Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Rund 70 Menschen gedachten in München des Gemüsehändlers Habil Kiliç, der vor 25 Jahren am 29. August 2001 vom NSU erschossen wurde; der Türkenrat München hatte zur Gedenkveranstaltung am ehemaligen Tatort aufgerufen.
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Ein 52-jähriger Landwirt in Unterfranken fuhr beim Wincent-Weiss-Konzert in Bad Kissingen mit seinem Traktor auf rund 100 Konzertbesucher zu, die auf seiner Wiese standen; dabei wurden Menschen leicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung.
Die Stadt München streitet über die Neubekleidung historischer Pappmaché-Figuren am Oktoberfest-Traditionsgeschäft Teufelsrad, die auf Anraten der städtischen Gleichstellungsstelle züchtiger gestaltet wurden. Wiesn-Chef Christian Scharpf und Bürgermeisterin Mona Fuchs bezweifeln öffentlich die Notwendigkeit der Maßnahme.
Nach dem Tod von Dolly Parton fordern über 160.000 Menschen die Umbenennung des Nashville International Airport nach der Country-Ikone. Gouverneur Bill Lee und Bürgermeister Freddie O'Connell unterstützen den Plan; die Entscheidung fällt im September 2026.
Rund 300 Teilnehmer kamen beim Christopher Street Day 2026 in Regen zusammen. Die Veranstaltung von „Queer im Woid" verlief friedlich; Bundesbeauftragte Sophie Koch sprach über queere Rechte und Ausgrenzung.
Für heuer geht der Vorhang zu – beim Kulturmobil Niederbayern. Nach 60 Vorstellungen in über 30 Kommunen macht das reisende Theater wieder Pause. Über 10.000 Zuschauer sind heuer zu den Aufführung gekommen. Eine tolle Bilanz, meinen die Verantwortlichen und freuen sich auf nächstes Jahr. Dann feiert das Kulturmobil 30-jähriges Jubiläum.
Beim fünften Gaudi-Tauziehcup auf der Lettenhöhe während der Kerwa Neustädtlein setzten sich die Burgstallteufel Tannfeld gegen die Konkurrenz durch.
Beim 37. Straßenfest in Marktleugast verwandelte sich die Marktstraße zur Festmeile, auf der Vereine und Verbände zahlreiche Besucher aus der Region mit einem vielfältigen Programm für alle Generationen unterhielten.
Über 50.000 Besucher nahmen an der Langen Nacht der Museen in Berlin teil – mehr als im Vorjahr. 75 Museen öffneten unter dem Motto „Crime in Berlin" bis in die frühen Morgenstunden.
Der Bundesantisemitismusbeauftragte Klein vergibt den Ehrenamtspreis für jüdisches Leben 2026 an das Kölner Musikfestival „Shalom-Musik.Koeln" und eine Berliner Initiative für jüdische Stadtrundgänge – je dotiert mit 5.000 Euro.
Die Initiative „Venice4Palestine" fordert die Biennale und die Internationalen Filmfestspiele von Venedig auf, eine Palästina-Flagge am Lido zu zeigen und Verbindungen zu israelischen Institutionen auszusetzen. Unterstützt wird sie u. a. von Annie Ernaux und Roger Waters.
Dolly Parton wurde nach einer privaten Trauerfeier auf dem Woodlawn Memorial Park in Nashville an der Seite ihres Mannes Carl Dean beigesetzt. Die Country-Legende starb im Alter von 80 Jahren; nur engste Familienmitglieder nahmen an der Zeremonie teil.
Melinda French Gates verdoppelt Olivia Rodrigos beim Festival Daisy Chain Fields gesammelte Spende von 10 auf 20 Millionen Dollar, die zehn gemeinnützigen Organisationen für Frauen und Mädchen zugutekommen.
Rapper Dahabflex rief auf einer Wahlveranstaltung des Linken-Bezirksverbands Neukölln mit dem Song „Stop the Genocide" zu Gewalt gegen Israelis auf. Die Parteiführung verurteilte den Auftritt, will den Vorfall intern aufarbeiten.
Die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin feierte mit einem Straßenfest ihr 30-jähriges Bestehen und kündigte den Neubau einer Synagoge für rund 20 Millionen Euro an, die ab 2030 bis zu 600 Gläubigen Platz bieten soll.
Ehrenamtliche retteten die Kahlrückenalpe im Allgäu, das höchstgelegene Gästehaus des Dekanats Neu-Ulm, das um 2017 wegen Brandschutzauflagen und finanzieller Probleme vor der Schließung stand, mit einem Förderverein und neuem Konzept.
Stadtführer Chaim Frank vermittelt seit Jahrzehnten im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern die jüdische Geschichte Münchens, indem er Orte wie die mittelalterliche Judengasse am Marienhof oder das einstige Kaufhaus Uhlfelder wieder sichtbar macht.
Zum 75. Jahrestag seiner Weihe wurde das Chiemgaukreuz auf der Kampenwand renoviert; Kardinal Reinhard Marx zelebriert die Gedenkmesse für die Gefallenen beider Weltkriege an der Gedächtniskapelle nahe der Steinlingalm.
In Kulmbach findet erstmals ein Christopher Street Day unter dem Motto „Kulmbach braut Vielfalt" statt. Organisatorin Eva Drechsler und ihr Team wollen mit Demo und Feier ein Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt setzen – auch nach dem Berliner Anschlag.
Florian André Unterburger, Projektmanager des Bayreuther Jubiläumsprogramms „Festival 150", berichtet im Interview, dass das Ziel von 150 Angeboten deutlich übertroffen wurde.
Das Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld zeigt in einer Ausstellung die Geschichte der jüdischen Gemeinde, die einst in dem Gebäudeensemble lebte – darunter eine erhaltene Synagoge.
Der Kommentar sieht antisemitische Vorfälle im deutschen Kulturbetrieb, wie die Debatte um Jurymitglied Maha El Hissy beim Deutschen Buchpreis, als Teil einer gezielten geopolitischen Destabilisierungsstrategie durch postkolonialen Aktivismus, politischen Islam und autoritäre Staaten wie Russland.
Tennessee plant, den Nashville International Airport nach der verstorbenen Country-Legende Dolly Parton umzubenennen. Gouverneur Bill Lee und die Metro Nashville Airport Authority unterstützen den Vorschlag; ein Treffen dazu ist für den 17. September angesetzt.