Pressespiegel 19.05.2026
Kulturpolitik
Wie Regierungen Kultur kontrollieren wollen: Von der Instrumentalisierung von Kunstförderung bis zu Versuchen, öffentliche Medien zu zerschlagen. Die beiden Artikel zeigen aktuelle Konflikte um die politische Gestaltung des Kulturbetriebs.
Julia Draganović, Leiterin der Villa Massimo in Rom, beschreibt, wie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Kulturpolitik gezielt als politisches Instrument einsetzt.
Verfassungsrechtler Christoph Degenhart erklärt, dass eine Kündigung der Rundfunkstaatsverträge durch eine mögliche AfD-Mehrheit in Sachsen-Anhalt zwar rechtlich möglich, aber juristisch und finanziell äußerst kompliziert wäre und das Land zum Aufbau einer eigenen Rundfunkanstalt verpflichten könnte.
Erinnerungskultur
Wie Gesellschaften mit ihrer Geschichte umgehen: Die Artikel zeigen Versuche der Aufarbeitung und Erinnerung — von Ausstellungen und Gedenkfeiern bis zu künstlerischen Interventionen und den Grenzen öffentlicher Debatten.
Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz zeigt bis 9. August die Ausstellung „Jetzt erst recht!" über die Wiedergründung der jüdischen Gemeinde Chemnitz, die 18 Überlebende am 7. September 1945 ins Leben riefen.
Die Suche nach dem 2022 gestohlenen Manchinger Keltengold blieb auch nach einer erneuten Durchsuchung eines Täteranwesens nahe Schwerin erfolglos. Das Bayerische Landeskriminalamt setzt nun eine Belohnung von 20.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus.
Die Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg weiht in der Neuen Synagoge eine Torarolle ein, die von einem Sofer in Israel angefertigt wurde und für die Gemeindemitglieder über 30 Jahre lang gespendet haben.
Der Mailänder Künstler Alexsandro Palombo platzierte während israelfeindlicher Demonstrationen in Italien ein Wandbild, das Adolf Hitler mit Kufiya und „Hate"-Armbinde zeigt, als Warnung vor zunehmender Normalisierung antisemitischer Sprache im öffentlichen Diskurs.
Das Theater Magdeburg plant für Mai 2026 ein Stück über den Weihnachtsmarktanschlag von 2024, das Regisseur Sebastian Nübling und Autor Kevin Rittberger erarbeiten. Dagegen formiert sich Protest, den rechte Akteure rund um den TikToker Denny Zenker organisieren.
Burkhard Farrenkopf, Diakon und Diözesansprecher im Erzbistum Bamberg, schildert das Berufsbild des ständigen Diakons zwischen Liturgie und beziehungsnaher Seelsorge und übt seinen Dienst als Seelsorger im Jugendbildungshaus Burg Feuerstein aus.
Musik – Formate & Ensembles
Klassische Orgelkonzerte, Pop-Alben und Rockauftritte, dazu Schlaglichter auf internationale Musikwettbewerbe und historische Künstlerportraits: Ein bunter Querschnitt durch unterschiedliche Genres und Auftrittsorte.
Gregor Hägeles Album „Testphase Liebe" versammelt Pop-Songs über Beziehungen, Zweifel und Hoffnung; im Mai geht der Sänger damit auf Deutschland-Tour.
Eric Clapton tritt in der Münchner Olympiahalle auf und ignoriert dabei sein Publikum nahezu vollständig – 9000 Besucher feiern ihn dennoch enthusiastisch.
Beim ESC in Wien registrierte die österreichische Polizei rund 500 Cyberangriffe auf das Event, darunter Attacken auf Website und Zugangssysteme, die jedoch abgewehrt wurden. Bayerische Spezialkräfte unterstützten die rund 3.500 österreichischen Beamten im Einsatz.
Die ARD-Dokumentation „Grönemeyer – Alles bleibt anders" porträtiert Herbert Grönemeyer anlässlich seines 70. Geburtstags und beleuchtet seinen Werdegang vom Ruhrgebiet bis zur Gegenwart, mit Aussagen von Weggefährten wie Toni Kroos und Anke Engelke.
