Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & Recht
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Bayreuth streicht Teile seines Festspiel-Jubiläumsprogramms wegen einer Finanzierungslücke von rund 344.000 Euro, die durch doppelt einkalkulierte Fördergelder entstand. Drohnenshow, Street-Art-Ring und Lange Nacht der Kultur fallen weg, Konzerte der Hofer Symphoniker und eine Chorserenade sollen aber stattfinden.
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Die Bayreuther Festspiele haben eine geplante Gedenkveranstaltung für NS-verfolgte jüdische Musikerinnen und Musiker mit Redner Michel Friedman abgesagt, was scharfe Kritik von Charlotte Knobloch, Kunstminister Markus Blume und Friedman selbst ausgelöst hat.
Bayerns Kunstminister Markus Blume kritisiert die Bayreuther Festspielleitung wegen der Absage eines Gedenkkonzerts für verfolgte jüdische Musiker und fordert, dass eine Lösung gefunden wird, um das Signal gegen Antisemitismus zu setzen.
Kehrtwende in Bayreuth: Festspielleiterin Katharina Wagner entschuldigt sich bei Michel Friedman und lädt ihn ein, zu den Festspielen zu kommen. Das abgesagte Gedenkkonzert soll wie geplant stattfinden – ein paar Details sind aber noch zu klären.
Bayerns Kunstminister Markus Blume kritisiert die Bayreuther Festspielleitung für die Absage eines Gedenkkonzerts für verfolgte jüdische Musiker und fordert, die Veranstaltung nachzuholen und ein klares Signal gegen Antisemitismus zu setzen.
Christian Ulmen klagt vor dem Arbeitsgericht Berlin gegen Pyjama Pictures, nachdem die Produktionsfirma ihm im April 2026 alle Verträge für die Streaming-Serie „The Au Pair" fristlos gekündigt hat. Ulmen beruft sich auf seinen Arbeitnehmerstatus, um Kündigungsschutz zu erlangen.
Bayreuth streicht wegen einer Finanzierungslücke von rund 344.000 Euro Teile seines Jubiläumsprogramms zu 150 Jahren Bayreuther Festspiele, darunter eine Drohnenshow und die Lange Nacht der Kultur; ein Konzert der Hofer Symphoniker und eine Chorserenade sollen aber stattfinden.
Deutschland gibt Polen mehrere während der NS-Besatzung geraubte Kulturgüter zurück, darunter eine mittelalterliche Handschrift mit dem „Gaude Mater Polonia", einen König Sigismund I. zugeschriebenen Goldring und Eisenbahnminiaturen des Verkehrsmuseums Warschau.
MDR-Programmdirektor Boris Lochthofen begründet im Interview die Sparmaßnahmen des Senders – darunter die dreijährige Pause bei „Tatort" und „Polizeiruf 110" sowie die Abgabe des „Mittagsmagazins" – mit sinkenden Rundfunkbeitragseinnahmen und demografischem Rückgang im Sendegebiet.
Die Gewerkschaften DJV, ver.di und Unisono rufen für Mittwoch und Donnerstag zum Warnstreik beim WDR auf, nachdem der Sender einen Tarifabschluss nur mit der VRFF erzielt hat und freie Mitarbeitende sowie Musiker ausgenommen bleiben.
Christian Ulmen klagt vor dem Arbeitsgericht Berlin gegen die fristlose Kündigung von vier Verträgen durch Pyjama Pictures im Zusammenhang mit der geplanten Joyn-Serie „The Au Pair", für die er als Autor, Regisseur und Editor tätig war.
Autor Lukas Rietzschel erklärt im Interview, warum Theater keine politische Gegenparole zum Rechtsruck sein sollte: Gute Kunst müsse ambivalent und komplex bleiben, statt didaktisch zu werden oder Propaganda zu betreiben.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat bei einem Besuch in Weimar ein neues Finanzierungsabkommen unterzeichnet: Die Klassik Stiftung Weimar erhält von 2027 bis 2031 jährlich 32,43 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt.
Der Stadtrat von Tittmoning (Landkreis Traunstein) hat AfD-Stadtrat Sebastian Gruttauer nach wochenlangen Protesten von Kulturschaffenden als Kulturreferenten abgesetzt; das Referat übernimmt nun Bürgermeister Andreas Bratzdrum (CSU).
In der Münchner Frauenkirche haben Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft Abschied von Hans Maier genommen, dem früheren bayerischen Kultusminister und CSU-Politiker, der am 8. Juni im Alter von 94 Jahren gestorben war.
DLM-Chef Thorsten Schmiege hält die von Kulturstaatsminister Weimer geplante Digitalabgabe für Internetkonzerne zwar für nachvollziehbar, warnt aber vor Risiken wie transatlantischen Gegenschlägen und staatlicher Einflussnahme bei der Mittelverteilung.
CBS einigte sich mit Lee Mendelson Film Productions auf eine Lizenzgebühr, nachdem Stephen Colbert beim „Late Show"-Finale absichtlich Vince Guaraldis „Linus and Lucy" ohne Genehmigung spielen ließ. Der Erlös geht an die World Central Kitchen.
Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele scheitern ambitionierte Pläne an Geldmangel: Das Vollrepertoire-Programm wurde gestrichen, die städtische Festmeile abgesagt und eine Gedenkveranstaltung zur NS-Geschichte der Festspiele aus Sicherheitsgründen abgesagt – letzteres löst scharfe Kritik aus.
Publizist Michel Friedman kritisiert die Absage eines Gedenkkonzerts bei den Bayreuther Jubiläumsfestspielen scharf, bei dem er eine Rede halten sollte. Die Festspielleitung begründete die Absage mit Sicherheitsproblemen.
Michel Friedman kritisiert die Absage eines Gedenkkonzerts bei den Bayreuther Festspielen zum 150-jährigen Jubiläum scharf. Die Festspielleitung begründet die Absage mit Sicherheitsproblemen, Friedman nennt dies demokratiefeindlich.
Eine Studentin der Evangelischen Hochschule Nürnberg kritisiert die öffentliche Distanzierung der Hochschulleitung von Professor Ralf Frisch als kontraproduktiv und fordert mehr Ambiguitätstoleranz im theologischen Diskurs.
Die Besetzung der Berliner „Landesansprechperson" gegen Antisemitismus an Hochschulen verzögert sich; die Jüdische Studierendenunion kritisiert das intransparente Auswahlverfahren, bei dem der Schutz jüdischer Studierender zunehmend in den Hintergrund gerückt sei.
Das Landgericht Hamburg hat eine einstweilige Verfügung gegen die Axel Springer Deutschland GmbH erlassen, weil Welt-Kommentator Andreas Rosenfelder fälschlich behauptete, CORRECTIV habe eine Recherche mit Bundesregierung und Verfassungsschutz abgestimmt.