Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturwirtschaft & Geschäftsmodelle
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Das Rheingau Musik Festival zieht nach seiner 39. Auflage mit 152 Konzerten eine positive Bilanz: 91 Prozent Auslastung und rund 6.000 mehr verkaufte Karten als im Vorjahr. 2027 feiert das Festival sein 40-jähriges Jubiläum.
Die Mayrische Buchhandlung in Salzburg und Musik Müller in Wien schließen bis Ende September 2026, da sinkende Umsätze nach der Corona-Pandemie, steigende Betriebskosten und wachsender Onlinehandel eine wirtschaftliche Fortführung unmöglich machen.
Klassik-Institutionen wie die Bayerische Staatsoper und die Salzburger Festspiele feiern Auslastungsrekorde von bis zu 99 Prozent, doch der Kommentar hinterfragt, ob solche Zahlen durch Freikarten, weniger Aufführungen oder statistische Tricks entstehen und tatsächlich künstlerische Qualität belegen.
Bertelsmann schließt die Fusion seiner Musiktochter BMG mit dem US-Unternehmen Concord ab; das neue, unter dem Namen BMG firmierende Unternehmen mit Hauptsitz in Nashville erzielt 2026 einen Pro-forma-Jahresumsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar.
Das bundesweite Modell „Club-Euro" startet am 1. September 2026: Auf jeden Ticketkauf wird ein Euro erhoben, der kapazitätsabhängig an notleidende Clubs verteilt wird, damit größere Häuser kleinere solidarisch stützen.
Die Schweizer Highlight-Gruppe, Mutterkonzern von Constantin Film und Sport1, verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 18,6 Prozent auf 127,4 Millionen Franken und bleibt mit einem Konzernergebnis von -17,6 Millionen Franken verlustreich.
Die Bayreuther Festspiele im Jubiläumsjahr (150 Jahre) belebten zwar wie gewohnt Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel, der erhoffte Sondereffekt mit deutlich mehr Besuchern als in normalen Jahren blieb jedoch aus.
Das Hoftheater München in Sendling kämpft laut Intendant Stefan Zimmermann ums finanzielle Überleben: Fehlende Förderung und wirtschaftlicher Druck bedrohen den Fortbestand des Privattheaters.
Ab Oktober kostet der Besuch der Aussichtsplattform der Hamburger Elbphilharmonie fünf Euro. Die Stadt erwartet dadurch 25–30 Prozent weniger Besucher, erhofft sich aber rund 6,4 Millionen Euro zur Entlastung des Kulturetats.
Berlins Clubs kämpfen laut einer Studie der Clubkommission mit steigenden Personal- und Betriebskosten sowie sinkendem Getränkekonsum des Publikums: Nur noch 61 Prozent arbeiten kostendeckend, und 95 Prozent sehen ihre langfristige Existenz ohne strukturelle Verbesserungen gefährdet.
Eine Studie der Berliner Senatsverwaltung zeigt: Clubs verzeichnen volle Tanzflächen, aber leere Kassen, da das Publikum kürzer bleibt und weniger konsumiert. 95 Prozent der Befragten sehen langfristig viele Clubs ohne strukturelle Verbesserungen gefährdet.
Unternehmenssprecher Sebastian Feuß verlässt Bavaria Film im Oktober nach über elf Jahren, da seine Funktion im Zuge der geplanten Aufspaltung des Unternehmens in zwei autarke Einheiten entfällt.
Für den Unterricht und auch für Leihinstrumente an der Musikschule Weilheim müssen Eltern künftig mehr zahlen. Doch die Erhöhung sei „sehr moderat“, hieß es im Stadtrat.
Eine 80er-Kult-Band ist auf Jubiläumstour und muss alle Konzerte auf einem Kontinent absagen. Für viele Fans kommt diese Nachricht viel zu spät.
Künstlerinnen wie Gracie Abrams und Charli XCX veröffentlichen beliebte Songs als iTunes-Exklusiv-Bonus-Tracks statt auf Streaming-Plattformen, was Fans zur Kritik veranlasst, dass kommerzielle Interessen das Album als geschlossenes Kunstwerk untergraben.
Der Steidl Verlag hat das vorläufige Insolvenzverfahren verlassen, nachdem alle offenen Forderungen beglichen wurden. Die Günter und Ute Grass Stiftung beendete die Zusammenarbeit mit dem Verlag wegen wiederholter Zahlungsrückstände.
Der Göttinger Steidl Verlag hat das vorläufige Insolvenzverfahren verlassen, nachdem alle offenen Forderungen beglichen wurden. Ausgelöst hatte es unbezahlte Mahnbescheide zweier Krankenversicherungen; die Günter und Ute Grass Stiftung beendete die Zusammenarbeit wegen wiederholter Zahlungsrückstände.
Der weltweit einzigartige Büchermacher Gerhard Steidl hat ein erhebliches Liquiditätsproblem, Mitarbeiter haben über Monate keine Gehälter bekommen. Sind das die Auswirkungen einer Branchenkrise?
Der Steidl Verlag kämpft in einem vorläufigen Insolvenzverfahren um seine Zukunft, wobei Experten betonen, dass Kapital allein nicht reicht: Das stark auf Gründer Gerhard Steidl zugeschnittene Verlagsmodell erfordert strukturelle Reformen und eine geregelte Nachfolge.
Bots kaufen Konzerttickets in Sekunden auf und verkaufen sie auf Zweitmarktplattformen wie Viagogo zu massiven Aufschlägen weiter. Rund 200 Künstler, darunter Die Toten Hosen und Kraftklub, fordern von der Bundesregierung gesetzliche Regelungen gegen diesen nicht autorisierten Tickethandel.
Der BR verzeichnet 2025 ein Minus von 44,4 Millionen Euro, das vor allem durch die ausgebliebene Rundfunkbeitragserhöhung entstand, aber teilweise durch höhere Finanzanlageerträge und Sparmaßnahmen ausgeglichen wurde. Zudem wurde Kemal Görgülü zum neuen Produktions- und Technikdirektor berufen.
Helene Fischer verteidigt die Ticketpreise ihrer Konzerte mit gestiegenen Produktionskosten und dem Anspruch, unvergessliche Erlebnisse zu schaffen. Ihre 360-Grad-Stadion-Tour endete in München vor 71.000 Zuschauern, insgesamt kamen rund 750.000 Fans.
Helene Fischer verteidigt die hohen Ticketpreise ihrer Konzerte mit gestiegenen Produktionskosten und Hunderten von Mitarbeitenden pro Show. Ihre 15-stoppige Open-Air-Tour endete vor 71.000 Zuschauern in der Münchner Allianz Arena, insgesamt kamen knapp 750.000 Fans.
Weniger Shows, kleinere Budgets, härtere Konkurrenz: Schlager-Star Ella Endlich spricht offen über den knallharten Kampf ums TV-Rampenlicht.