Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & politische Debatten
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Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat bei einem Besuch in Weimar ein neues Finanzierungsabkommen unterzeichnet: Die Klassik Stiftung Weimar erhält von 2027 bis 2031 jährlich 32,43 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt.
Der Stadtrat von Tittmoning (Landkreis Traunstein) hat AfD-Stadtrat Sebastian Gruttauer nach wochenlangen Protesten von Kulturschaffenden als Kulturreferenten abgesetzt; das Referat übernimmt nun Bürgermeister Andreas Bratzdrum (CSU).
In der Münchner Frauenkirche haben Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft Abschied von Hans Maier genommen, dem früheren bayerischen Kultusminister und CSU-Politiker, der am 8. Juni im Alter von 94 Jahren gestorben war.
DLM-Chef Thorsten Schmiege hält die von Kulturstaatsminister Weimer geplante Digitalabgabe für Internetkonzerne zwar für nachvollziehbar, warnt aber vor Risiken wie transatlantischen Gegenschlägen und staatlicher Einflussnahme bei der Mittelverteilung.
Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele scheitern ambitionierte Pläne an Geldmangel: Das Vollrepertoire-Programm wurde gestrichen, die städtische Festmeile abgesagt und eine Gedenkveranstaltung zur NS-Geschichte der Festspiele aus Sicherheitsgründen abgesagt – letzteres löst scharfe Kritik aus.
Publizist Michel Friedman kritisiert die Absage eines Gedenkkonzerts bei den Bayreuther Jubiläumsfestspielen scharf, bei dem er eine Rede halten sollte. Die Festspielleitung begründete die Absage mit Sicherheitsproblemen.
Michel Friedman kritisiert die Absage eines Gedenkkonzerts bei den Bayreuther Festspielen zum 150-jährigen Jubiläum scharf. Die Festspielleitung begründet die Absage mit Sicherheitsproblemen, Friedman nennt dies demokratiefeindlich.
Die Besetzung der Berliner „Landesansprechperson" gegen Antisemitismus an Hochschulen verzögert sich; die Jüdische Studierendenunion kritisiert das intransparente Auswahlverfahren, bei dem der Schutz jüdischer Studierender zunehmend in den Hintergrund gerückt sei.
Mira Seidel, neue Leiterin der SWR3 Pop Unit, hat die Fusion der ARD-Jugendwellen DasDing, YouFM und UnserDing zu einem gemeinsamen Sender verantwortet und sieht darin eine Chance, im Wettbewerb konkurrenzfähiger zu werden.
Der Vorstand des Kennedy-Centers beantragt die Aussetzung eines Gerichtsurteils, das die Entfernung von Trumps Namen von der Fassade des Washingtoner Kulturzentrums anordnet, nachdem ein Bundesrichter die Umbenennung als rechtswidrig eingestuft hatte.
Die langjährige Koordinatorin der Rundfunkkommission Heike Raab kritisiert im SZ-Interview das Einstimmigkeitsprinzip der Bundesländer, das Beitragserhöhungen und ARD-Reformen blockiert habe, und bezeichnet MDR-Programmkürzungen als „großen Fehler".
Eine Online-Petition mit über 100.000 Unterzeichnern, darunter Herbert Grönemeyer und Peter Fox, sowie der Deutsche Musikrat fordern den Erhalt des WDR-Senders Cosmo, dessen Einstellung der WDR-Rundfunkrat für April 2027 beschlossen hat.
Der Newsletter des Deutschen Kulturrates thematisiert die kulturpolitische Bedeutung des Radios angesichts der Fußball-WM und bündelt weitere Themen wie die documenta 2027, das Bundesprogramm „Demokratie leben!" sowie das Jubiläum des Netzwerks FREO.
MDR-Intendant Ralf Ludwig weist im Spiegel-Interview Vorwürfe zurück, der Sender habe über seine Verhältnisse gelebt, und macht die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags für die massiven Programmeinsparungen verantwortlich.
Die Kulturwissenschaftlerin Evelyn Annuß analysiert, wie die Einladung des Techmilliardärs Peter Thiel zu den Wiener Festwochen 2026 aufmerksamkeitsökonomische PR-Logiken in den Kulturbetrieb überträgt und erklärt, warum sie ihre Festivalteilnahme zurückgezogen hat.
München plant die Einführung einer Gewerbe-SoBoN, die das Prinzip der sozialgerechten Bodennutzung auf Gewerbeflächen überträgt, um Nutzungsmischung zu fördern und Kleinbetriebe zu schützen. Ob das Instrument Entwicklung beschleunigt oder hemmt, hängt von seiner konkreten Ausgestaltung ab.
Caroline Fetscher analysiert in den Frankfurter Heften das kulturpolitische AfD-Programm für die Sachsen-Anhalt-Wahl, das Russischunterricht fordert, Orbans Ungarn als Vorbild nimmt und Sonderklassen für Flüchtlingskinder vorsieht.
Die Ministerpräsidenten Mario Voigt und Sven Schulze (CDU) haben eine Radioquote für deutschsprachige Musik gefordert – ein seit 1996 wiederkehrendes Thema. Sinnvoller wäre laut Kolumne die Förderung lokaler und mehrsprachiger Musikszenen statt sprachbasierter Quoten.
Claudia Michelsen kritisiert die MDR-Entscheidung, die Krimi-Produktionen „Polizeiruf 110" und „Tatort" drei Jahre lang zu pausieren, da dies ostdeutsche Perspektiven im Fernsehen weiter unsichtbar mache. Der MDR begründet die Aussetzung mit finanziellen Engpässen.
Zum 150-jährigen Jubiläum der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth streicht Oberbürgermeister Zippel die geplante Festmeile und kündigt weitere Programmkürzungen an – Grund sind hohe Kosten und Finanzierungslücken.
Düsseldorf verzichtet auf den bis zu eine Milliarde Euro teuren Opernneubau und saniert stattdessen das bestehende Gebäude. Der laufende Spielbetrieb soll dabei nicht ausgelagert werden, was die Kultureinrichtung besorgt.
Bayreuth streicht die geplante Festmeile zum Jubiläum „150 Jahre Bayreuther Festspiele" am 25. und 26. Juli wegen überraschend großer Finanzierungslücken. Oberbürgermeister Zippel kündigt weitere Programmkürzungen an, über die der Stadtrat Ende Juni entscheidet.
Bayreuth streicht die geplante Festmeile zum 150-jährigen Jubiläum der Richard-Wagner-Festspiele am 25./26. Juli, weil die Stadt überraschend große Finanzierungslücken festgestellt hat. Oberbürgermeister Andreas Zippel (SPD) kündigt weitere Programmkürzungen an.
Der Wochenrundbrief des Deutschen Kulturrates thematisiert den Begriff des Anthropozäns und die damit verbundene kulturpolitische Verantwortung für die Natur, ergänzt durch Hinweise auf ein Kultur-Statement aus Sachsen-Anhalt, eine Demokratie-Debatte am Bauhaus Dessau und ein FREO-Jubiläumspanel.