Eine knapp zehn Jahre alte Orgel der Bamberger Orgelbauwerkstätte Eichfelder wurde aus der feuchten Krypta von Kloster Banz in die St.-Veit-Kapelle am Ansberg umgesetzt, wo sie künftig häufiger gespielt werden soll.
Der Sendesaal Bremen veröffentlicht sein Programm für die Saison 2026/2027 mit 57 Konzertabenden und meldet einen Besucheranstieg von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Mehrere Länder, darunter Spanien, Irland und Island, boykottierten den ESC 2026 wegen der israelischen Teilnahme. Als Alternativen existieren der wiederbelebte Intervision Song Contest mit 23 Ländern sowie der neu gegründete Eurovision Song Contest Asia.
Am 12. Juni 2026 spielen Last Exit Brooklyn und Anni and the Shakers live in der Bombig Bar & Garage in Augsburg; die britisch-punk geprägte Band Last Exit Brooklyn verbindet Rock'n'Roll und Punk in breitem Repertoire.
Die Hamburger Konzertreihe „Auf der Zinne^ - Neuer Klang!" ehrt Komponistin Ruth Zechlin zu ihrem 100. Geburtstag mit einem Konzert am 31. Mai in der Lutherkirche Hamburg-Bahrenfeld, das ihr politisch engagiertes Schaffen in den Mittelpunkt stellt.
Adam Yauch würdigt Public Enemy als politisch bedeutendste HipHop-Gruppe, die den Stil durch harte Beats und gesellschaftskritische Botschaften revolutioniert hat, und nennt Chuck D den wichtigsten MC der Szene.
Veranstaltungen
Festivals locken mit neuem Programm und großem Andrang, Theater und Performance laden zu unerwarteten Formaten ein. Ein Überblick über kommende Veranstaltungen in Musik, Tanz und digitalen Experimenten.
Richard Wagners 150 Jahre alter Steinway-Konzertflügel ist nach aufwendiger Restaurierung in Belgien in die Villa Wahnfried zurückgekehrt und soll ab diesem Sommer dort wieder in Konzerten erklingen.
Das ZDF produziert die vierteilige Social-Factual-Reihe „Comedy im Spektrum", in der sechs Menschen im Autismus-Spektrum mit Unterstützung von Comedy-Profis eine Bühnennummer erarbeiten und beim Finale vor Publikum auftreten.
Eine zweiteilige ARD-Dokumentation zeichnet den Aufstieg des Splash!-Festivals vom Chemnitzer Untergrund der 1990er zum größten Hip-Hop-Festival Europas nach und beleuchtet dabei Krisen, Meilensteine und den Einfluss auf die deutsche Hip-Hop-Kultur.
Jérôme Bels Tanzstück „Gala" bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen vereint Amateure und Profis, Menschen verschiedener Körper und Herkünfte auf der Bühne und hinterfragt dabei humorvoll und inklusiv gängige Vorstellungen von Tanz und Spektakel.
Die Wiener Festwochen präsentieren unter dem Motto „Freie Republik" bis 21. Juni ein Programm aus Theater, Musik und Performance zu aktuellen Themen und neuen Perspektiven.
Zum Pfingstferienbeginn rechnen Behörden am Flughafen Memmingen mit starkem Verkehr, da gleichzeitig das Ikarus Festival mit rund 120.000 Besuchern am Allgäu Airport stattfindet. Reisende sollen mehr Zeit einplanen und der Beschilderung folgen.
Rolling Stone und Lidl verlosen je 3×2 Tickets für die ausverkauften Festivals Rock am Ring und Rock im Park; Einsendeschluss ist der 24. Mai 2026.
Das ANALOGUE Photo.Festival findet vom 3. bis 14. Juni 2026 in Bruneck, Südtirol, statt und etabliert eine Biennale für Analogfotografie mit Ausstellungen, Workshops und 15 internationalen Künstlern zum 200. Jubiläum der Fotografie.
