Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Region: Muenchen
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Die US-amerikanische Schlagzeugerin, Komponistin und Produzentin Terri Lyne Carrington wurde Ende Januar 2026 zur Bayerischen Spitzenprofessorin an der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) berufen. Die vierfache Grammy-Preisträgerin und NEA Jazz Master ist bislang vor allem als Lehrende am Berklee College of Music sowie als Gründerin des dortigen Institute of Jazz and Gender Justice bekannt und hat mit Größen wie Herbie Hancock, Wayne Shorter und Stan Getz zusammengearbeitet. Bayerischer Kunstminister Markus Blume bezeichnete sie als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des modernen Jazz. Die Professur wird über das Spitzenprofessurenprogramm der Hightech Agenda Bayern finanziert, das insgesamt rund 43 Millionen Euro für Spitzenprofessuren vorsieht. Carrington wird bis Ende 2028 an der HMTM lehren und dort sowohl in der Ensemblearbeit als auch in interdisziplinären Projekten tätig sein.
Die Münchener Biennale wurde mit der Uraufführung von „Codeborn" der Komponistin Zara Ali in der Muffathalle eröffnet. Das Stück verbindet wilden Electro-Pop mit klassischen Elementen und thematisiert Quantenmechanik sowie Künstliche Intelligenz in Form eines inszenierten „Experiments" an einem Paar. Die Sopranistin Lucy Altus und Bariton Julien Horbatuk verkörpern das Paar, während Countertenor Thomas Lichtenecker als „Doll" auftritt; Regie führten Florentine Klepper und Deva Schubert. Das postmoderne Zeichensystem aus Musik, Spiel und Bühne – ausgestattet von Wolfgang Menardi – bleibt bewusst ohne moralische Wertung und lässt das Publikum teils ratlos zurück. Ergänzt wurde der Eröffnungsabend durch die Videoinstallation „Arche", bei der die Bildebene die musikalische Begleitung von Eugene Birman überwog.
Warum die von der Bayerischen Staatsoper uraufgeführte Oper von Brett Dean missglückt ist und wie Claus Guth trotzdem für einen akzeptablen Theaterabend sorgt.
Unter anderem Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang: Die Neustarts im Cineplex Freyung in der dritten Maiwoche 2026... The post Woid-Kino im Mai (3): Soja statt Bier, Yoga statt Blasmusik first appeared on Onlinemagazin da Hogn.
Im Herkulessaal München wird bei Grigory Sokolov schnell klar, wer die Regeln kennt – und wer nicht. Denn nach dem offiziellen Programm beginnt erst der eigentliche Abend mit einer Reihe überraschender, nie angekündigter Zugaben.
Vier Monate vor dem Oktoberfest-Anstich am 19. September 2026 hat der Münchner Stadtrat mehrere Neuerungen für die Wiesn beschlossen. Als Reaktion auf gefährliche Überfüllungen im Vorjahr werden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, darunter ein neues Koordinierungszentrum und erweiterte Videoüberwachung; zudem soll Blasmusik in den Zelten künftig eine Stunde früher beginnen, um internationale Gäste stärker auf Wochentage zu verteilen. Sogenannte Champagner-Duschen – das Verspritzen von Schampus über andere Gäste – werden in den Zelten verboten, da sie als Lebensmittelverschwendung und charakterfremd für das Volksfest gelten. Für Aufsehen sorgt außerdem der Wirt Alexander Egger, der nach seiner erfolglosen Bewerbung um ein großes Festzelt eine EU-weite Ausschreibung der Zelt-Vergabe anstrebt; die Vergabekammer Südbayern prüft seinen Antrag, während etablierte Wirte das bewährte Vergabesystem verteidigen. Neuer Oberbürgermeister ist Dominik Krause (Grüne), der beim traditionellen Anstich erstmals das erste Fass Bier anzapfen wird.
Maximilian Brückner spielt in der Komödie „Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang" von Regisseur David Dietl den Hobbymusiker und Taxifahrer Wiggerl, der nach einem Autounfall als Geist auf die Erde zurückgeschickt wird. Im Film singt Brückner den Song „Da Kini", den Tobias Kuhn und Peter Brugger von den Sportfreunden Stiller eigens für die fiktive Band der Hauptfigur geschrieben haben. Der Film startet am 14. Mai 2025 in den deutschen Kinos und vereint ein prominentes Ensemble, darunter Hannah Herzsprung, Heiner Lauterbach, Michaela May sowie Ina Müller und Olli Schulz. Im Interview berichtete Brückner, dass die Rolle des für fast alle unsichtbaren Geistes eine unerwartete schauspielerische Herausforderung darstellte, da er kaum Mitspieler hatte, mit denen er interagieren konnte.
