Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Diversität & Repräsentation
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Beim Münchner Christopher Street Day ziehen unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke" über 200 Gruppen durch die Innenstadt; die Veranstalter erwarten mehr als 300.000 Besucher, trotz starker Hitze.
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Die Geschichte jüdischer Einwanderung in die USA wird meist als Erfolgsgeschichte erzählt. Doch am 250. Geburtstag sind Amerikas Juden besorgt um ihre Zukunft.
Parallel zum AfD-Parteitag am 4. und 5. Juli 2026 in Erfurt treten Roland Kaiser und Clueso auf dem Domplatz vor je 15.000 Zuschauern auf; zudem werden rund 50.000 Gegendemonstranten erwartet.
Nach einem internationalen Auswahlverfahren wird Yaron Nisenholz ab Herbst neuer Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und übernimmt damit auch das Amt des Rabbiners im Wiener Stadttempel von seinem Vorgänger Jaron Engelmayer.
Die 17. Jüdische Woche Leipzig zog trotz Rekordhitze rund 10.000 Besucherinnen und Besucher an. Bei fast 140 Veranstaltungen präsentierten mehr als 70 Institutionen jüdisches Leben mit Schwerpunkt auf Erinnerungskultur.
Guy Katz, der einzige jüdische Antisemitismusbeauftragte an einer bayerischen Hochschule, schildert, wie Bayern nach dem 7. Oktober 2023 als erstes Bundesland solche Beauftragten einführte, viele jedoch ohne jede persönliche Berührung mit jüdischem Leben agieren.
Der Verein „I Like Israel" veranstaltete zum 20. Mal den Israeltag auf dem Münchner Odeonsplatz mit bis zu 2000 Besuchern, Musik und Reden u.a. von IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch, die Israels Bedeutung für das jüdische Volk und den Kampf gegen Antisemitismus betonte.
Rund 230.000 Menschen haben beim Christopher Street Day in München gefeiert, darunter 30.000 Teilnehmende im Umzug mit mehr als 200 Gruppen. Trotz Hitze blieb die Veranstaltung unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke" störungsfrei.
Beim CSD München 2026 beteiligen sich Kirchen mit ökumenischen Gottesdiensten in der Kreuzkirche und der Frauenkirche, einem evangelischen Infostand auf der PrideMeile sowie der Teilnahme der Evangelischen Jugend München an der PolitParade.
Armin Levy, in Teheran geborener Jude mit iranischen Wurzeln, dessen Eltern vom Mullah-Regime hingerichtet wurden, engagiert sich heute in Hamburg für jüdisch-persischen Dialog und lehnt jedes Abkommen mit dem iranischen Regime ab.
Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann stellen am 6. August 2026 im Moritzsaal Augsburg ihr Buch zum Projekt „Trialog" vor, bei dem eine Deutsch-Palästinenserin und ein deutsch-israelischer Jude seit 2023 den Dialog über den Nahostkonflikt fördern.
Heino lehnte ein Angebot der FPÖ über bis zu 100.000 Euro für einen Auftritt beim Partei-Jubiläum in Wien ab, weil er sich grundsätzlich nicht politisch vereinnahmen lässt. Roberto Blanco trat stattdessen auf.
Mirna Funk sollte im Comedia Theater Köln über Macht und Schönheit diskutieren, die Veranstaltung wurde jedoch kurzfristig abgesagt.
Tom Kaulitz von Tokio Hotel äußert sich besorgt über AfD-Umfragewerte von rund 40 Prozent in seiner Heimat Sachsen-Anhalt und berichtet von eigenen Erfahrungen mit Rechtsextremismus. Zudem bestätigt er die einmalige Moderation von „Wetten, dass..?" am 5. Dezember mit Bruder Bill.
Der sächsische Beauftragte für jüdisches Leben, Thomas Feist, stellt in seinem Bericht stabile Gemeindestrukturen, aber demografischen Rückgang sowie Antisemitismus als Hauptprobleme fest – 2025 wurden in Sachsen über 200 antisemitische Straftaten erfasst.
Beim 5. Kosher Street Food Festival der Jüdischen Gemeinde Berlin feierten Besucher internationale koschere Küche – doch der Artikel beleuchtet auch, dass jüdische und israelische Gastronomen wegen Drohungen Läden schließen oder umstrukturieren mussten.
Das Museum Fünf Kontinente zeigt bis November 2026 die Ausstellung „Krishna. Religion, Kunst und Popkultur" mit über 100 Objekten, die den hinduistischen Multifunktionsgott von der Mythologie bis zu seinem Einfluss auf westliche Popkultur beleuchten.
Die AfD inszeniert sich zur Fußball-WM 2026 als Unterstützerin der diversen Nationalmannschaft, während Autor Janis El-Bira darin eine strategische Selbstmäßigung erkennt und Theater auffordert, dem nicht durch vorauseilende Selbstentschärfung zu folgen.
Ein Gymnasialschüler schildert, wie er in seiner Schulklasse als Einziger offen zu Israel steht und Mitschüler antisemitische Narrative unreflektiert weitertragen, während ihnen grundlegende Kenntnisse über das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 fehlen.
Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan verteidigt ukrainische Drohnenangriffe auf Moskau und erklärt, die russische Gesellschaft trage Mitverantwortung für den Krieg und solle dessen Folgen nun im eigenen Land spüren.
San Antonios Bürgermeisterin Gina Ortiz Jones fordert die Absage von Kanye Wests Konzert im Alamodome am 4. Juli, da sie städtisch finanzierte Auftritte für jemanden mit antisemitischer Vorgeschichte ablehnt. Das Konzert steht bislang im Programm.
Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause besuchte kurz nach Amtsantritt die Israelitische Kultusgemeinde München und bekräftigte sein langjähriges Engagement gegen Antisemitismus sowie seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft.
Der Artikel analysiert, wie postkoloniale Ideologie seit dem 7. Oktober 2023 Israelhass akademisch salonfähig macht, und setzt dem Levinas' Ethik des Anderen als Ausweg aus ideologischer Einseitigkeit entgegen.