Film – Formate & Formen
Festivalfilme und Filmkarrieren, Dokumentationen und Serien prägen diese Woche die Filmlandschaft. Von Cannes über Musikdokumentationen bis zur Serie – die neuesten Entwicklungen aus Kino und Fernsehen.
John Travolta hat in Cannes sein Regie-Debüt präsentiert und dort die Ehrenpalme für sein Lebenswerk erhalten.
Apple Martin, Tochter von Gwyneth Paltrow und Chris Martin, gibt ihr Spielfilm-Debüt in Nancy Meyers' neuer Komödie bei Warner Bros., an der Seite von Penélope Cruz, Jude Law und Owen Wilson. Der Kinostart ist für Dezember 2027 geplant.
Die ARD-Dokumentation «Mit dem Herz in der Hand» feiert beim Dok.Fest München Weltpremiere und zeichnet die 30-jährige Bandgeschichte der Sportfreunde Stiller nach; ab 28. Mai ist sie in der Mediathek verfügbar.
Jerry Lewis, Schauspieler, Regisseur und Slapstick-Ikone, wäre vor 100 Jahren geboren worden. Weltberühmt wurde er als chaotischer Komödienpartner von Dean Martin und in Rollen wie dem „Verrückten Professor".
Die Seriencamp Conference (9.–11. Juni, Köln) präsentiert ihr vollständiges Programm, darunter die Erstverleihung des European Series Development Award von Europarat und EBU mit bis zu 50.000 Euro sowie Sessions zu Serien, Games-Adaptionen und Microdrama.
Ryusuke Hamaguchis „All of a Sudden" begeistert beim 79. Filmfestival Cannes mit einem humanistischen Drama über Altenpflege und Freundschaft. Daneben laufen Volker Schlöndorffs „Heimsuchung" und Paweł Pawlikowskis „Fatherland" als dunklere Beiträge zur deutschen Geschichte.
Franz Furtner bespricht David Lowerys „Mother Mary" mit Anne Hathaway und Michaela Coel: Der Film beginnt als atmosphärisches Kammerspiel, kippt in der zweiten Hälfte jedoch in Teenhorror-Klischees und scheitert an seinem überhöhten Kunstanspruch.
Steven Soderbergh erklärt in einem Interview, wie er John Lennons letztes Radiointerview von 1980 in einen Dokumentarfilm überführte und dabei KI-generiertes Bildmaterial einsetzte, um abstrakte Gedankengänge Lennons und Yoko Onos visuell zu begleiten.
László Nemes zeigt in Cannes seinen Film „Moulin", in dem Lars Eidinger den Gestapo-Chef Klaus Barbie verkörpert, der den französischen Widerstandskämpfer Jean Moulin (Gilles Lellouche) verhört.
Der SWR dreht ab sofort eine zweite Staffel von „Feuer & Flamme" in Heidelberg, bei der die Berufsfeuerwehr über 100 Tage begleitet wird. Die zehn neuen Folgen erscheinen erst im zweiten Halbjahr 2027 in der ARD-Mediathek.
Rundfunk
Debatten über den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, organisatorische Reformen und kulturelle Formate im Programm: aktuelle Entwicklungen bei ARD, Deutschlandfunk und regionalen Sendern.
Brandenburg plant einen per Zufallsverfahren zusammengesetzten Bürgerrat zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der Empfehlungen zu Transparenz, Effizienz und regionaler Verankerung erarbeiten und dem Landtag vorlegen soll.
Der Deutschlandfunk-Podcast „Tatort Kunst" untersucht investigativ Kriminalfälle im Kunstmarkt, darunter Fälschungen, Diebstähle und Betrug, und beleuchtet damit Vorgänge, über die die Branche öffentlich schweigt.
Der frühere RBB-Chefredakteur David Biesinger übernimmt die Leitung des neu aufzubauenden ARD-weiten „Business Continuity Managements", das die Handlungsfähigkeit des Senders in Krisenfällen sicherstellen soll.
