Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Film & Fotografie
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Die iranisch-französische Autorin und Graphic-Novel-Künstlerin Marjane Satrapi ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Weltberühmt wurde sie mit „Persepolis", in dem sie ihre Kindheit im Iran und ihr Exil schilderte.
Ilker Çatak erhält für „Gelbe Briefe" den nationalen Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke; weitere Preise gehen an Cherien Dabis, Edgar Reitz (Ehrenpreis) und Daniela Magnani Hüller. Die Verleihung findet am 23. Juni im Münchner Cuvilliés-Theater statt.
Quentin Tarantino kritisiert das Gegenwartskino pauschal als geschmacklos und erklärt in einem Essay für „Sight & Sound", er lese lieber Bücher, als aktuelle Filme zu schauen – Ausnahmen macht er für Spielbergs „West Side Story" und Joe Carnahans „The Rip".
Der Netflix-Film „Ladies First" von Regisseurin Thea Sharrock zeigt einen sexistischen Werbemanager, gespielt von Sacha Baron Cohen, der nach einem Unfall in einer Welt aufwacht, in der Geschlechterrollen umgekehrt sind.
Mattels Verfilmung „Masters of the Universe" scheitert daran, den Erfolg von „Barbie" mit Nostalgie für männliche Gen-X-Fans zu wiederholen – das Ergebnis ist laut Kritik reines Markenmanagement statt echtem Kino.
Der Vorverkauf für Christopher Nolans „The Odyssey" führte zu stundenlangen Warteschlangen und Server-Abstürzen bei den Ticketing-Plattformen AMC, Fandango und Regal, als Karten für IMAX- und PLF-Vorstellungen in den Verkauf gingen.
Cinema Strikes Back ist ein wöchentlicher Podcast und Videokanal von Alper Turfan, Jonas Ressel und Marius Stolz, der Filme, Serien, Comics und Videospiele aus popkulturellen und filmwissenschaftlichen Perspektiven bespricht.
Die deutsche Medienbranche steht dem Vertical-Drama-Trend zwischen persönlicher Begeisterung und geschäftlichem Zögern gegenüber, da eine lokale Plattform-Infrastruktur fehlt. Constantin Entertainment und Banijay produzieren erste Formate, während geplante europäische Plattformen noch Investoren suchen.
Die Wayans-Brüder Shawn und Marlon kehren mit „Scary Movie 6" in die Kinos zurück und parodieren darin aktuelle Themen wie Corona, ChatGPT und den Sturm auf das Kapitol sowie Horrorerfolge der vergangenen Jahre.
Die iranisch-französische Graphic-Novel-Autorin und Filmregisseurin Marjane Satrapi ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Sie wurde bekannt durch die autobiografische Graphic-Novel-Reihe „Persepolis" und deren Oscar-nominierte Animationsverfilmung.
Die Kunsthalle Kloster Banz zeigt ab dem 21. Juni in der Ausstellung „Marilyn 100" erstmals seit über 60 Jahren 432 private Fotos und rund vier Stunden Tonaufnahmen von Marilyn Monroe, entstanden während ihres letzten Interviews kurz vor ihrem Tod.
Sony Pictures produziert ein Biopic über Shania Twain unter der Regie von Leah McKendrick; Twain ist selbst als Produzentin beteiligt. Parallel erscheint am 24. Juli ihr siebtes Studioalbum „Little Miss Twain".
Wim Wenders lässt seinen Frühfilm „Falsche Bewegung" (1975) aus Streaming- und TV-Plattformen entfernen, weil eine Szene die damals 13-jährige Nastassja Kinski oben ohne zeigt und von einem Mann geohrfeigt wird.
Regisseur Quentin Tarantino bezeichnet das aktuelle Hollywood in einem Essay für „Sight and Sound" als „geschmacklose Wurstfabrik" und erklärt, er lese lieber Bücher, als neue Filme anzuschauen.
Amazons Neuverfilmung "Masters of the Universe" mit Nicholas Galitzine als He-Man überzeugt mit farbenfroher Optik, einem spielfreudigen Ensemble und ausgewogener Action-Humor-Balance, bleibt erzählerisch jedoch konventionell.
Das Coffee-Table-Book „Das Star Wars Archiv. 1999–2005" von Paul Duncan zeigt anhand von Concept Art, Storyboards und Behind-the-Scenes-Fotos, dass die visuell-kreative Vorarbeit der Prequel-Trilogie trotz umstrittener CGI-Umsetzung aufwändig und liebevoll war.
Steven Spielbergs „Schindlers Liste" (1993) schildert den Holocaust mit filmischen Mitteln zwischen Härte und Feingefühl und bleibt 27 Jahre nach seinem Erscheinen wirkungsstark – mit Liam Neeson als Industriellem Oskar Schindler in der Hauptrolle.
Steven Spielbergs Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan" (1998) gilt bis heute als einer der meistdiskutierten Filme des Genres, der mit innovativer Kameratechnik und erschütternden Kampfszenen Veteranen traumatisierte, jedoch bei den Oscars den Preis für den besten Film an „Shakespeare in Love" verlor.
Zum 25. Todestag erinnert ein Beitrag an Hollywood-Schauspieler Anthony Quinn, der ab Ende der 1930er-Jahre mit Rollen wie Alexis Sorbas, Quasimodo und dem Papst Filmgeschichte schrieb.
Nina und Sebastian Weiland haben im Schwarzwald die Black Forest Studios aufgebaut und produzieren dort Vertical-Drama-Serien wie „Path of the Lost" – mit eigener App-Plattform in Entwicklung und Ambitionen für internationale Distribution.
Die Netflix-Dokumentation „Poldi" begleitet Lukas Podolski über zwei Jahre und bietet unterhaltsamen Einblick in sein Leben, verzichtet aber auf tiefere Charakteranalyse – was laut Rezension gut zum unkomplizierten Naturell des Ex-Nationalspielers passt.
Die deutsche Comedyshow "LOL: Last One Laughing" führt in der letzten Mai-Woche 2025 Prime Videos erstmals veröffentlichte globale Charts der meistgesehenen nicht-englischsprachigen Serien an und belegt im gesamten weltweiten Serienranking Platz fünf.
Das M94.5-Filmformat Filmfabrik diskutiert die aktuelle Hollywood-Sequel-Welle mit Titeln wie „Der Teufel trägt Prada 2" und „Toy Story 5", bespricht Anne Hathaways Film „Mother Mary" sowie den Dokumentarfilm „Girls Don't Cry".
Das Sozialdrama „Ich verstehe Ihren Unmut" zeigt eine Objektleiterin einer Reinigungskolonne, die in einer von Personalmangel, Zeitdruck und Überforderung geprägten Arbeitswelt kämpft – aktuell in deutschen und österreichischen Kinos.