Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & Recht
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Die Regisseurin Amélie Niermeyer übernimmt ab 1. Oktober 2025 die Präsidentschaft der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und will die Institution international vernetzen sowie neue Formate zwischen Theater, Musik und digitalen Medien entwickeln.
Hans Maier, CSU-Politiker, langjähriger bayerischer Kultusminister und Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, ist im Alter von 94 Jahren in München gestorben. Er prägte Jahrzehnte lang Bildung, Wissenschaft und politischen Katholizismus in Deutschland.
München plant die Einführung einer Gewerbe-SoBoN, die das Prinzip der sozialgerechten Bodennutzung auf Gewerbeflächen überträgt, um Nutzungsmischung zu fördern und Kleinbetriebe zu schützen. Ob das Instrument Entwicklung beschleunigt oder hemmt, hängt von seiner konkreten Ausgestaltung ab.
Martin Grasmück wurde vom Rundfunkrat des Saarländischen Rundfunks mit 22 von 24 Stimmen im ersten Wahlgang als Intendant wiedergewählt und setzt seine 2021 begonnene Amtszeit fort.
Ein Richter hat die Millionenklage des Kennedy Centers gegen Jazzmusiker Chuck Redd abgewiesen, der sein Weihnachtskonzert nach Trumps Umstrukturierung des Hauses abgesagt hatte. Washingtons Anti-SLAPP-Gesetze schützten ihn vor politischer Vergeltung.
Hans Maier, von 1970 bis 1986 bayerischer Kultusminister (CSU) und langjähriger ZdK-Präsident, ist im Alter von 94 Jahren in München gestorben. Der Wissenschaftler und Politiker prägte Bayerns Bildungslandschaft und den politischen Katholizismus in Deutschland.
Caroline Fetscher analysiert in den Frankfurter Heften das kulturpolitische AfD-Programm für die Sachsen-Anhalt-Wahl, das Russischunterricht fordert, Orbans Ungarn als Vorbild nimmt und Sonderklassen für Flüchtlingskinder vorsieht.
Der SR-Rundfunkrat wählt zwischen Amtsinhaber Martin Grasmück und FFA-Chef Peter Dinges als nächsten Intendanten für die Amtszeit 2027–2033; eine Zwei-Drittel-Mehrheit ist erforderlich.
Martin Grasmück ist vom SR-Rundfunkrat mit 22 von 24 Stimmen als Intendant des Saarländischen Rundfunks wiedergewählt worden und tritt ab Mai 2027 seine zweite sechsjährige Amtszeit an.
Die Ministerpräsidenten Mario Voigt und Sven Schulze (CDU) haben eine Radioquote für deutschsprachige Musik gefordert – ein seit 1996 wiederkehrendes Thema. Sinnvoller wäre laut Kolumne die Förderung lokaler und mehrsprachiger Musikszenen statt sprachbasierter Quoten.
Claudia Michelsen kritisiert die MDR-Entscheidung, die Krimi-Produktionen „Polizeiruf 110" und „Tatort" drei Jahre lang zu pausieren, da dies ostdeutsche Perspektiven im Fernsehen weiter unsichtbar mache. Der MDR begründet die Aussetzung mit finanziellen Engpässen.
Zum 150-jährigen Jubiläum der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth streicht Oberbürgermeister Zippel die geplante Festmeile und kündigt weitere Programmkürzungen an – Grund sind hohe Kosten und Finanzierungslücken.
Düsseldorf verzichtet auf den bis zu eine Milliarde Euro teuren Opernneubau und saniert stattdessen das bestehende Gebäude. Der laufende Spielbetrieb soll dabei nicht ausgelagert werden, was die Kultureinrichtung besorgt.
Über 100 Kunstschaffende der Biennale Venedig drohen mit rechtlichen Schritten, weil die Veranstalter sie trotz Austrittsankündigung nicht von der Nominiertenliste für den Besucherpreis entfernt haben – ein Streit, der aus dem Jury-Rücktritt wegen der Israel- und Russland-Teilnahme resultiert.
Bayreuth streicht die geplante Festmeile zum Jubiläum „150 Jahre Bayreuther Festspiele" am 25. und 26. Juli wegen überraschend großer Finanzierungslücken. Oberbürgermeister Zippel kündigt weitere Programmkürzungen an, über die der Stadtrat Ende Juni entscheidet.
Bayreuth streicht die geplante Festmeile zum 150-jährigen Jubiläum der Richard-Wagner-Festspiele am 25./26. Juli, weil die Stadt überraschend große Finanzierungslücken festgestellt hat. Oberbürgermeister Andreas Zippel (SPD) kündigt weitere Programmkürzungen an.
Der Wochenrundbrief des Deutschen Kulturrates thematisiert den Begriff des Anthropozäns und die damit verbundene kulturpolitische Verantwortung für die Natur, ergänzt durch Hinweise auf ein Kultur-Statement aus Sachsen-Anhalt, eine Demokratie-Debatte am Bauhaus Dessau und ein FREO-Jubiläumspanel.
Der sechsteilige ARD-Podcast „Klang der Macht" von Axel Brüggemann und Jeanny Wasielewski beleuchtet, wie Putin Kultur als Machtinstrument nutzt – von seiner KGB-Zeit in Dresden 1989 über die Panama Papers bis zum Ukraine-Krieg, verbunden durch die Dresdner Semperoper.
Der Landesmusikrat Berlin warnt vor der geplanten Integration von COSMO in rbb radio3 und fordert den Erhalt eigenständiger Kulturprogramme sowie regionaler Musik- und Kulturberichterstattung im rbb.
Der Senat der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover hat Prof. Dr. Jörg Abbing mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt und schlägt ihn dem niedersächsischen Wissenschaftsminister zur Ernennung vor.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer akzeptiert einen Gerichtsbeschluss des Verwaltungsgerichts Berlin und legt keine Rechtsmittel ein: Er darf die Betreiberinnen des Buchladens „Zur schwankenden Weltkugel" nicht als „politische Extremisten" bezeichnen.
Der WDR-Rundfunkrat diskutiert die Einstellung des multikulturellen Senders Cosmo, der ab 2027 durch neue 1Live-Ableger ersetzt werden soll. Prominente, Politiker und Fans kritisieren dies als „Mogelpackung" und sehen den gesetzlichen Auftrag des WDR gefährdet.
Der Bayerische Rundfunk stellt am 16. Juni die Hörfunkprogramme BR24 live und BR Verkehr ein – früher als ursprünglich geplant, bedingt durch den Redaktionsumzug auf den neuen BR-Campus Freimann und den ARD-Reformstaatsvertrag zur Senderreduzierung.
Die Theater- und Opernregisseurin Amélie Niermeyer übernimmt ab 1. Oktober die Leitung der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und will die Institution stärker international vernetzen sowie neue Formate zwischen Theater, Musik und digitalen Medien entwickeln.