Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Der Wilhelmsthaler Heimatabend zog bei seiner 61. Auflage erneut die Massen an, mit Plattler- und Tanzgruppen, Musik und Feuerwehr-Darbietungen. Moderator Thomas Auer führte zum 26. und letzten Mal durch das Programm.
Das Münchner Sommertheater im Englischen Garten hat seit 2025 mit Sebastian Bergau eine neue Leitung und führt die seit 1990 bestehende Freilufttradition fort – finanziert vor allem durch eine Stiftung, Publikumsspenden und ohne reguläre öffentliche Subventionen.
Tausende Fans erwiesen dem irischen Singer-Songwriter Glen Hansard bei einer öffentlichen Totenwache in Dublin die letzte Ehre. Der 56-Jährige starb am 29. Juli bei einem Motorradunfall; die Beerdigung findet in der St. Patricks Cathedral statt.
Der lettische Holocaust-Überlebende, Historiker und Museumsgründer Marģers Vestermanis ist im Alter von 100 Jahren in Riga gestorben. Er widmete sein Leben der Erforschung der jüdischen Geschichte Lettlands und gründete das Museum „Juden in Lettland".
Die Aktiven Bürger Drosendorf veranstalten am 6. September 2026 ein Dreschfest in Drosendorf (Gemeinde Memmelsdorf) mit historischen Landmaschinen, Dreschvorführungen, Handwerkervorführungen und Programm für Kinder.
Massive Attack wurden nach einem Konzert in Singapur am 29. Juli 2026 festgenommen und verhört, weil sie eine Palästina-Flagge gezeigt hatten. Die Band erhielt daraufhin ein dauerhaftes Einreiseverbot, da das öffentliche Zeigen ausländischer politischer Symbole in Singapur verboten ist.
Das Kölnische Stadtmuseum widmet der expressionistischen Malerin Olga Oppenheimer eine Ausstellung, die an ihre Rolle als Wegbereiterin der Moderne in Köln und ihr Schicksal als jüdische Psychiatrie-Patientin erinnert, die 1941 ermordet wurde.
Die Gründungsmitglieder von Massive Attack, Robert Del Naja und Grant Marshall, erhielten nach dem Zeigen einer palästinensischen Flagge bei einem Konzert in Singapur ein dauerhaftes Einreiseverbot und schildern Verhöre sowie Hotelzimmerdurchsuchungen nach dem Auftritt.
Margarete Bihrle soll 1941 deportiert werden, doch ein Nachbar streicht ihren Namen heimlich von der Deportationsliste. Bis zum Ende des Kriegs verlässt sie ihre Münchner Wohnung nicht mehr – und überlebt als Unsichtbare.
Wegen propalästinensischer Äußerungen bei einem Konzert in Singapur verbietet der Stadtstaat den Musikern auch künftige Einreisen.
Der Tod von Gunther von Hagens gibt Anlass, die ethische Debatte um seine „Körperwelten"-Ausstellungen neu zu betrachten: Wo endet individuelle Selbstbestimmung, wo beginnt der Schutz der Menschenwürde?
Das Musée de Bretagne in Rennes eröffnet eine neue Dauerausstellung zur Dreyfus-Affäre und beleuchtet dabei zugleich die fragmentierte jüdische Geschichte der Bretagne vom Mittelalter bis zur kleinen Gegenwartsgemeinde.
Die erhaltene Apsis des 1844 eröffneten Israelitischen Tempels in Hamburg wird nach jahrzehntelangem Verfall durch den Landesbetrieb LIG saniert und soll als jüdisches Kulturdenkmal und öffentlicher Begegnungsort neu gestaltet werden.
Die Journalistin Iris Völlnagel und die Historikerin Margit Franz erforschen das wenig bekannte Schicksal jüdischer Geflüchteter, die vor dem Nationalsozialismus nach Indien flohen – darunter das Dresdner Ehepaar Lesser, das im Mumbai eine Pension für Geflüchtete betrieb.
Eine Terminübersicht bündelt jüdisch-kulturelle Veranstaltungen Anfang August, darunter die 3. Israelwoche in Bad Teinach, den Kultursommer der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Führungen in Halberstadt und Schwabach sowie Sendungen zu Hamas-Angriff und Emilie Schindler.
Fünf evangelische Gemeinden im Raum Hersbruck verbinden sich seit 2024 in der Gottesdienstreihe „Fünf auf einem Weg", bei der je zwei Gemeinden Gastgeber- und Programmrolle teilen, um Zusammenwachsen ohne Identitätsverlust zu ermöglichen.
Gastronom Alexander Egger berichtet nach seiner Klage gegen die Vergabe von Oktoberfestzelten von Anfeindungen gegen ihn und seine Familie und verzichtet deshalb darauf, die „Münchner Stubn" auf der diesjährigen Wiesn zu betreiben.
Das US-Motto „In God We Trust" wurde vor 70 Jahren eingeführt, um die Nation zu einen. Heute vereinnahmt Trump es für seine religiös-konservative Rhetorik, während im Kongress Gesetzesentwürfe zur Pflichtanbringung in Regierungsgebäuden vorliegen.
Im 800. Todesjahr des heiligen Franziskus erlebt Assisi einen Pilgerboom mit erwarteten Rekordzahlen über die jährlich fünf Millionen Besucher. Am 6. August besucht Papst Leo XIV. den Ort zum Abschluss des Jugendfestivals „Go!".
Rund 250 Pilger folgten der gemeinsamen Einladung der Katholischen Landvolkbewegung Bamberg, der Behindertenseelsorge Bamberg und des Katholischen Deutschen Frauenbundes Bamberg zur inklusiven Wallfahrt nach Vierzehnheiligen unter dem Leitwort „Kleines Senfkorn".
Die Markgrafenkirche St. Johannes in Trebgast begeht ihr 275-jähriges Jubiläum mit Musik, Theater und Kabarett, darunter ein neu wiederentdecktes Theaterstück. Die Barockkirche ist die dritte an diesem Standort und wurde nach neunjähriger Bauzeit eingeweiht.
Die Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen erinnern mit historischen Führungen am Europäischen Gedenktag für die Opfer des NS-Völkermordes an Sinti und Roma, der an die Ermordung von über 500.000 Angehörigen dieser Minderheit erinnert.
Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hat von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold erhalten – eine der höchsten Auszeichnungen der Bundeswehr, die Zivilisten nur selten erhalten.
Der Sammelband „Umkämpfte Geschichte" analysiert, wie nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 die Empathie mit den Opfern rasch einer Anklage gegen Israel wich, und untersucht Antisemitismusstrukturen, den Genozidvorwurf sowie historische Parallelen zum Antijudaismus.