Pressespiegel 05.07.2026
Film & Fotografie
Das Filmfest München zeigt bewegende Geschichten und außergewöhnliche Perspektiven – vom Preis für mutige Debatten bis zu kommenden Kinostarts im Sommer. Ein Überblick über die Festtage mit neuen Kinoempfehlungen.
„Akte X"-Star David Duchovny erhält beim Filmfest München den CineMerit Award und hält in seiner Dankesrede eine Gegenrede zu Donald Trumps Gewinner-Mythos, indem er gemeinsames Verlieren als verbindendes Menschheitserlebnis bezeichnet.
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Alexandre Koberidzes minimalistischer Film „Dry Leaf" folgt einem Lehrer und dem Freund seiner Tochter auf einem Roadtrip durch das ländliche Georgien, gedreht mit einer veralteten Digitalkamera, die bewusst verschwommene Bilder erzeugt.
Markus Gollers Spielfilm „23 000 Leben" über die Seenotrettungsorganisation „Jugend Rettet" ist trotz starker Besetzung mit Corinna Harfouch, Ulrich Matthes und Franka Potente ein gefühliges Agitprop-Stück, das eine gesellschaftspolitisch bedeutsame Geschichte auf persönliche Bewährungsproben reduziert.
Musik
Konzertnews und Musikereignisse: Von anstehenden Tourneen über Festivalhighlights bis zu spontanen Bühnendramen prägen die aktuelle Musik-Berichterstattung.
Das Gärtnerplatztheater München zeigt Gottfried von Einems Vertonung von Dürrenmatts „Besuch der alten Dame" in einer Inszenierung von Nikolaus Habjan und Ricarda Regina Ludigkeit, die das Thema käuflicher Weltordnung durch Finanzkraft als erschreckend zeitgemäß erlebbar macht.
Harry Styles hat am 16. Mai mit seiner Together Together Tour in Amsterdam begonnen und dabei zwölf Konzerte in der Johan Cruijff Arena gespielt. Die Tour setzt mit größerer Bühnenproduktion und schlicherem Stil neue Akzente, sorgte aber auch für Kritik wegen hoher VIP-Preise und Sichtproblemen.
The Cure beendeten ihr Konzert in Gdynia, Polen, wegen einer überfluteten Bühne vorzeitig nach 26 Songs, wobei Robert Smith die Situation mit einem scherzhaften Kommentar über drohende Stromschläge kommentierte.
Theater & Darstellende Kunst
Klassische Stoffe treffen auf zeitgenössische Inszenierungen: von antiken Mythen über literarische Adaptationen bis zu politischen Warnspielen. Diese Woche im Theater zeigen sich die Möglichkeiten des Genres von der Freilicht-Uraufführung bis zur Kammerspiel-Satire.
Das Metropoltheater München zeigt die politische Satire „Putsch – Anleitung zur Zerstörung einer Demokratie" von Alistair Beaton und Dietmar Jacobs in der Regie von Jochen Schölch als beklemmend aktuelle Warnung vor dem Zerfall demokratischer Strukturen durch Rechtspopulismus und Medienmanipulation.
Er war die inspirierende Stimme, die ein magisches Produktionsklima erzeugen konnte: Zum Tod des großen Dramaturgen Dieter Sturm.
Philipp Preuss hat Thomas Köcks Überschreibung der Orestie von Aischylos als „Circus Oresteia" am Theater an der Ruhr uraufgeführt, die den antiken Rachezyklus als Kontinuität fossiler Ausbeutung und Klimazerstörung deutet.
Amanda Lasker-Berlins Überschreibung von Aristophanes' „Lysistrata" feiert Uraufführung bei den 75. Bad Hersfelder Festspielen unter der Regie von Marlene Anna Schäfer und entfaltet ihre Stärke vor allem in den stillen, ernsthaften Momenten über Krieg und Frieden.
Sonstiges
Torsten Welling, neuer Koordinator der Rundfunkkommission der Länder, fordert von den Öffentlich-Rechtlichen Strukturreformen statt Programmstreichungen und will klassische Medien weniger stark regulieren als bisher.
Die evangelische Kirche in Bayern lädt unter dem Motto „Erfrischende Kirche" mit Aktionstagen, Ausstellungen und Quellwasser-Angeboten Urlauber und Einheimische ein, Kirchenräume als Orte der Ruhe und Besinnung zu nutzen.
Anastacia begeistert beim Tollwood-Festival im Münchner Olympiapark mit einem Konzert voller Hits aus den frühen 2000er Jahren, darunter eine neue Version eines deutschen Songkrachers.
Claudia Eckardt aus Mitwitz, bekannt als „Eggi", ist Heilpraktikerin, Sängerin und ehemalige Extremschwimmerin – ihre Hausfassade ziert nun ein buntes Kunstwerk mit Wasserschloss und Neptun.
Das Jugendkulturzentrum Cosmos und das Landestheater Coburg haben gemeinsam das Kulturfestival Composit 2.0 ins Leben gerufen, um verschiedene Teile der Stadtgesellschaft miteinander zu verbinden.
Die Bücherschau vom 4. Juli 2026 bündelt Rezensionen aus mehreren Medien, darunter hymnische FAZ-Kritiken zu Angelika Meiers „Feierabend eines Fauns" und August Kotzschs fotografischem Werk sowie Besprechungen zu Navid Kermani, Szczepan Twardoch und Sigrid Damm.
Beim „Till Fest" vor dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig sorgt Rammstein-Sänger Till Lindemann für virale Aufmerksamkeit, als er beim Publikumsgang einen heranstürmenden Fan wegschubst und ihn danach in der Menge sucht.