Pressespiegel 18.05.2026
Zivilgesellschaft
Der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg zog etwa 74.000 Besucher an und bot über 1.000 Veranstaltungen. Polizei und Organisatoren bilanzieren ein friedliches, erfolgreich durchgeführtes Großevent.
Das Polizeipräsidium Unterfranken zieht nach dem 104. Deutschen Katholikentag (13.–17. Mai) in Würzburg eine positive Bilanz: Größere Zwischenfälle blieben aus, Versammlungen verliefen friedlich, und die Sicherheitsmaßnahmen griffen erfolgreich.
Rund 74.000 Menschen besuchten den Deutschen Katholikentag in Würzburg, viele Veranstaltungen mussten wegen Überfüllung schließen. Der nächste Katholikentag findet in zwei Jahren in Paderborn statt.
Musik – Formate & Ensembles
Von Konzertauftritten etablierter und neuer Künstler bis zu Comeback-Performances und Festivalsituationen: Diese Artikel dokumentieren aktuelle Entwicklungen in Live-Musik und Bühnenpräsenz. Ein breites Spektrum musikalischer Formate zeigt, wie Künstler ihre Arbeit in unterschiedlichsten Kontexten realisieren – ob auf großer Bühne oder im intimen Rahmen.
Sarah Engels belegte beim ESC 2025 in Wien mit „Fire" den drittletzten Platz und erhielt nur zwölf Punkte, keinen einzigen vom Publikum. Der Artikel analysiert, warum ein fehlerloser, aber zu beliebiger Auftritt beim ESC nicht ausreicht und der SWR künftig mutigere Ansätze braucht.
Dennis Locorriere, Gründungsmitglied und Leadsänger der Country-Rock-Band Dr. Hook and the Medicine Show, ist im Alter von 76 Jahren nach einer langen Nierenerkrankung gestorben.
Harry Styles eröffnet seine Together, Together Tour mit einer zweistündigen Show vor 56.000 Fans in der Johan Cruijff Arena Amsterdam und präsentiert dabei Songs seines neuen Albums „Kiss All The Time. Disco, Occasionally" neben bekannten Hits.
Benjamin von Stuckrad-Barre und Jan Delay feiern Udo Lindenberg mit einer Nostalgie-Show in der Münchner Isarphilharmonie.
Pianist Daniil Trifonov tritt gemeinsam mit Geiger Nikolaj Szeps-Znaider im Herkulessaal auf und spielt Kammermusikwerke von Beethoven, Schumann und Webern.
Paul McCartney trat beim Saisonfinale von „Saturday Night Live" auf und performte die neue Single „Days We Left Behind", den Wings-Klassiker „Band on the Run" sowie eine unangekündigte Zugabe mit „Coming Up".
Sarah Engels landete beim ESC 2026 in Wien mit „Fire" auf Platz 23 von 25 und erhielt insgesamt nur zwölf Jury-Punkte, während das Televoting ihr keinen einzigen Punkt brachte. Den Sieg holte Bulgarien mit DARA und „Bangaranga".
Sarah Engels erzielte beim ESC 2026 in Wien mit „Fire" nur zwölf Jury-Punkte und null Publikumspunkte, landete auf Platz 23 von 25. Bulgarien gewann den Wettbewerb erstmals mit DARA und „Bangaranga".
Bastian Benoa, bekannt aus The Voice of Germany, bevorzugt kleine Bühnen und direkten Publikumskontakt gegenüber großen TV-Formaten und verbindet in seiner Musik ehrliche Alltagserfahrungen mit seinem Glauben.
Institutionen
Richard Wagners Konzertflügel ist nach aufwändiger Restaurierung in Belgien nach Bayreuth zurückgekehrt. Das 150 Jahre alte Instrument soll nun in der Villa Wahnfried wieder erklingen.
Richard Wagners 150 Jahre alter Steinway-Konzertflügel ist nach einer 41.000 Euro teuren Restaurierung in Belgien in die Villa Wahnfried zurückgekehrt und soll ab Sommer 2026 wieder in Konzerten erklingen.
Richard Wagners 150 Jahre alter Steinway-Konzertflügel ist nach monatelanger Restaurierung in Belgien in die Villa Wahnfried in Bayreuth zurückgekehrt und soll dort ab Sommer 2025 wieder in seinem Originalklang von 1876 erklingen.
