Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & Recht
363 Artikel gefunden · Seite 2 von 16
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat das „Bauhaus-Manifest 2026" initiiert, das zahlreiche Kulturverbände, Kirchen und Institutionen gegen Angriffe auf Kunstfreiheit unterzeichnet haben. Parallel verabschiedete die Kulturministerkonferenz die Dessauer Erklärung zum Schutz kultureller Vielfalt und freier Kunst.
Nach einem Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen kündigt die Bundesregierung das Kulturabkommen mit Russland von 2011 und ordnet die Schließung des Russischen Hauses in Berlin an. Eine CORRECTIV-Recherche belegt, dass die Einrichtung jahrelang für Spionage, Propaganda und Sanktionsverstöße genutzt wurde.
Die Deutsche Nationalbibliothek und der Deutsche Kulturrat stellen am 15. September in Frankfurt das Dossier „Das Magazin der Republik" vor und diskutieren mit Politikern und Experten über Digitalisierung, Finanzierung und Zukunft der Nationalbibliothek.
CORRECTIV hat eine Petition gestartet, die die Bundesregierung zu besserem Schutz von Medienschaffenden vor digitaler Gewalt, zur Wahrung journalistischer Schutzrechte bei der Nachrichtendienstrechtsreform und zur Rechtssicherheit für gemeinnützigen Journalismus auffordert. Rund 7.000 Personen haben bereits unterzeichnet.
Eine ehemalige Mitarbeiterin des Leipziger Bachfests kritisiert, dass das Festival John Eliot Gardiner trotz öffentlich verurteilten Fehlverhaltens erneut für 2027 einlädt und damit strukturellen Machtmissbrauch im Musikbetrieb durch Personenkult überdeckt.
Barrie Kosky gilt als Favorit für die Nachfolge von Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen, doch der Kommentar plädiert dafür, statt eines neuen Alleinintendanten eine kollegiale Leitungsstruktur aus drei gleichberechtigten Spartenchefs einzuführen.
Gitte Zschoch, seit Juli 2026 neue Generalsekretärin des Goethe-Instituts, erläutert, wie die Organisation trotz wachsendem Spardruck ihre Arbeit zur Vermittlung deutscher Sprache und Kulturförderung in rund 100 Ländern neu ausrichten will.
Goethe-Institut-Generalsekretärin Gitte Zschoch verteidigt die drei russischen Standorte ihres Instituts als wichtig für Deutschunterricht und Zivilgesellschaftskontakte, während das Russische Haus in Berlin wegen mutmaßlicher Propaganda und EU-Sanktionen unter Druck steht.
Der MDR warnt in Sachsen-Anhalt mit Schwarzbild-Einspielern vor seiner möglichen Abschaffung durch eine AfD-Regierung, stößt dabei jedoch auf dieselbe Taktik, mit der die AfD jede faktenbasierte Debatte unterbindet: indem sie deren Legitimität grundsätzlich verweigert.
Goethe-Institut-Generalsekretärin Gitte Zschoch verteidigt die drei russischen Standorte des Instituts und warnt vor den Folgen eines Kontaktabbruchs für rund 500.000 Deutschlernende in Russland – im Kontext der Debatte um das Russische Haus in Berlin.
Die Geschichte der Berliner Festspiele zeigt, dass Kultur immer politisch sein kann, sein muss. Doch wir müssen uns gegen ihre Instrumentalisierung wehren – sonst ist es mit der Freiheit schnell vorbei.
Die Gewerkschaft Verdi fordert die Ausladung von Dirigent John Eliot Gardiner beim Leipziger Bachfest 2027, nachdem er im Juni 2026 eine Festivalangestellte übergriffig berührt hatte.
Lokalmedien wie die „Neue Westfälische" verzichten auf Konzertfotos von Nina Chuba, weil ihre Agentur eine Vorabfreigabe der Bilder verlangt. Redaktionen und der Deutsche Journalisten-Verband sehen darin einen Eingriff in die Pressefreiheit.
DU-Stadtrat Wolfgang Gruber veröffentlicht auf Facebook Interna aus einer nichtöffentlichen Stadtratssitzung im Fall der Bayreuther Kulturreferentin Eva Bär und löst damit eine Debatte über die Zulässigkeit seines Vorgehens aus.
Die ARD wandelt ihr Generalsekretariat zum 1. Januar 2027 in eine neue Geschäftsstelle um, die mehr Kontinuität beim turnusmäßig wechselnden ARD-Vorsitz sichern soll. Christoph Rosenthal übernimmt die Gesamtleitung, Christoph Hammerschmidt die Kommunikation und Kerstin Skiba die Medienpolitik.
Olaf Zimmermann wirft öffentlich-rechtlichen Talkshows vor, zum Aufstieg der AfD beigetragen zu haben, und ruft Kulturschaffende auf, gemeinsam gegen den wachsenden Einfluss der Rechtsextremen und deren Bedrohung der Kunstfreiheit vorzugehen.
Die Ausgabe 9-10/2026 von Politik & Kultur widmet ihren Schwerpunkt NS-Akten und Erinnerungslücken im Kulturbetrieb; weitere Themen sind die Deutsche Digitale Bibliothek, Klimawandel, digitale Souveränität und der Deutsche Kulturpolitikpreis für Iris Berben.
Die Ausgabe 9-10/2026 von Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, erscheint ab 1. September mit dem Schwerpunkt „NS-Akten und die blinden Flecken des Kulturbetriebes" sowie Themen wie digitale Souveränität, Klimawandel und dem Deutschen Kulturpolitikpreis für Iris Berben.
Die Kulturzeit-Sendung vom 26. August 2026 thematisiert den politischen Kampf um Kultur vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, die AfD-kritische Studie von Sabrina Zajak sowie den Tod von Péter Nádas und Dolly Parton.
Die AfD Sachsen-Anhalt bezeichnet das Bauhaus als „Irrweg der Moderne" und plant Förderkürzungen für den Standort Dessau, während Kulturstaatsminister Weimar und mehrere Institutionen mit einem Manifest dagegen protestieren.
Das Hotel Bayerischer Hof in München beendet nach einem Zeitungsartikel seine Geschäftsbeziehung zum Ludwig von Mises Institut. Der Autor kritisiert dies als Kapitulation des bürgerlichen Milieus vor linkem Druck.
Der MDR schaltet in seinen Programmen gezielt Schwarzbilder und Funkstille, um auf die Folgen einer möglichen Kündigung des MDR-Staatsvertrags durch die AfD in Sachsen-Anhalt aufmerksam zu machen.
Mehrere Kölner Museen sind wegen Sanierungen geschlossen oder auf Notstandorte ausgelagert; die Stadt plant eine schrittweise Wiederbelebung des Zeughauses mit Sonderausstellungen ab 2027, während das Ziel von zwei Millionen Museumsbesuchern jährlich unrealistisch bleibt.
Salzburger-Festspiele-Intendantin Karin Bergmann warnt davor, die Nachfolgesuche auf prominente Namen zu verengen, und betont, die künftige Leitung müsse komplexe organisatorische und politische Rahmenbedingungen meistern. Zudem kündigt sie für 2028 Ausweichspielstätten wegen der Sanierung des Hauses für Mozart an.