtes bürgerschaftliches Engagement zu ersetzen, da klassisches Ehrenamt allein den freiheitlichen Staat nicht stärke.
Nach massivem politischem Druck und dem Tod seiner Frau Gudrun entscheidet sich Wolfgang Wagner, die Leitung der Bayreuther Festspiele an seine Töchter Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier zu übergeben.
ORF-Stiftungsratschef Heinz Lederer steht wegen Interessenskonflikten, fragwürdigem Krisenmanagement rund um den Rücktritt von Generaldirektor Roland Weißmann und Drohungen gegen Journalisten massiv in der Kritik, lehnt seinen Rücktritt jedoch trotz parteiübergreifender Forderungen ab.
Die Münchner Kammerspiele suchen einen neuen Chef. Doch die Stadt drückt sich um klare Worte, Intendantin Barbara Mundel fühlt sich übergangen. Zum Ende einer nicht ganz glücklichen Beziehung.
Die Smithsonian Institution verwaltet das Museumserbe der USA, untersteht aber nicht dem Präsidenten. Das macht Donald Trump wütend. Mit der Ausstellung „American Aspirations“ verteidigen die Kuratoren ihre Unabhängigkeit.
„Am Sonntag würde Heino Felix wählen“: Mit diesem Spruch hatte ein AfD-Politiker aus Brandenburg für sich geworben. Dem Musiker passt das nicht – er will 30 000 Euro wegen „immateriellen Schadens“.
Ein US-Bundesgericht hat alle zwölf Klagepunkte einer selbstverlegten Dichterin aus Florida gegen Taylor Swift abgewiesen, die der Sängerin vorwarf, Texte und Ideen aus ihren Gedichten für Songs und Videos verwendet zu haben.
Ein maskierter Mann hat das Hauptquartier von Kanal 12 News in Tel Aviv mit einem Backstein angegriffen. Der Sender und israelische Journalistenverbände verurteilten die Attacke und warnten vor zunehmendem Hass gegen Medien, den sie der Regierungsrhetorik zuschreiben.
Eine von Trump eingesetzte Kommission verdammt das Konzept des National Museum of American History. Wird die Ausstellung jetzt per Dekret umgebaut?
Das Rap-Duo Bob Vylan kündigt eine Verleumdungsklage gegen die BBC an, nachdem der Sender ihren Glastonbury-Auftritt 2025 nicht auf Abruf bereitstellte und das Duo nach propalästinensischen Sprechchören mit nicht zutreffenden Etiketten versehen habe.
ZooKultur Hoyerswerda sucht ab 1. Januar 2027 eine unbefristete Vollzeit-Leitung für die Musikschule Hoyerswerda; Bewerbungen sind bis 31. August 2026 per E-Mail einzureichen.
Nils Weinberg analysiert in Politik & Kultur, wie frei öffentlich geförderte Kunst ist, und argumentiert, dass Kunstfreiheit und Antisemitismusbekämpfung keinen grundsätzlichen Widerspruch bilden, öffentliche Kulturinstitutionen ihre verfassungsrechtlich gesicherte Kunstfreiheit jedoch kaum eingefordert haben.