Pressespiegel 25.05.2026
Film – Formate & Formen
Filmische Reflexionen über Vergebung und zweite Chancen prägen den aktuellen Diskurs: Während Maximilian Brückner mit «Ein Münchner im Himmel» Fragen nach Versöhnung und Leben nach dem Tod stellt, werden auf internationalen Bühnen wie Cannes wegweisende Werke geehrt – darunter Arbeiten mit deutscher Handschrift.
Behandelt in 2 Quellen
Maximilian Brückner äußert sich zu seinem Film «Ein Münchner im Himmel», in dem Vergebung und zweite Chancen zentrale Themen sind, und spricht über seinen persönlichen Glauben an ein Leben nach dem Tod.
- Maximilian Brückner über zweite Chancen und Leben im Himmelansehen ↗Antenne Bayern25.05.2026
Maximilian Brückner spricht anlässlich seines Kinofilms „Ein Münchner im Himmel" über zweite Chancen, Vergebung und Leben nach dem Tod; Filmtochter Momo Beier reflektiert, warum Verzeihen manchmal auch egoistische Gründe haben kann.
- Maximilian Brückner über Tod, Verzeihen und zweite Chancen in «Ein Münchner im Himmel»ansehen ↗DieBayern.de25.05.2026
Maximilian Brückner spricht anlässlich seines Kinofilms «Ein Münchner im Himmel» über Vergebung und zweite Chancen, in dem er einen Taxifahrer spielt, der nach dem Tod seine entfremdete Tochter um Verzeihung bittet.
Cristian Mungiu gewinnt mit seinem Film „Fjord" zum zweiten Mal die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes – der Sieg des rumänischen Regisseurs gilt als überraschend.
Bei den 79. Filmfestspielen von Cannes gewinnt Regisseurin Valeska Grisebach den „Preis der Jury" für „Das geträumte Abenteuer"; Paweł Pawlikowski erhält den Regie-Preis für „Vaterland" mit Sandra Hüller als Erika Mann.
Veranstaltungen
Geschichtliche Schauplätze und kulinarische Performances bringen Vergangenheit und Gegenwart in neue Perspektiven. Ob historische Ausstellungen, lebendige Festspiele oder Performance-Kunst – die Veranstaltungen dieser Woche verbinden Erlebnis mit kultureller Entdeckung.
Die Kunstsammlungen der Veste Coburg zeigen bis 20. September die Ausstellung „Ein Herzog. Zwei Residenzen." zum 200. Jubiläum des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha, die Herzog Ernst I. als Regenten, Bauherrn und Kunstmäzen porträtiert.
Das Mittelalter-Festival Crana Historica verwandelt die Festung Rosenberg in Kronach an einem Wochenende in eine lebendige Zeitreise zwischen Mittelalter und Renaissance, mit Handwerk, Musik und Darstellern aus ganz Deutschland.
Florentina Holzingers neunstündiges „Pfingstspiel" bei den Wiener Festwochen verband eine Outdoor-Performance in Wien mit einer Hommage an Hermann Nitsch auf dessen Schloss Prinzendorf, wo christliche Symbolik, Körperkunst und Aktionismus mit Drohnen, Fallschirmspringern und einem Panzer inszeniert wurden.
Das EAT Tel Aviv Food Festival feierte seine zehnte Ausgabe im Charles-Clore-Park und präsentierte Israels vielfältige Küche, die jüdische, arabische und internationale Einflüsse zu einer lebendigen, ständig weiterentwickelten Esskultur verbindet.
Oper & Musiktheater – Formen
Vom komischen Chaos bei Rossini bis zum Drama bei Verdi: Zwei Inszenierungen zeigen unterschiedliche Facetten des Operngenres, die zwischen Slapstick-Humor und emotionaler Tiefe oszillieren.
Barrie Kosky inszeniert Rossinis komische Oper „Il viaggio a Reims" bei den Salzburger Pfingstfestspielen als slapstickreiches Stück und nutzt die Produktion zugleich als Geburtstagsfeier für Cecilia Bartoli.
Isabel Ostermann und Rubén Dubrovsky bringen Verdis „La traviata" am Gärtnerplatztheater neu heraus, mit Jennifer O'Loughlin in der Hauptrolle der Violetta Valéry.
Musik – Formate & Ensembles
Von Bruce Springsteen über Jerry Lee Lewis bis zu Charli XCX: Diese Artikel würdigen prägende Musiker und Formate – von Essays über Legenden bis zu aktuellen Veröffentlichungen und musikalischen Traditionen.
Jackson Browne würdigt Bruce Springsteen als Verkörperung des Rock'n'Roll, der musikalische Wurzeln von Blues bis Country vereint und durch seine Songs die Werte und Sorgen der amerikanischen Arbeiterklasse authentisch widerspiegelt.
Rolling Stone präsentiert eine kuratierte Liste der 50 besten Geburtstagslieder, geordnet nach Kategorien wie Klassiker, Pop, Paare, Kinder und alternative Songs – von Stevie Wonder über The Beatles bis Björk.