Der Münchner Stadtrat hat Champagner-Duschen auf dem Oktoberfest verboten. Das teilte eine Sprecherin des Wirtschaftsreferats mit. Die Praxis, bei der Gäste Champagner in Fontänen über andere schütten, war zuletzt durch Videos in sozialen Medien verstärkt in die Kritik geraten. Laut „Süddeutscher Zeitung" begründen Rathauskreise das Verbot mit Lebensmittelverschwendung und dem Schutz des Charakters des Volksfestes – man wolle nicht, dass die Wiesn „zum Ballermann" verkomme.
Die Rainbirds feiern ihr 40-jähriges Bandjubiläum mit der Tour „Through The Web Of Time" und spielen am 15. Mai in den Münchner Kammerspielen. Die Berliner Jangle-Pop-Band tritt in erweiterter Originalbesetzung auf, darunter Gründungsmitglieder Katharina Franck und Michael Beckmann sowie Gastmusiker Rodrigo González von Die Ärzte.
Sängerin Katharina Franck spricht im Interview über die Reunion der Rainbirds nach 36 Jahren, die sie nicht als klassisches Comeback versteht, sondern als würdiges Feiern einer gemeinsamen Geschichte. Die Band spielt am 15. Mai in den Münchner Kammerspielen. Triebkraft der Reunion ist laut Franck Schlagzeuger Beckmann; alle ursprünglichen Mitglieder – darunter Rodrigo Gonzales und Wolfgang Glum – seien wieder mit dabei. Die Songs des zweiten Albums behandeln Themen wie Queerness und Selbstermächtigung und seien musikalisch bis heute relevant. Konkrete Pläne über das Jubiläum hinaus gibt es nicht.
Der Pianist mit Werken von Beethoven und Schubert im Herkulessaal - und vielen Zugaben
Warum die von der Bayerischen Staatsoper uraufgeführte Oper von Brett Dean mißglückt ist und wie Claus Guth trotzdem für einen akzeptablen Theaterabend sorgt
Das Münchner Kunstfestival Various Others findet vom 14. bis 24. Mai an 39 Orten in München statt. Es vernetzt Galerien, Institutionen und Ausstellungsplattformen und lädt auch internationale Galerien wie Esther Schipper, Hauser & Wirth und Kamel Mennour ein. Erstmals vergibt das Festival in diesem Jahr einen Preis für die beste Kooperation zwischen Galerien und von Kunstschaffenden betriebenen Ausstellungsorten. Sechs sogenannte Artist-run Spaces nehmen teil, darunter Eyes Only, GiG Munich und Space N.N. Das Festival umfasst 60 öffentliche Veranstaltungen, von Walking Tours über Performances bis hin zu Konzerten.
Die Münchener Biennale für neues Musiktheater eröffnet mit einem Doppelabend, der Hans Werner Henzes Liedzyklus „Voices" (1973) als Ausgangspunkt nutzt und dessen gesellschaftskritische Themen als erschreckend aktuell präsentiert. Während der erste Teil mit Sänger:innen der Theaterakademie und dem Münchner Kammerorchester überzeugt, bleibt der zweite Teil um einen humanoiden Roboter konzeptuell plakativ. Zari Alis „Codeborn" über eine KI-Versuchsanordnung enttäuscht mit unklarer Dramaturgie und klanglichem Tumult. Den stärksten Eindruck hinterlässt „Endlich" von Asia Ahmetjanova und Franziska Angerer, das mit sieben älteren Laiendarsteller:innen, drei Nornen und einer klar strukturierten Musik das Älterwerden und Sterben würdevoll in Szene setzt.
Jelle Dentruck, Leadsänger der belgischen Indie-Band DIRK, tritt am 27. Mai unter seinem Solo-Projektnamen Dressed Like Boys in der Münchner Milla auf. Sein selbstbetiteltes Debütalbum thematisiert persönliche Erfahrungen als homosexueller Mann sowie Verlust und Depression, geprägt von Klavier und melancholischen Melodien. Der Projektname entstammt dem Song „Stonewall Riots Forever", der queere Geschichte und die Lebensrealität früherer LGBTQ+-Generationen beleuchtet.
