Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Erinnerungskultur
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Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen restituieren Friedrich von Amerlings „Bildnis eines jungen Mannes" an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Jacques Rosenthal, dessen Familie das Gemälde durch nationalsozialistische Verfolgung verlor.
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In der Villa Buth in Jülich wurden Juden interniert – nun will der Eigentümer das ungenutzte Gebäude abreißen lassen. Engagierte Bürger fordern, es unbedingt als Ort der Erinnerung an die Nazi-Verbrechen zu erhalten.
Ein 27-Jähriger hat NS-Graffiti an der KZ-Dokumentationsstätte Hersbruck gesprüht und versucht, dort Feuer zu legen. Der Staatsschutz ermittelte ihn anhand von Tatortspuren und Zeugenhinweisen; der Verdächtige befindet sich in einer Fachklinik.
Die Polizei hat einen 27-jährigen Deutschen als Tatverdächtigen für die versuchte Brandstiftung an der KZ-Gedenkstätte Hersbruck Mitte Juni ermittelt. Er soll sich zum Tatzeitpunkt in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben und befindet sich derzeit in einer Fachklinik.
Michael Lorenz, derzeit Pfarrer der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Germering, übernimmt ab 1. Januar 2027 das Amt des Pfarrers der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau und tritt damit die Nachfolge von Björn Mensing an.
Der ehemalige Pächter will Maschinen, die dort schon unter den Nazis im Einsatz waren, offenbar nicht abgeben und bringt einen Verkauf ins Spiel.
Zwanzig Jahre nach dem Abschuss von Braunbär Bruno steht das ausgestopfte Tier im Münchner Museum Mensch und Natur und steht für die anhaltende Debatte über das Zusammenleben von Menschen und Wildtieren in Europa.
In Dessau erinnern neue Ampeln mit Breakdance-Motiven an die Hip-Hop-Kultur der DDR-Zeit, die in den 1980er-Jahren parallel zur westdeutschen Szene entstand und später sogar staatlich gefördert wurde.
Das Historische Museum in Stockholm gibt rund 600 Objekte aus der samischen Opferstätte Unna Sájvva an das Ájtte-Museum in Jokkmokk zurück, nachdem Anwohner die Repatriierung gefordert hatten.
Ein ehemaliger Regensburger Domspatz scheitert mit seiner Schmerzensgeldklage gegen das Bistum: Das Gericht weist die Forderung von mindestens 350.000 Euro wegen Verjährung ab, ohne die behaupteten Missbrauchstaten in den 1990er Jahren inhaltlich zu beurteilen.
Die Gedenkstätte Hohenschönhausen in Berlin zeigt eine Ausstellung über das syrische Foltergefängnis Sednaya. Sie ist klein, bedrückend, dank klug eingesetzter 3D-Technik sehr fesselnd. Und befreiend.
Ein ehemaliger Domspatzen-Schüler kämpft seit Jahren um eine rechtliche Anerkennung seines Leids. Aufgeben will er nun dennoch nicht.
Die Stadt Wien hat sich für die schwierigste Form des Umgangs mit der Statue entschieden.
Die Bayreuther Festspiele nehmen die Absage des Gedenkkonzerts „Verstummte Stimmen" zurück: Nach öffentlicher Kritik von Michel Friedman, Charlotte Knobloch und Kunstminister Markus Blume bestätigte Festspielleiterin Katharina Wagner, dass die Veranstaltung am 26. Juli stattfinden wird.
Die Bayreuther Festspiele nehmen die Absage einer Gedenkveranstaltung für in der NS-Zeit verfolgte jüdische Musikerinnen und Musiker zurück. Nach scharfer Kritik von Michel Friedman, Charlotte Knobloch und Kunstminister Markus Blume bestätigte Festspielleiterin Katharina Wagner, dass das Gedenkkonzert am 26. Juli stattfinden wird.
Nach öffentlichem Protest nehmen die Bayreuther Festspiele ihre Absage zurück: Michel Friedman wird beim Gedenkkonzert am 26. Juli zum 150. Jubiläum über Wagners Antisemitismus und die NS-Vergangenheit der Festspiele sprechen.
Im Rahmen des temporären Denkmals „Gedächtnislücken #revisited" findet am 21. Juni 2026 im Geschichtsort Stadthaus Hamburg ein Podiumsgespräch zum Stand der Aufklärung im NSU-Komplex statt, mit Fokus auf behördliches Versagen und die Hamburger Situation.
Die Bayreuther Festspiele haben ein geplantes Gedenkkonzert für NS-verfolgte jüdische Musiker abgesagt, bei dem Michel Friedman sprechen sollte. Charlotte Knobloch, Kunstminister Blume und Friedman selbst kritisieren die Absage scharf.
Robert A.F. Thurman, amerikanischer Buddhismuswissenschaftler, Mitgründer von Tibet House US und Vater von Schauspielerin Uma Thurman, ist am 16. Juni im Alter von 84 Jahren in Woodstock, New York, gestorben.
Der russische Karikaturist und Putin-Kritiker Robert Kuzovkov wurde in Biala Podlaska, Polen, erschossen. Zwei belarussische Staatsbürger wurden festgenommen, eine Anklage steht noch aus.
In der Münchner Frauenkirche haben Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft den verstorbenen CSU-Politiker und früheren bayerischen Kultusminister Hans Maier geehrt, der am 8. Juni im Alter von 94 Jahren gestorben war.
Nach einer versuchten Brandstiftung an der KZ-Gedenkstätte Hersbruck fordert Vereinsvorsitzender Klaus Wiedemann kommunalpolitische Unterstützung im Kampf gegen Rechtsextremismus. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt; ein Solidaritätsbündnis plant eine Kundgebung.
Die Zerstörung des Höhlenklosters in Kiew im Ukraine-Krieg steht symbolisch für Angriffe auf kulturelle Identität; UNESCO-Schutz für Kulturerbe bleibt oft wirkungslos, wie historische Beispiele aus Dresden und Coventry zeigen.