Die Sportfreunde Stiller feiern ihr 30-jähriges Bandjubiläum mit der ARD-Dokumentation „Mit dem Herz in der Hand", dem neuen Album „Happy Birthday" sowie einer ausgedehnten Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Journalismus
Von Generationenkonflikten in der Popmusik bis zu Preisen für kritischen Journalismus – diese Artikel beleuchten aktuelle Debatten und Entwicklungen in Medien, Musik und Kulturjournalismus. Dabei zeigt sich, wie sehr öffentliche Diskurse von politischen Narrativen, zeitlicher Distanz und neuen Plattformen geprägt werden.
Der MDR-Podcast „Kulturschock – von Feuilleton bis For You Page" bringt Hendrik Bolz wöchentlich mit jungen Kulturschaffenden zusammen, die über ein sie bewegendes Kulturgut sprechen – von TikTok-Trends bis Musical.
Die Redaktion der »Jüdischen Allgemeinen« erhält in Berlin den Tacheles-Preis der »WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen« für ihre Arbeit als jüdische Stimme in Deutschland.
Deutschlands Null-Punkte-Ergebnis beim ESC-Televoting liegt laut Analyse an geografischen, kulturellen und politischen Abstimmungsblöcken, die das Publikumsvoting seit Jahrzehnten prägen und Länder ohne starke Diaspora oder regionale Verbündete strukturell benachteiligen.
Thomas Heyn analysiert den ESC 2026 und kritisiert die musikalische Eintönigkeit der Beiträge: Nahezu alle Songs teilen dieselben Rhythmen, Tempi und Strukturen, während Deutschland mit einem austauschbaren Beitrag erneut schwach abschnitt.
Die Brüder Liam und Noel Gallagher dementierten nach der Auflösung von Oasis 2009 über Jahre hinweg jede Möglichkeit einer Reunion – mit gegenseitigen Beleidigungen und widersprüchlichen Aussagen – bis 2024 eine gemeinsame Tour angekündigt wurde.
Bei den Brit Awards 1996 beleidigte Noel Gallagher INXS-Sänger Michael Hutchence öffentlich als „Has-been", was diesen tief traf. In einem Rolling-Stone-Interview 1997 bezeichnete Hutchence die Gallagher-Brüder als „Marionetten ihres Managements".
Die Five Monkeys Group benennt ihr Fotomagazin FOTO HITS in FOTOnow! um und startet ab Mai 2026 mit neuem Design und erweitertem Fokus auf Fotokultur, Analogfotografie und Bildpräsentation neben etablierten Produkttests.
Theater – Formen & Rollen
Die Theaterlandschaft zeigt sich vielfältig in ihren neuen Formen und Rollen: von der ortsspezifischen Utopie bis zur Versammlungskunst als Labor, von schöpferischer Fiktion bis zum Eklat an der Grenze zwischen Spiel und Realität.
Regisseur Jan-Christoph Gockel entwickelte mit Theaterschaffenden erstmals vor Ort in der Antarktis das Stück „Polaris", das Isolation, Zusammenhalt und menschliches Verhalten in Extremsituationen thematisiert und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen Premiere feiert.
Theater kann laut diesem Essay über bloße Repräsentation hinaus als „Dritter Ort" wirken, indem es Begegnung, Resonanz und demokratisches Probehandeln ermöglicht und so gesellschaftlicher Einsamkeit entgegenwirkt.
Bei der Premiere von „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten" am Schauspielhaus Bochum stürmten Zuschauer die Bühne und erzwangen den Abbruch der Vorstellung wegen eines rechtspopulistischen Schlussmonologs – der Vorfall löst eine Debatte über Grenzen von Provokation und Zuschauerverhalten im Theater aus.
Zivilgesellschaft
Künstlerische und religiöse Stimmen zu gesellschaftspolitischen Konflikten: Von iranischen Kulturschaffenden über einen Justizsieg gegen staatliche Willkür bis zur interreligiösen Verständigung auf dem Katholikentag.
Iranische Kulturschaffende reagieren auf die israelisch-amerikanischen Angriffe auf das Regime in Teheran weitgehend mit öffentlichem Schweigen, das laut dem Bericht möglicherweise auf einen kollektiven Schock zurückzuführen ist.
