Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Diversität & Repräsentation
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Charlotte Knobloch, mehrere Antisemitismusbeauftragte und jüdische Gemeinden fordern den Börsenverein des Deutschen Buchhandels auf, Maha El Hissy aus der Jury des Deutschen Buchpreises 2026 zu entfernen, da sie israelfeindliche Stereotype und antisemitische Inhalte verbreite.
Dramatiker Lars Werner analysiert den AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt als Ergebnis einer seit den Nullerjahren bewusst betriebenen rechten Graswurzelstrategie, bei der Neonazis Vereine und Kommunalstrukturen unterwanderten, und ruft kulturelle Akteure zur klaren antifaschistischen Haltung auf.
Christian Ulmen ist nach einem außergerichtlichen Vergleich nicht länger Gesellschafter der Produktionsfirma Pyjama Pictures; seine 22,5-Prozent-Anteile liegen nun bei Seven.One Studios. Die Ausstrahlung seiner Serie „The Au Pair" ist vorerst nicht geplant.
Das Landgericht Mannheim hat gegen Sänger Xavier Naidoo ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung und Beleidigung eröffnet. Von ursprünglich sechs Tatvorwürfen ließ das Gericht nur einen zu; gegen die Ablehnung der übrigen fünf legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein.
Beim „Glücksgefühle"-Festival auf dem Hockenheimring solidarisierten sich zahlreiche Künstler mit Alphaville, die zunächst wegen geplanter Kritik an rechtsradikalen Tendenzen ausgeladen worden war. Bands wie No Angels setzten mit Anti-AfD-Botschaften ein Zeichen für Meinungsfreiheit.
Alphaville-Sänger Marian Gold wirft dem Glücksgefühle-Festival vor, die Ausladung seiner Band mit vorgeschobenen Gründen begründet zu haben, und deutet an, dass Andreas Gabaliers politische Haltung den Festivalmachern näher stehe als seine eigene.
Erstmals findet auf dem Münchner Oktoberfest am 21. September ein eigenes Event für queere Frauen und FLINTA-Personen statt: Veranstalterin Sina Scherer lädt rund 700 Gäste unter dem Motto „Bier, Boobs, Brezn" ins Festzelt Bräurosl.
Der Bundesverband Schausteller und Marktkaufleute boykottiert den traditionellen Wiesn-Rundgang, um gegen städtische Aufforderungen zur Umgestaltung von Fahrgeschäft-Figuren wegen rassistischer und sexistischer Stereotype zu protestieren. Die Stadt München bedauert die Absage.
Die Europäische Rabbinerkonferenz veröffentlicht ein Manifest mit sieben Forderungen an Regierungen, darunter härteres Vorgehen gegen Hassrede im Internet, mehr Transparenz bei Religionsfinanzierung und konsequente Strafverfolgung antisemitischer Vorfälle.
Erzpriester Ivan Sokhan betreut ukrainische griechisch-katholische Flüchtlingsgemeinden in der Region zwischen Bayreuth und Coburg und ermöglicht ihnen so, ihre ostkirchliche Tradition im Exil weiterzuleben.
Erzpriester Ivan Sokhan betreut ukrainische griechisch-katholische Gemeinden zwischen Bayreuth und Coburg und ermöglicht Geflüchteten, ihre ostkirchliche Tradition im Exil aufrechtzuerhalten.
Tanja Keller, seit März Präsidentin der bayerischen Landessynode, will die evangelische Kirche durch Stellenabbau und Gebäudereduzierung modernisieren und setzt dabei auf mehr Frauen in Führungspositionen sowie klare Haltungen zu Demokratie und Klimaschutz.
Der wegen Kindesmissbrauchs bereits verurteilte Glam-Rock-Sänger Gary Glitter (Paul Gadd) plädiert in acht neuen Anklagepunkten wegen sexueller Übergriffe an einem Mädchen aus den Jahren 1978–1981 auf nicht schuldig. Der Prozess beginnt im November 2027.
Das ZDF bietet die „heute-show" ab sofort auch mit Audiodeskription an, sodass sehbeeinträchtigte und blinde Menschen der Sendung besser folgen können – verfügbar jeweils am Samstag nach der Ausstrahlung in der ZDF-Mediathek und auf YouTube.
Alphaville-Frontmann Marian Gold gibt bekannt, dass die Band vom Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring ausgeladen wurde, weil der Veranstalter keine politischen Äußerungen auf seiner Bühne dulde. Gold bezeichnet dies als „Maulkorberlass" und Angriff auf Meinungs- und Kunstfreiheit.
John Galliano sagt seine geplante Ausstellung im Metropolitan Museum of Art in New York ab, nachdem Museumsförderer mit dem Entzug von Geldern und Leihgaben gedroht hatten – Hintergrund sind frühere antisemitische Äußerungen des Designers.
Nachdem die städtische Gleichstellungs-Stelle das Traditionsgeschäft „Teufelsrad" auf dem Oktoberfest zur Neugestaltung weiblicher Figuren bewogen hat, distanzieren sich nun Wirtschaftsreferent Christian Scharpf und Zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs von der Maßnahme.
Jonathan Hirsch, Gründer des Berliner Mode-Start-ups Rubinstein Paris, empfiehlt zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana hochwertige Kippot aus Cord oder Samt in hellen Farben und sieht modisches Design als Ergänzung zur religiösen Symbolik.
Feine-Sahne-Fischfilet-Sänger Jan „Monchi" Gorkow kritisierte bei „Hart aber fair" Menschen, die nur klagen statt zu handeln, und bezeichnete sie als „nationale Jammerlappen". Die hohen AfD-Ergebnisse im Osten sieht er als Versagen der anderen Parteien.
John Galliano zieht sich nach Protesten aus einer geplanten Einzelausstellung im Metropolitan Museum of Art zurück und entschuldigt sich erneut für seinen antisemitischen und rassistischen Ausraster von 2011.
Der Theologe Ralf Frisch diagnostiziert der evangelischen Kirche in Deutschland eine intellektuelle Autoimmunerkrankung: Sie richte sich durch übertriebene Anpassung an gesellschaftliche Strömungen zunehmend gegen sich selbst, sehe aber noch Überlebenschancen.
Münchens städtische Gleichstellungsstelle verlangt, dass Pappmaché-Figuren beim Wiesn-Teufelsrad umgekleidet werden – die Betreiberin fügte ihnen Blusen und längere Hosen hinzu. FDP-Generalsekretär Martin Hagen kritisiert die Entscheidung als „woker Prüderie" und fordert die Auflösung solcher Behörden.
Die Stadt München diskutiert über die Neueinkleidung historischer Pappmaché-Figuren am Oktoberfest-Teufelsrad, die auf Empfehlung der städtischen Gleichstellungsstelle züchtiger gestaltet wurden. Wiesn-Chef Scharpf und Bürgermeisterin Fuchs bezweifeln die Notwendigkeit der Maßnahme.
Rabbiner und Publizist Andreas Nachama erhält den Moses-Mendelssohn-Preis des Landes Berlin für sein Engagement um Verständigung, Versöhnung und jüdisches Leben in Deutschland. Die Preisverleihung findet am 3. September statt; der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.