Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & politische Debatten
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Die Kulturzeit-Sendung vom 26. August 2026 thematisiert den politischen Kampf um Kultur vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, die AfD-kritische Studie von Sabrina Zajak sowie den Tod von Péter Nádas und Dolly Parton.
Die AfD Sachsen-Anhalt bezeichnet das Bauhaus als „Irrweg der Moderne" und plant Förderkürzungen für den Standort Dessau, während Kulturstaatsminister Weimar und mehrere Institutionen mit einem Manifest dagegen protestieren.
Das Hotel Bayerischer Hof in München beendet nach einem Zeitungsartikel seine Geschäftsbeziehung zum Ludwig von Mises Institut. Der Autor kritisiert dies als Kapitulation des bürgerlichen Milieus vor linkem Druck.
Der MDR schaltet in seinen Programmen gezielt Schwarzbilder und Funkstille, um auf die Folgen einer möglichen Kündigung des MDR-Staatsvertrags durch die AfD in Sachsen-Anhalt aufmerksam zu machen.
Mehrere Kölner Museen sind wegen Sanierungen geschlossen oder auf Notstandorte ausgelagert; die Stadt plant eine schrittweise Wiederbelebung des Zeughauses mit Sonderausstellungen ab 2027, während das Ziel von zwei Millionen Museumsbesuchern jährlich unrealistisch bleibt.
Salzburger-Festspiele-Intendantin Karin Bergmann warnt davor, die Nachfolgesuche auf prominente Namen zu verengen, und betont, die künftige Leitung müsse komplexe organisatorische und politische Rahmenbedingungen meistern. Zudem kündigt sie für 2028 Ausweichspielstätten wegen der Sanierung des Hauses für Mozart an.
Trump wies das US-Justizministerium nach einem Oval-Office-Treffen mit Live-Nation-CEO Michael Rapino Ende Februar an, den Kartellrechtsstreit mit dem Konzern beizulegen – der folgende Deal gilt als politisch beeinflusst und ist breit umstritten.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig warnt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern vor Angriffen auf Kunst- und Pressefreiheit und verteidigt den NDR als wichtigen Kulturförderer gegen Forderungen nach Abschaffung der Rundfunkgebühren.
Die Ukraine hat die russische Zeichentrickserie „Mascha und der Bär" verboten, da die Regierung darin eine Gefahr für die nationale Sicherheit sieht und Werbeeinnahmen des YouTube-Kanals der russischen Armee zugutekommen sollen.
Peter Jungen, Chef des Wallraf-Stifterrats, warnt vor dem Sanierungsstau der Kölner Kulturbauten und fordert Oberbürgermeister Burmester zum Handeln auf, da ohne Strategie Schließungen von Philharmonie und Museum Ludwig drohen.
Die AfD in Sachsen-Anhalt will dem Land Stolz einflößen – mit weniger Bauhaus und mehr Pflege von Kriegerdenkmälern. Ausgedacht hat sich die Identitätsfolklore Hans-Thomas Tillschneider, ein in Rumänien geborener Islamwissenschaftler.
Rechts-außen-Politiker wie Hans-Thomas Tillschneider ätzen gegen den Geist des Bauhauses, nun will Kulturminister Weimer ihn mit einem Manifest verteidigen. Ehrenwert? Ja. Aber auch bisschen zum Verzweifeln.
Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt ruft Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit dem „Bauhaus-Manifest 2026" Kultureinrichtungen, Kirchen und Handwerk dazu auf, Kunstfreiheit und eine offene Gesellschaft gegen politische Einflussnahme zu verteidigen.
Der Deutsche Kulturrat betont in seinem Wochenreport die Rolle von Kultur für Nachhaltigkeit und Demokratie, kündigt seine Teilnahme an der Gamescom 2026 an und informiert über Initiativen wie „Demokratie sowieso!" und das Bauhaus-Manifest 2026.
Ein breites Bündnis aus Kultur, Kirchen und Handwerk hat unter Initiative von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ein „Bauhaus-Manifest" veröffentlicht, das Kunstfreiheit und demokratische Werte verteidigt und sich gegen kulturfeindlichen Nationalismus positioniert.
Das AfD-Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt 2026 propagiert das Christentum als kulturelle Grundlage, will die Staatsleistungen an evangelische und katholische Kirche umverteilen, den staatlichen Kirchensteuereinzug abschaffen und den Islam politisch zurückdrängen.
Den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zur Berliner Fördermittel-Affäre gibt es in zwei Versionen: Die Regierungsparteien zeichnen weich, die Opposition sieht das Vertrauen in die Institutionen beschädigt.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat das „Bauhaus-Manifest 2026" initiiert, das ein breites Bündnis aus Kulturschaffenden, Kirchen und Verbänden für Kunstfreiheit und Demokratie unterzeichnet haben – als Reaktion auf die AfD, die das Bauhaus als „Irrweg der Moderne" bezeichnet.
Schauspielerin Sandra Hüller, Christian Friedel und weitere Kulturschaffende mobilisieren mit der Kampagne „Wahre Heimatliebe ist" gegen eine mögliche AfD-Alleinregierung bei der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt.
Der Deutsche Kulturrat nimmt am 27. August 2026 mit drei Panels am gamescom congress teil; Themen sind Games und Demokratie, KI als Innovationstreiber sowie politische Kampagnen mit Spielen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält erstmals die Eröffnungsrede der gamescom.
Die USA richten ihre Demokratieförderung unter der neuen Regierung inhaltlich neu aus und könnten künftig rechtskonservative Kräfte in Europa unterstützen – darunter Projekte wie das geplante Netzwerk „Freedom Alliance of the West" der deutschen Aktivistin Naomi Seibt.
Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Museums Moritzburg in Halle, warnt vor den Kulturplänen der AfD in Sachsen-Anhalt: Die Partei wolle Förderung an ein patriotisches Bekenntnis knüpfen und gefährde damit kritische Kunst und Provenienzforschung zu Raubkunst.
Der Streit um das „Volksbad" am Rosa-Luxemburg-Platz löst eine Debatte über die Zukunft der Volksbühne aus. Autor Mathias Brodkorb argumentiert, Intendant Matthias Lilienthal sei nicht geeignet, das Theater zum politisch-übergreifenden Verständigungsraum zu machen.
Der Publizist und Jurist Abraham Lehrer kritisiert die Berufung der Literaturkritikerin Maha El Hissy in die Jury des Deutschen Buchpreises 2026 als politisches Warnsignal, da ihre Texte Israel mit antizionistischen und antisemitischen Begriffen wie „Völkermord" dämonisierten.