Richard Wagners 150 Jahre alter Steinway-Konzertflügel ist nach monatelanger Restaurierung in Belgien in die Villa Wahnfried in Bayreuth zurückgekehrt und soll dort im Sommer 2026 wieder konzertant erklingen.
Theater – Formen & Rollen
Theater verhandelt die aktuelle Wirklichkeit und macht gesellschaftliche Fragen verhandelbar: vom Fußball als Thema und emotionaler Anker bis zur grundsätzlichen Frage nach dem Wert des Theaters selbst. Zum Abschied für eine Theaterpersönlichkeit.
Zur Fußball-Europameisterschaft brachten Peter Jordan und Leonard Koppelmann mit rund 40 Laiendarstellern das Fan-Spektakel „Glaube Liebe Fußball" vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus zur Premiere, das den Platz zugleich als Fan-Zone für das Public Viewing vorbereitet.
Sven Schlötcke, Co-Leiter des Mülheimer Theaters an der Ruhr, beschreibt anhand seiner Biografie in der DDR, warum Theater als gesellschaftliches Labor der Verständigung und Überwindung von Identitäten unverzichtbar bleibt.
Der Schauspieler Günther Maria Halmer, bekannt als „Tscharlie" aus Helmut Dietls „Münchner Geschichten", ist am 10. Mai im Alter von 83 Jahren gestorben. Das Residenztheater München gab seinen Tod nach kurzer schwerer Krankheit bekannt.
Oper & Musiktheater – Formen
Drei Produktionen zeigen neue Wege der lyrischen Bühne: vom Musical über zeitgenössische Opernkomposition bis zum Historienmusical. Sie verbinden dabei erzählerische Kraft mit innovativem dramaturgischen Denken.
Die Staatsoperette Dresden zeigt mit „Simsalabim – das magische Leben des Dr. Schreiber" die Uraufführung eines Musicals über Helmut Schreiber alias Kalanag, der als Hitlers Lieblingszauberer galt und seine NS-Vergangenheit in der Nachkriegszeit verschwinden ließ.
Die Komische Oper Berlin zeigt mit Olga Neuwirths „Orlando" die deutsche Erstaufführung der queeren Oper als spektakuläres Sci-Fi-Opernhybrid, mit Ema Nikolovska und Alma Sadé in den Hauptrollen unter der musikalischen Leitung von Johannes Kalitzke.
Das Musical „Rudolf – Der letzte Kuss" von Frank Wildhorn feiert im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen Premiere, inszeniert von Alex Balga als opulente Tragödie über Kronprinz Rudolf zwischen Liebesgeschichte und politischem Reformwillen im Habsburgerreich.
Tanz – Stile & Formen
Körperlichkeit in ihrer ganzen Radikalität steht im Fokus dieser Tanzschau: von der Konfrontation mit Boxästhetik über die Entgrenzung durch Glibber bis zu Gesten des Widerstands und zur Erfahrung von Kraft im älter werdenden Körper.
Zufit Simons Tanzproduktion „The Fight Club" feiert München-Premiere und untersucht die Ästhetik des Boxkampfes durch rhythmischen Stimmeinsatz und choreografierte Bewegungsabläufe im Boxring.
Doris Uhlichs Performance „Glitsch" an den Münchner Kammerspielen hinterfragt normierte Körperbilder in einer buchstäblichen Rutschpartie durch zuvor angerührten Glibber.
Beim Festival „Un|Controlled Gestures" in seiner vierten Ausgabe am HAU Berlin präsentieren sieben Choreografinnen und Choreografen aus dem Nahen Osten Arbeiten, die das Zittern als gemeinsames Bewegungsvokabular erkunden.
Die neue Stuttgarter Company WINNDance präsentiert international hochklassiges Ballett mit Tänzerinnen und Tänzern jenseits der 40.
Veranstaltungen
Großveranstaltungen, Festivals und Open Airs locken Kulturbegeisterte aus der Region und darüber hinaus an. Ob Rock und Pop, Jazz oder internationale Live-Events – die Sommersaison hält vielfältige Angebote bereit.