Die Münchener Musiktheater-Biennale, die erstmals von Karin Beck und Manuela Kerer geleitet wird, eröffnete mit zwei Uraufführungen. Zara Alis „Codeborn" im Muffatwerk, inszeniert von Florentine Klepper und Deva Schubert mit dem Ensemble Phace, behandelt ein quantenphysikalisches Experiment als Ausgangspunkt, bleibt laut Kritiker jedoch in konventionellen Theaterbildern stecken und musikalisch zwischen Neuer Musik und Pop. Gelungener wirkte der zweite Abend, „V01CES//B0D1EZ" im Akademietheater des Prinzregententheaters: Komponist Piyawat Louilarpprasert und Regisseurin Amy Stebbins aktualisierten Hans Werner Henzes Liederzyklus „Voices" mit Themen wie Überwachung, Robotisierung und Wegwerfkonsum, gespielt vom Münchener Kammerorchester mit internationalen Gesangsstudierenden. Im Unterschied zur ersten Produktion punktet das Henze-Update durch spielerischen Humor und gesellschaftliche Kritik ohne Prätention. Die Biennale läuft bis zum 20. Mai.
Im Münchner Lustspielhaus präsentiert ein Kabarett-Kollektiv rund um Jochen Malmsheimer, Sven Kemmler, Nessi Tausendschön, Moses Wolff und weitere Künstler vom 12. bis 15. Mai 2026 das Stück „Die Odyssee – Durst ist schlimmer als Heimweh". Das Ensemble, das zuvor bereits Stoffe wie König Artus, die Musketiere und den Wilden Westen bearbeitet hat, wendet sich diesmal dem antiken Epos Homers zu. Die Produktion entsteht nach einem kollektiven Prinzip: Jeder Beteiligte bringt eigene Nummern mit, Sven Kemmler führt Regie, und das endgültige Programm wird erst am Vorabend der Premiere zusammengestellt. Im Interview mit der AZ spricht Malmsheimer über seine Rolle als blinder Seher Teiresias, die offene Besetzung der übrigen Figuren sowie die zufällige zeitliche Koinzidenz mit Christopher Nolans kommendem Hollywood-Blockbuster über denselben Stoff mit Matt Damon in der Hauptrolle.
Adele Kohout leitet erstmals als Festivaldirektorin das 41. DOK.fest München (6.–16. Mai), das mit 106 Filmen aus 49 Ländern einen Einreichungsrekord von 1440 Filmen verzeichnet. Das Programm ist in 15 thematische Reihen gegliedert, darunter „HerStory", „EcoCinema" und „Politics". Neu eingeführte FokusTalks bringen nach Signature-Film-Vorführungen Filmschaffende und Fachexpertinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft ins Gespräch. Den Eröffnungsabend gestaltet die Weltpremiere von „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal Ich war" mit Sandra Hüller im Deutschen Theater.
Bayerische Staatsoper: Der Komponist über die Uraufführung seiner Oper über Maria Stuart und Elisabeth I., deren Text seine Frau geschrieben hat und bei der seine Tochter mitsingt.
IN München stellt Veranstaltungstipps zum Vatertag am 14. Mai 2026 in München und Umgebung vor. Dazu zählen ein Spanferkelessen im Ayinger in der Au, ein Weißwurstfrühstück im Bamberger Haus, das Pfälzer Weinfest in der Blutenburg sowie der Vespa Corso durch Schwabing. Im Umland bieten das Airbräu am Flughafen München einen Frühschoppen mit Livemusik und Hadorf bei Starnberg ein Oldtimertreffen an.
Helge Schneider gastierte mit seinem neuen Programm „Ellebogen vom Tich!" im Münchner Circus Krone. Der Entertainer und Multiinstrumentalist präsentierte dabei eine Mischung aus Jazz, Dada-Elementen, absurdem Humor und tatsächlichen Zaubertricks, unter anderem mit einer DDR-Handpuppe. Begleitet wurde er von den Musikern Peter Thoms (Schlagzeug), Leo Richartz (Kontrabass) und Sandro Giampietro (Gitarre). Zu den Höhepunkten des Abends zählte eine wortlose Imitation von Udo Lindenberg in verschiedenen Alltagssituationen. Der Abend wurde von Autorin Anne Fritsch für die Süddeutsche Zeitung rezensiert und am 8. Mai 2026 veröffentlicht.
Simon Rattle und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der Isarphilharmonie. Die AZ-Kritik.
Der M94.5-Wochennewsletter fasst die Themen der Woche vom 3. bis 10. Mai zusammen. Berichtet wird unter anderem über das Tame-Impala-Konzert in der Münchner Olympiahalle sowie Roundnet im Englischen Garten und Integration durch Sport. Als Album der Woche stellt die Redaktion die neue EP „Berserker+" des Mannheimer Rappers OG Keemo vor. Für das Wochenende empfiehlt M94.5 unter anderem die Lange Nacht der Musik mit über 400 Konzerten zum 25-jährigen Jubiläum sowie Comedy-Abende und einen Aperitivo-Abend mit Live-Musik.
Die AOK Bayern verlost ein Entspannungsset sowie zweimal zwei Tickets für das Linkin-Park-Konzert am 12. Juni 2026 in der Allianz Arena München.