Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Der Gesangverein Waldeslust-Spittelstein feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einem Liederabend, bei dem langjährige Mitglieder geehrt wurden. Der Verein trägt bereits die „Zelter Plakette", die höchste Auszeichnung für verdiente Laienchöre.
Aschaffenburgs neuer OB Markus Schlemmer (CSU) hisst zum CSD keine Regenbogenflagge am Rathaus, sondern als Kompromiss an zwei anderen städtischen Standorten – anders als sein SPD-Vorgänger Jürgen Herzing, der die Flagge am Rathaus gezeigt hatte.
Israels Botschafter Ron Prosor hat in Berlin vier Projekte des Wettbewerbs „Building Bridges" ausgezeichnet, die mit insgesamt 30.000 Euro die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel fördern sollen.
Das vor einem Jahr eröffnete Museum auf dem Gelände von Oskar Schindlers ehemaliger Fabrik im tschechischen Brnenec erhält künftig Unterstützung regionaler Politiker, die finanzielle Hilfe und ein gemeinsames Informationszentrum in Aussicht stellen.
Der Zentralrat der Juden fordert eine strafrechtliche Prüfung, nachdem ein Hotel in Lam einem israelischen Gast schrieb, Juden seien nicht erlaubt. Zentralratspräsident Josef Schuster bezeichnete den Vorfall als schockierend, auch nach der Entschuldigung des Hotels.
Evangelische Kirchen ermöglichen gleichgeschlechtlichen Paaren Trauung und Segnung weitgehend selbstverständlich, während die katholische Kirche trotz vorsichtiger Öffnung im Ton an ihrer traditionellen Sexuallehre festhält. Der Synodale Weg in Deutschland drängt auf Reformen gegen den Widerstand des Vatikans.
Der Kulturschlüssel Augsburg veranstaltet am 24. Juli 2026 das BRK-Sommerfestival auf dem Rathausplatz Gersthofen mit Livemusik, Mitmachaktionen und Familienangeboten; alle Einnahmen fließen in das Inklusionsprojekt, das kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderung fördert.
Unbekannte stahlen bei einem Einbruch in eine Flensburger Geigenbau-Werkstatt rund 60 Geigen und zwei Celli im Wert von etwa 100.000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen.
Die Katholische Pfarrbücherei Pfarrweisach erhält vom Bayerischen Büchereiverband Sankt Michaelsbund die Auszeichnung als „Lernort der Demokratie" und unterzeichnet ein Selbstverständnispapier zur Förderung demokratischen Miteinanders.
Auf dem Oktoberfest 2026 kostet die Maß Bier zwischen 14,80 und 15,90 Euro, ein Anstieg von durchschnittlich 2,38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einzig die Münchner Stubn senkt den Preis, während Volkssängerzelt und Wirtshaus im Schichtl eine Nullrunde einlegen.
Der Berliner Senat hat beschlossen, einen Abschnitt der Dorotheenstraße in Mitte in Yad-Vashem-Straße umzubenennen. Die Umbenennung ist zum 20. Januar 2027, dem 85. Jahrestag der Wannseekonferenz, geplant.
Auf dem Oktoberfest 2026 kostet die Maß Bier in fast allen großen Zelten zwischen 14,90 und 15,90 Euro, rund zwei bis drei Prozent mehr als 2025. Die Wirte geben gestiegene Einkaufskosten nur teilweise an die Gäste weiter.
Ein fünfteiliger MDR-Podcast erzählt den Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar vom 2. September 2004 aus der Perspektive von Zeitzeugen, die über 50.000 Bücher verloren und viele weitere durch gemeinsamen Einsatz retteten.
Der MDR-Podcast „Stolpertexte" erzählt in sieben Folgen die individuellen Schicksale jüdischer Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert oder zur Flucht gezwungen wurden, basierend auf Dokumenten des Leo Baeck Instituts.
Der KZ-Überlebende Tomi Reichental ist im Alter von 90 Jahren in Irland gestorben. Der gebürtige Slowake war als Kind in Bergen-Belsen inhaftiert und wurde später zu einem der bekanntesten Holocaust-Zeitzeugen Irlands.
Yad-Vashem-Chef Dayan erklärt, warum München als Standort für das erste Bildungszentrum der Holocaust-Gedenkstätte außerhalb Israels ausgewählt wurde: geografische Lage, Bildungsinfrastruktur und Bayerns politische Unterstützung waren entscheidend, eine Außenstelle in Leipzig ist geplant.
Niedrigschwellige Musikeinstiegsangebote für Kinder enden oft ohne gesicherte Anschlusswege, weshalb der Artikel strukturelle Reformen fordert: verlässliche Kooperationen zwischen Schulen, Musikschulen und Laienverbänden sowie stabile Finanzierung für echte musikalische Teilhabe.
Das inklusive Theaterprojekt Kult!INKoffer der ELSTERWERKE in Herzberg an der Elster erhält den Förderpreis der Musikakademie Rheinsberg 2025, dotiert mit 2.000 Euro, verliehen am 19. Juni 2026 im Schlosstheater Rheinsberg.
Im Garten der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber findet am 26. Juli 2026 eine Kleine Friedenstafel statt, bei der Besucher gemeinsam essen und neue Menschen kennenlernen können – im Vorfeld des Augsburger Friedensfestes am 8. August.
Im Rahmen der Ausstellung FRIEDEN lädt die Ehemalige Synagoge Kriegshaber in Augsburg am 5. Juli 2026 zum Friedensfrühstück mit Sandra Munz-Oba von der Frauenhilfsorganisation Solwodi ein, das Ausstellungsführung und gemeinsames Frühstück verbindet.
Antisemitismusbeauftragter Felix Klein warnt vor sozialen Medien als Verstärker von Judenhass und fordert, dass für Internetplattformen dieselbe Verantwortung wie im Presserecht gelten müsse. Zudem mahnt er vor linkem Antisemitismus, der bis in Kulturbereich und Universitäten reiche.
Das Umweltbundesamt, der Deutsche Kulturrat und die Stiftung Bauhaus Dessau diskutieren am 3. Juni 2026 in Dessau-Roßlau über Kultur als demokratisches Fundament, Polarisierung und das Spannungsfeld zwischen Leitkultur und Vielfalt.
Jugendliche aus verschiedenen Ländern besuchen das Anne Frank Haus in Amsterdam und identifizieren sich mit der gleichaltrigen Anne Frank, während beide Museen in Amsterdam und Berlin trotz hoher Besucherzahlen mit antisemitischen Kommentaren auf Social Media kämpfen.
Trotz Mitgliederschwund und Reformdebatten feiert die katholische Kirche Fronleichnam am 4. Juni mit aufwendigen Prozessionen in ganz Bayern; in Nürnberg findet der Gottesdienst ungewöhnlicherweise in der evangelischen Kirche St. Sebald statt.