Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Kulturpolitik & Recht
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Verdi klagt vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen das bayerische Ladenschlussgesetz, das trotz einer Lockerung – etwa Sonntagsöffnungen in Ausflugsorten und Automatensupermärkten – weiterhin restriktiv bleibt.
Der ehemalige SWR-Intendant Peter Voß kritisiert am Beispiel der Rapper Ikkimel und Danger Dan eine politische Doppelmoral: Linke Verbal-Provokationen würden gesellschaftlich toleriert, während rechte Aussagen konsequent sanktioniert werden.
Nach dem Diebstahl des 2.500 Jahre alten Torque von Vix aus einem Museum in Burgund plant Frankreichs Kulturministerium mit einem 33-Punkte-Paket besseren Schutz für gefährdete Exponate, darunter vorübergehende Auslagerungen und unangekündigte Sicherheitsüberprüfungen.
Die Unesco hat das Teatro Amazonas in Manaus und das Theatro da Paz in Belém als Welterbe anerkannt. Die beiden historischen Opernhäuser aus der Kautschukboom-Ära sind die ersten Kulturstätten Nordbrasilien auf der Welterbeliste.
Deutsche Größe, deutscher Abgrund: Das Wagner-Gleichnis, das der Kanzler zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele bemüht, klingt erst mal spannend. Aber bringt es uns wirklich weiter?
Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD lässt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Sicherheitskonzepte für bevorstehende CSDs im Freistaat überprüfen und kündigt bei Bedarf verstärkte Schutzmaßnahmen an. Konkrete Anschlagspläne in Bayern sind laut Herrmann derzeit nicht bekannt.
Beim 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele bekennt sich Festspiel-Leiterin Katharina Wagner klar gegen Rechtsruck, Rassismus und Antisemitismus; Publizist Michel Friedman hält eine viel beachtete Rede zur NS-Vergangenheit der Festspiele und ruft zur Verteidigung der Demokratie auf.
Beim Festakt zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele distanzieren sich alle Rednerinnen und Redner von Rechtsextremismus und Antisemitismus – im Hintergrund war ein Gemälde mit Adolf Hitler zu sehen.
Die Eröffnung der Bayreuther Festspiele zum 150-jährigen Jubiläum stand im Zeichen der NS-Aufarbeitung: Ein Mural mit Hitler-Darstellung, klare Worte Katharina Wagners gegen Antisemitismus und ein romantisch-interpretierter Beethoven unter Christian Thielemann prägten den Abend.
Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele positionierte sich Intendantin Katharina Wagner in ihrer Begrüßungsrede klar gegen Rechtsruck, Rassismus und Geschichtsverleugnung und entschuldigte sich erneut bei Michel Friedman für dessen Ausladung.
Bundeskanzler Friedrich Merz besucht mit seiner Frau die Bayreuther Festspiele zum 150-jährigen Jubiläum, begleitet von der künftigen Kanzleramtsministerin Nina Warken, Philipp Amthor sowie den Ministern Alexander Dobrindt und Dorothee Bär.
Rheinland-pfälzischer Kulturminister Sven Teuber (SPD) will Kulturschaffende durch Honoraruntergrenzen und Förderpreise stärken sowie Kinos, Bibliotheken und Begegnungsorte im ländlichen Raum ausbauen und die Unabhängigkeit der Kultur per Kulturfördergesetz sichern.
Premierminister Andy Burnham kündigt eine Steuersenkung um 20 Prozent für rund 32.000 britische Pubs, Diskotheken und Konzertlokale an, die je etwa 1.300 Euro jährlich einsparen sollen. Die Branche hält die Entlastung für unzureichend.
Julian Nida-Rümelin, ehemaliger Münchner Kulturreferent, äußert sich im Streit um die Münchner Kammerspiele zu Intendanz-Begrenzungen, kulturpolitischen Einflussmöglichkeiten und warnt vor Gesinnungsprüfungen in der Kulturpolitik.
Der Bayreuther Stadtrat entsendet Antonia Marsmann, Leiterin des städtischen Beteiligungscontrolling, als Vertretung der seit Mai freigestellten Kulturreferentin Eva Bär in die Aufsichtsgremien der Bayreuther Festspiele.
Das Theater Regensburg wurde Anfang Mai offiziell zum sechsten Staatstheater Bayerns ernannt; Stadt Regensburg und Freistaat Bayern unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Förderung des Fünfspartenhauses.
Ministerpräsident Markus Söder und Kunstminister Markus Blume luden rund 400 Gäste zur fünften Kultursommerlounge ins Münchner Haus der Kunst. Blume bekräftigte Bayerns Bekenntnis zur Kulturförderung; Eva Felten, Josef Köpplinger und posthum Günter Maria Halmer wurden mit „Pro meritis scientiae et litterarum" ausgezeichnet.
Nicola Bremer, Oberspielleiter in Wilhelmshaven, argumentiert, dass Kulturschaffende im Kampf gegen Budgetkürzungen ökonomische Argumente stärker nutzen sollten, da Kulturförderung wirtschaftliche, touristische und gesundheitliche Effekte erzeugt, die öffentliche Ausgaben langfristig rechtfertigen.
Die Ausladung von Danger Dan und Igor Levit durch die ZDF-Führung bescherte der Jubiläumsausgabe der „Anstalt" 1,79 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 13,9 Prozent – der bisherige Jahresbestwert der Satiresendung.
Acht ZDF-Fernsehratsmitglieder kritisieren in einem offenen Brief die Ausladung von Danger Dan aus der „Anstalt" als Fehler und Einschränkung der Kunstfreiheit; Fernsehrats-Vorsitzende Gerda Hasselfeldt stützt hingegen die Entscheidung von Intendant Norbert Himmler.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kündigt an, sein Amt nur für eine Legislaturperiode auszuüben, da er nach vier Jahren wieder mehr Zeit für seine Familie haben möchte.
Ein australisches Gericht wies die Verleumdungsklage der Schauspielerin Charlotte MacInnes gegen Rebel Wilson ab. MacInnes hatte Wilson vorgeworfen, mit Instagram-Posts ihren Ruf beschädigt zu haben, indem sie sexuelle Belästigung durch Filmproduzentin Amanda Ghost andeutete.
Die jüngste Gegenwart hat wieder gezeigt, wie schwierig es für die Bayreuther Festspiele ist, sich den dunklen Seiten ihrer Geschichte zu stellen. Manche tun sich bis heute schwer damit.
ZDF-Intendant Norbert Himmler verteidigt die Ausladung von Danger Dan und Igor Levit aus der Jubiläumssendung der „Anstalt", räumt jedoch ein, dass die Kurzfristigkeit der Entscheidung ein Fehler war.