Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Diversität & Repräsentation
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In Bayern stieg die Zahl queerfeindlicher Vorfälle 2025 auf 413, gegenüber 289 im Vorjahr. Der CSD München vom 26. bis 28. Juni setzt mit einer Polit-Parade und über 300.000 erwarteten Gästen ein Zeichen für Vielfalt.
Die Beratungsstelle Strong! hat für 2025 in Bayern 413 queerfeindliche Vorfälle registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber 289 im Vorjahr. Der CSD München (26.–28. Juni) soll mit rund 300.000 Teilnehmenden ein politisches Gegenzeichen setzen.
In Köln hat sich der „Verband der jüdischen Lehrkräfte und in Bildung und Erziehung Tätiger in Deutschland" gegründet, um jüdische Fachkräfte bundesweit zu vernetzen, jüdische Perspektiven im Bildungswesen zu stärken und Unterstützung gegen Antisemitismus zu leisten.
Die Autorin Sarah Maria Sander argumentiert, dass sich klassischer Antisemitismus heute hinter Israel-Kritik und palästinensischer Symbolik verbirgt und nennt Vorfälle bei der Biennale Venedig, dem Eurovision Song Contest und einem jüdischen Benefizkonzert als Belege.
Ein kalifornischer Richter hat Marilyn Mansons Antrag abgelehnt, die Sexualstrafklage seiner ehemaligen Assistentin Ashley Walters abzuweisen, und lässt den Fall auf Grundlage des neuen Gesetzes AB 250 weiter verfolgen.
Ein russisches Gericht in Moskau hat einen Revisionsprozess gegen den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly angesetzt, der im April in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden war.
Nach einem Gerichtsurteil muss das Kennedy Center in Washington Trumps Namen aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen, Schildern und der Fassade entfernen. Das Gericht untersagte zudem die geplante zweijährige Schließung wegen Renovierungsarbeiten.
Die ungarische Staatsanwaltschaft lässt die Anklage gegen Budapests Bürgermeister Gergely Karacsony fallen, der die Pride-Parade 2025 trotz staatlichem Verbot zugelassen hatte. Ein EuGH-Urteil vom April machte die vorgeworfenen Handlungen straflos.
Aschaffenburgs neuer OB Markus Schlemmer (CSU) hisst zum CSD keine Regenbogenflagge am Rathaus, sondern als Kompromiss an zwei anderen städtischen Standorten – anders als sein SPD-Vorgänger Jürgen Herzing, der die Flagge am Rathaus gezeigt hatte.
Israels Botschafter Ron Prosor hat in Berlin vier Projekte des Wettbewerbs „Building Bridges" ausgezeichnet, die mit insgesamt 30.000 Euro die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel fördern sollen.
Der Zentralrat der Juden fordert eine strafrechtliche Prüfung, nachdem ein Hotel in Lam einem israelischen Gast schrieb, Juden seien nicht erlaubt. Zentralratspräsident Josef Schuster bezeichnete den Vorfall als schockierend, auch nach der Entschuldigung des Hotels.
Evangelische Kirchen ermöglichen gleichgeschlechtlichen Paaren Trauung und Segnung weitgehend selbstverständlich, während die katholische Kirche trotz vorsichtiger Öffnung im Ton an ihrer traditionellen Sexuallehre festhält. Der Synodale Weg in Deutschland drängt auf Reformen gegen den Widerstand des Vatikans.
Das inklusive Theaterprojekt Kult!INKoffer der ELSTERWERKE in Herzberg an der Elster erhält den Förderpreis der Musikakademie Rheinsberg 2025, dotiert mit 2.000 Euro, verliehen am 19. Juni 2026 im Schlosstheater Rheinsberg.