Ein spanisches Obergericht hat entschieden, dass Shakiras Strafzahlungen unrechtmäßig waren – die Steuerbehörde muss über 55 Millionen Euro zurückzahlen. Shakira betont, es habe nie Betrug gegeben.
Beim Katholikentag 2026 in Würzburg stand der christlich-jüdische Dialog im Mittelpunkt, wobei prominente jüdische Teilnehmende Solidarität gegen Judenhass einforderten. Der Deutsche Kulturrat war durch Geschäftsführer Olaf Zimmermann an den Diskussionen beteiligt.
Oper & Musiktheater – Formen
Zwei aktuelle Opernproduktionen erkunden unterschiedliche Wege der musikalisch-szenischen Gestaltung: Während die Münchener Biennale mit Yuri Umemotos minimalistische Komposition setzt, greift die Frankfurter Inszenierung auf García Lorcas literarisches Drama zurück.
Yuri Umemotos Musiktheaterwerk „crypt_" feiert bei der Münchener Biennale unter Regisseur Ivar Furre Aam Uraufführung und zeigt einen Künstler im Identitäts- und Karrierekonflikt. Die konsequente musikalische Kargheit des Werks verstört zunächst, überzeugt aber das Publikum.
Wolfgang Fortners Oper „Bluthochzeit" nach Federico García Lorca feiert an der Oper Frankfurt eine vielbeklatschte Premiere mit Claudia Mahnke in der Hauptrolle, unter der musikalischen Leitung von Duncan Ward.
Sonstiges
Die Ausstellung "Alltagsarchäologie" in Nersingen/Neu-Ulm zeigt Werke von Peter Liptau, der gewöhnliche Alltagsgegenstände wie Backpulvertütchen oder Bärchenwurst künstlerisch neu interpretiert – noch bis 19. Juli 2026.
Der polnische Countertenor Jakub Józef Orlinski begeisterte beim Liederabend im Münchner Prinzregententheater mit barocken Opernarien und polnischen Kunstliedern.
Volker Schlöndorff präsentiert mit 87 Jahren seinen neuen Film „Heimsuchung" – eine Verfilmung von Jenny Erpenbecks Roman – beim Filmfestival in Cannes, wo John Travolta überraschend eine Ehrenpalme erhält.
Beim ESC in Wien wehrte die österreichische Polizei rund 500 Cyberangriffe auf Website- und Zutrittssysteme ab. Die Veranstaltungswoche verlief ohne schwere Zwischenfälle; 16 Personen wurden festgenommen, darunter propalästinensische Aktivisten.
Stefan Seidel entwirft in „Durch die Angst gehen. Das Alphabet der Hoffnung" Hoffnung als innere Praxis, die Angst nicht umgeht, sondern durchquert, und stellt Veränderung ohne innere Umkehr grundsätzlich in Frage.
Der Maler, Zeichner und Autor Pavel Feinstein ist in Berlin an einer schweren Krankheit gestorben. Der 1960 in Moskau geborene Künstler war bekannt für seine zwischen jüdischer Tradition, biblischen Motiven und grotesker Ironie oszillierenden Werke.
Tocotronic-Bassist Jan Müller schildert in einer Kolumne seine Erfahrungen mit Catering auf Tour: von Rosenkohl-Lasagne in Münster über katastrophales Essen in den USA bis zum Spitzenambiente in der Schweiz.
Das Debütalbum ENTER THE WU-TANG (36 CHAMBERS) des Wu-Tang Clans von 1993 gilt als eines der einflussreichsten Rap-Alben der 90er und setzte mit rauem Sound und vielschichtigen Rapstyles einen Gegenpol zu kommerziellen Produktionen seiner Zeit.
Das Sepp Eisele Trio spielt am 27. Juni 2026 im Brunnenhof im Zeughaus Augsburg und verbindet Jazz, Latin und Folk mit improvisationsreichen Eigenkompositionen.