Moby würdigt Jerry Lee Lewis in einem Essay als Pionier des Rock'n'Roll, der mit seinem anarchisch-perkussiven Klavierspiel und ungezügelter Energie Generationen von Musikern beeinflusste, jedoch durch persönliche Skandale nie den ihm zustehenden Ruhm erlangte.
Charli XCX veröffentlicht den Pop-Punk-Track „Playboy Bunny" als B-Side zur Single „SS26" – erhältlich ausschließlich auf Instagram und als limitierte 7"-Vinyl, nie auf Streaming-Plattformen.
Erinnerungskultur
Denkmäler, Überlebende und historische Quellen – drei unterschiedliche Zugänge zur Erinnerung an Verfolgung, Vertreibung und Zerstörung. Von einem beschädigten Gebäude in Tel Aviv bis zu den Zeitzeugnissen einer französischen Verhaftungswelle erzählen diese Beiträge von Kontinuität und Widerstand im Umgang mit der Geschichte.
Frankfurt unterstützt den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Liebling Hauses in Tel Aviv mit rund 395.000 Euro, nachdem das Bauhaus-Gebäude im Juni 2025 durch eine iranische Rakete schwer beschädigt wurde.
Der 1935 in München geborene jüdische Zeitzeuge Peter Eisner schildert seine Flucht aus NS-Deutschland nach Bolivien, seine Rückkehr nach Deutschland und sein heutiges Engagement gegen Antisemitismus als Autor und Schoa-Zeitzeuge an Schulen.
Die Französische Botschaft in Berlin zeigt erstmals 98 Fotos des Fotografen Harry Croner, die 1941 die erste große Massenverhaftung von Juden in Paris dokumentieren und 2020 auf einem Trödelmarkt wiederentdeckt wurden.
Zivilgesellschaft
Gemeinden, Bewegungen und Traditionen verhandeln ihre Glaubenspraxis immer wieder neu. Drei Reportagen zeigen, wie zeitgenössische und historische Formen religiöser Gemeinschaft entstehen und sich gestalten.
Der Coburger Convent sang beim Pfingstkongress bis 1990 alle Strophen des Deutschlandliedes; ein Konflikt in jenem Jahr veränderte den Kongress und dessen Umgang mit der ersten Strophe der Nationalhymne.
Das Overflow Movement, eine aus dem Frankenwald stammende evangelische Jugendbewegung, erreicht mit niederschwelliger Gemeinschaft und modernen Formaten auch junge Menschen aus schwierigen Verhältnissen und wächst weit über die Region Naila hinaus.
Eine chassidische Tradition empfiehlt das Lesen der Korbanot haNesi'im aus dem Wochenabschnitt Nasso als spirituelle Praxis zur Partnerfindung. Kabbalistisch begründet zieht der Lesende dabei symbolisch die göttliche Präsenz (Schechina) an, worauf G'tt nach dem Prinzip „Maß für Maß" antwortet.
Sonstiges
Michael Nice, angeblicher Ex-Bodyguard von 2Pac, behauptet, seinen eigenen Tod im Dezember 2018 vorgetäuscht zu haben, um zu beweisen, dass er dem Rapper ebenfalls einen fingierten Tod ermöglicht und ihn nach Kuba geschmuggelt habe.
Architekt Stephan Braunfels schlägt vor, den geplanten Münchner Konzertsaal statt im Werksviertel auf der brachliegenden Wittelsbacherwiese hinter dem Marstall zu errichten, da der Freistaat das Gelände bereits besitzt und die Lage zentral ist.
Die Arbeitsgruppe „Diversität interkulturell" des evangelischen Dekanats München will bis 2027 Wege entwickeln, wie sich Gemeinden für ihre rund 40.000 Mitglieder mit Migrationsgeschichte strukturell öffnen können – etwa durch mehrsprachige Gottesdienste und diverser formulierte Stellenausschreibungen.
Die Kronacher Synagoge wird vom 23. bis 25. Mai erneut zur „Haltestelle Kunst": Bei der 43. „ARTkronach" präsentieren regionale Künstlerinnen und Künstler Werke in Malerei, Grafik, Fotografie und weiteren Techniken.
Die ARD produziert derzeit mehrere Musikdokus über deutsche Stars wie die Toten Hosen, Udo Lindenberg und Herbert Grönemeyer, die zwar sehenswert sind, aber journalistische Einordnung und kritische Außenperspektiven vermissen lassen.
Die Bachelor-Abschlussarbeiten an der Palucca Hochschule Dresden zeigen einen Zeitgeist des Innehaltens und der langsamen Bewegung; stärkstes Solo liefert Mariia Kravets, während Tastatoshi Ohno als jüngerer Jahrgang mit außergewöhnlicher Sprungkraft begeistert.
Am Staatstheater Meiningen inszeniert Simon Werdelis Michel Marc Bouchards „Tom auf dem Lande" über queere Identitäten unter sozialem Druck – psychologisch dicht, aber mit Leerstellen, die das Publikum bei zentralen Widersprüchen alleinlassen.