In Oberfranken starten zahlreiche Rock- und Pop-Festivals sowie Open Airs in die Saison 2026, darunter ein Auftritt von Deep Purple am 27. Juni auf dem Schlossplatz in Coburg.
Das Dresdner Dixieland Festival zählte rund 300.000 Besucher und zieht trotz erstmals abgesagter Abschlussparade eine positive Bilanz. 2026 soll die Parade beim 55. Festival zurückkehren.
Tausende Israelis verfolgten das Eurovision-Finale beim Public Viewing in Tel Aviv und feierten Noam Bettans zweiten Platz mit „Michelle" enthusiastisch. Im Publikumsvoting erhielt Israel trotz Boykottaufrufen 220 Punkte, Bulgarien gewann mit „Bangaranga".
Film – Formate & Formen
Zwischen erwartungsvoller Fortsetzung und innovativen Erzählformen: Diese Woche zeigen wir aktuelle Debatten über Kinofilm und seine Gestaltungsmöglichkeiten. Ein kritischer Blick auf Franchise-Sequels trifft auf internationale Festivalberichte.
Die Fortsetzung The Devil Wears Prada 2 überzeugt mit den bekannten Figuren und Starbesetzung, scheitert aber an einer schwachen Storyline und einem oberflächlichen Schluss, der die hohen Erwartungen der Fans nicht erfüllt.
Beim Filmfestival in Cannes überzeugt Asghar Farhadis französischer Wettbewerbsbeitrag „Histoires parallèles" mit Isabelle Huppert als tragikomisches Kammerspiel voller Wendungen, während das Festival parallel als Drehkulisse für die vierte Staffel von „White Lotus" dient.
Teilhabe & Repräsentation
Geschlechterparität ist im Kulturbetrieb längst zum Diskussionsthema geworden. Während Maßnahmen wie Frauenquoten in Theaterfestivals inzwischen etabliert sind, zeigen sich in alltäglichen Settings wie öffentlichen Veranstaltungen und Toilettensituationen noch immer Ungleichgewichte.
Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern mehr Geschlechtergerechtigkeit bei der Toilettenversorgung auf Großveranstaltungen; Vertreter aus Coburg und Kronach unterstützen das Anliegen angesichts langer Warteschlangen vor Damentoiletten bei Events wie Freischießen oder Samba.
Die aktuelle Jury des Berliner Theatertreffens hat beschlossen, die seit 2019 geltende Frauenquote ab 2027 nicht fortzuführen und stattdessen breitere Strukturbeobachtungen des Theaterbetriebs zu präsentieren.
Medienwandel
Der Eurovision Song Contest dominierte die Samstagabend-Quoten, doch gelang es einzelnen Sendern, der Mega-Konkurrenz standzuhalten. Klassische Formate wie die Krimireihe "Ein starkes Team" und das Timing des deutschen ESC-Auftritts spielten dabei eine entscheidende Rolle.
Beim ESC-Abend erzielte nur das ZDF mit der Krimireihe "Ein starkes Team" starke Quoten: 5,85 Millionen Zuschauer und 25 Prozent Marktanteil. Die Privatsender blieben chancenlos.
Der ESC-Reichweiten-Peak im Ersten war diesmal ungewöhnlich früh erreicht, weil Sarah Engels bereits als zweite Starterin auftrat – danach sank die Zuschauerzahl zunächst, bevor ein ZDF-Krimende um 21:45 Uhr für einen Einschaltimpuls sorgte.
Sonstiges
Die Universität der Künste Berlin sucht eine künstlerische Lehrkraft für das Fach Klavier in der Fakultät Musik, unbefristet in Vollzeit, mit Stellenantritt zum 1. Oktober 2026.
Die Münchner Biennale für Neues Musiktheater steht unter Sparzwang und muss ihren künstlerischen Anspruch behaupten, was Fragen zur Zukunft des Festivals aufwirft.
Das deutsche ESC-Publikum vergab zwölf Punkte an Israel, doch die ARD-Aftershow thematisierte diesen Moment kaum. Der Autor sieht darin ein Symptom einer strukturellen Israel-Allergie im öffentlich-rechtlichen Journalismus.