Am 26. Juni 2026 tritt eine Augsburger Bigband mit 19 Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Jan Kiesewetter und Nico Weber im Brunnenhof im Zeughaus Augsburg auf.
Bei der Langen Kunstnacht #übersinnlich am 20. Juni 2026 im Brunnenhof im Zeughaus Augsburg präsentieren drei Ensembles brasilianische Candomblé-Musik, Samba und Choro sowie Polka-Balkan-Groove in je zwei Kurzkonzerten.
Steffi E. aus Neusäß tritt am 19. Juni 2026 bei den Brunnenhofkonzerten im Augsburger Zeughaus auf und verbindet modernen Folk mit persönlichen Texten und akustischen Arrangements unter dem Motto „Folk meets Heart".
Niklas Domani (23) aus Elmberg ist seit Mai 2024 stellvertretender Theaterleiter im Cineplex Freyung. Der langjährige Kinomitarbeiter und leidenschaftliche Filmplakatsammler folgt damit einem seit 2019 gewachsenen beruflichen Weg.
Der Kammerchor der Augsburger Domsingknaben tourt ab 21. Mai durch Guatemala und gibt am 1. Juni ein Konzert im Palacio Nacional de la Cultura in Guatemala-Stadt – anlässlich des 200. Jubiläums der deutschen Einwanderung nach Guatemala.
Der Leutkircher Gemeinderat berät erneut über den geplanten Wasserlauf bei der Altstadtsanierung. Nachdem im März aus Kostengründen nur der Standort am Gänsbühl beschlossen wurde, prüft er nun eine Alternative an der südlichen Marktplatzseite, die Verwaltung und Planungsbüro jedoch ablehnen.
Die Musikpädagogin Saskia Altenschmidt arbeitet seit Oktober in einer Projektstelle des Erzbistums Bamberg, wo sie Kinderchöre aufbaut, Popmusik in die Gemeinde bringt und ein Ostermusical entwickelt.
Das Krippenbauteam der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Oberasbach hat eine Krippe mit den 14 Nothelfern der Basilika Vierzehnheiligen aufgebaut, die bis 18. Mai in der Johanneskirche zu besichtigen ist.
Die Museen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz bieten von Mai bis September 2026 unter dem Motto „Containern und…" sechs kostenlose Kreativ-Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene am Zechen- und Badehaus Brieske an.
Zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz erinnert der Artikel an den großen deutschen Erzähler, dessen bildstarke Werke einer ganzen Generation bei der Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit halfen und die Heimatregion Masuren lebendig hielten.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sieht sich nach weniger als einem Jahr im Amt mit Rücktrittsforderungen konfrontiert, ausgelöst durch Kontroversen rund um Berlinale, Buchhandlungspreis und Deutsche Nationalbibliothek.
Die Schauspielerin Luna Jordan ist im Alter von 25 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben. Sie war unter anderem im „Polizeiruf" zu sehen und hatte 2022 den österreichischen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle gewonnen.
Das französische Kulturministerium hat die Architekturbüros für die Neugestaltung des Louvre bekanntgegeben: STUDIOS Architecture Paris und das Büro der deutschen Architektin Annabelle Selldorf setzen das über 1,1 Milliarden Euro teure Projekt um, das u. a. einen neuen Saal für die „Mona Lisa" vorsieht.
Die neu zusammengesetzte Jury des Theatertreffens verzichtet für die Ausgaben 2027 und 2028 auf eine Frauenquote, will aber strukturelle Ungleichheiten differenziert berücksichtigen und Erkenntnisse öffentlich teilen.
Der 11. Hamburger Architektur Sommer läuft bis 31. Juli 2026 mit rund 300 Veranstaltungen, Touren und Ausstellungen zu Architektur-Visionen, Stadtentwicklung und Klimafragen – gestaltet von der Initiative Hamburger Architektur Sommer e.V. und der Hamburgischen Architektenkammer.
Der Podcast Urban Tunes von Claudia Kamieth stellt wöchentlich neue Alben, Songs und News aus den Genres Rap, Grime und RnB aus den USA und UK vor und präsentiert Interviews mit aktuellen Artists.