Der israelischstämmige Berliner Eyal Edelmann bietet individuelle Stadtführungen per Van an, die Architektur, jüdische Geschichte und NS-Gedenkstätten verbinden, und unterstützt nebenbei Israelis bei deutschen Behördengängen.
Hamza Abu Howidys Debüt „Muscheln am Strand von Gaza" schildert sein Aufwachsen im Gazastreifen unter Hamas-Herrschaft, seine Verhaftung als Protestierender und seine Flucht nach Europa – ein persönlicher, differenzierter Bericht zum Nahostkonflikt.
Der Club Med wurde 1950 von den jüdischen Widerstandskämpfern Gérard Blitz und Gilbert Trigano gegründet und entwickelte sich vom improvisierten Zeltlager auf Mallorca zum globalen Tourismuskonzern, der Erholung als allgemeines Recht propagierte.
Will Ferrell und Paul McCartney spielten in einem „Saturday Night Live"-Sketch ein Duo betrügerischer Mechaniker, die Autobesitzer mit erfundenem Fachjargon und absurden Reparaturkosten hereinlegen.
Thomas Packert betreibt in Neustadt eine Familienwerkstatt, in der er alte Puppen und Teddys restauriert und damit traditionelles Handwerk bewahrt.
Die Plassenburg in Kulmbach gilt als eines der bedeutendsten Wahrzeichen Oberfrankens, einer Region mit besonders hoher Dichte an Burgen und Schlössern. Der mächtige Sandsteinbau vereint laut Artikel zahlreiche Superlative.
NDR Kultur – Das Journal berichtet regelmäßig über aktuelle Themen aus Kultur, Literatur, Film und Musik mit Beiträgen zu norddeutschen und internationalen Ereignissen, darunter Porträts, Buchvorstellungen und Dokumentarfilme.
SWR Kultur ist ein neues Kulturmagazin für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, das Einblicke in Theater, Festivals, Ateliers und Szenen aus Musik, Mode, Tanz, Fotografie, Literatur und Design bietet.
„rbbKultur – Das Magazin" ist ein wöchentliches Kulturmagazin des rbb, das samstags um 18 Uhr im rbb Fernsehen und in der ARD Mediathek ausgestrahlt wird und Kunst, Kultur und gesellschaftliche Themen beleuchtet.
Das ARD-Kulturmagazin „ttt – titel, thesen, temperamente" berichtet wöchentlich über aktuelle Ausstellungen, Musik, Kulturtrends und gesellschaftliche Themen; moderiert wird es von Siham El-Maimouni.
Die SWR-Dokumentation „Crunch" beleuchtet die Schattenseiten der Gaming-Industrie: Entwicklerinnen und Entwickler berichten von extremen Arbeitsbedingungen, Burnout und Sexismus, die hinter erfolgreichen Spielen wie Cyberpunk oder GTA stehen.
Die PR-Agentur von ESC-Moderatorin Victoria Swarovski überhäufte die Presse mit Lobeshymnen auf ihre Leistung in Wien, während BBC-Kommentator Graham Norton die Moderation öffentlich verspottete und ihr gemeinsam mit Co-Moderator Michael Ostrowski fehlende Chemie attestierte.
Marina Abramović zeigt im Berliner Gropius Bau ihre Ausstellung „Balkan Erotic Epic", die Trauer und Erotik anhand balkanischer Folklore mit explizit körperlichen Motiven verbindet.
Mehrere langjährige Intendanten haben 2024 ihre Ämter an Häusern in Berlin, Dresden, Hamburg, Köln, Oldenburg, Wiesbaden, Wien und Zürich beendet; ein Überblick zieht Bilanz über ihre Amtszeiten.
Die drei großen Schauspielhäuser in Nordrhein-Westfalen erhalten neue Intendanten: Andreas Karlaganis übernimmt 2026 das Düsseldorfer Schauspielhaus, Nicolas Stemann 2027 das Schauspielhaus Bochum, und Kay Voges beginnt 2025 am Schauspiel Köln.
16 Stuttgarter Theater haben sich vor sechs Jahren in der Solidargemeinschaft Stuttgarter Theater (SST) zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen und kulturpolitisch zu agieren – ein Netzwerk, das sich besonders in der Coronapandemie bewährt hat.