Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Literatur
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Die tägliche Bücherschau bündelt Buchkritiken vom 27.08.2026, darunter Besprechungen zu Valeria Gordevs Debütroman über ein russifiziertes Faust-Motiv, Paulus Hochgatterers neuem Roman sowie Jaroslav Rudis' Friedhofsreise durch Mitteleuropa.
Die ARD-Doku-Serie „Kafka" von Drehbuchautor Daniel Kehlmann und Regisseur David Schalko beleuchtet in sechs Folgen das Leben Franz Kafkas aus verschiedenen Perspektiven – darunter seine Freundschaft zu Max Brod, seine Liebesbeziehungen und sein Verhältnis zum tyrannischen Vater.
Doron Rabinovicis Roman „Die Einstellung" zeigt, wie ein Rechtspopulist ein enthüllendes Pressefoto für seinen eigenen Wahlkampf nutzt und damit die Ohnmacht aufklärerischer Bildpolitik in polarisierten Medienöffentlichkeiten demonstriert.
blumenleere stellt am 11. Oktober 2026 im Brechthaus Augsburg sein bei KILLROY media erschienenes Werk „wohin ein wind uns jemals traegt" vor – ein interaktives poetisches System, das gemeinsam mit der Leserin ein individuell generiertes Langgedicht erzeugt.
Gunna Wendt liest am 4. Oktober 2026 im Brechthaus Augsburg aus ihrem Werk über die Schwestern Else und Frieda von Richthofen, die als Teil der Schwabinger Bohème um 1900 konventionelle Lebensformen hinterfragten.
Die Stadtwerke Augsburg und der Verein Freunde der Stadtbücherei Augsburg veranstalten am 28. Oktober 2026 im Parktheater Göggingen einen Benefiz-Poetry-Slam, dessen Erlös der Leseförderung von Grundschulkindern in Augsburg zugutekommen soll.
Was passiert, wenn alle Ressourcen versiegen? „Missitalia“ von Claudia Durastanti ist Heimatroman und wilder Genremix, gewieft komponiert und sensationell gut geschrieben.
Keinem Staatsmann widmete Goethe mehr Zeilen als Charles Maurice de Talleyrand. Der Franzose faszinierte den Dichter durch Undurchschaubarkeit, Reaktionsschnelle. Und einen besonderen Blick.
ARD-Moderatorin Susan Link stellt am 27. Oktober 2026 in Köln ihr Buch „Ich habe eine Wassermelone getragen" vor, das Frauen der Generation X zwischen Anpassung und Befreiung porträtiert.
Der ungarische Schriftsteller Péter Nádas, bekannt für seine Romane über Diktaturen, Gewalt und Identität, ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
Literaturwissenschaftler Carsten Gansel untersucht in seinem Buch „Ausradiert?" das Schicksal zu Unrecht verdrängter DDR-Literatur und entdeckt dabei zugleich seine eigene mecklenburgische Herkunft neu.
Kaum jemand hat Europas Erinnerungen, Brüche und Abgründe so genau vermessen wie er: Der ungarische Schriftsteller und Fotograf Péter Nádas ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Der ungarische Schriftsteller Péter Nádas, der oft als Nobelpreis-Anwärter gehandelt wurde, ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
In „1999 Meter über dem Meer“ erzählt Caroline Wahl wieder von einer jungen Frau, die ihr Leben in den Griff bekommt – auf Bali, in Berlin und St. Moritz. Kann die Bestsellerautorin ihre Fans damit glücklich machen?
Der ungarische Schriftsteller Péter Nádas ist im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Gombosszeg gestorben. Er galt als Autor monumentaler Epochenromane wie „Buch der Erinnerung" und „Parallelgeschichten".
Jérôme Ferraris Roman "Nord Sentinelle" erzählt von einem tödlichen Messerangriff auf Korsika und verhandelt daran die Fragen nach Heimat, Männlichkeit und dem Konflikt zwischen Einheimischen und Touristen, ohne einer Seite recht zu geben.
Die tägliche Bücherschau bespricht aktuelle Neuerscheinungen, darunter Ingo Schulzes Roman „Das Wasser im August", Yael Inokais Krimi „Die Auster" sowie Kobai Halstenbergs Oral History über obdachlose Jugendliche und Ilse Losas autobiografischen Flucht-Roman.
Ein Schicksalsschlag: Der Schriftsteller Michael Köhlmeier verliert Monika Helfer, seine Partnerin in der Kunst und im Leben. Kurz danach erscheint jetzt „Mein privates Glück“ – sein bisher persönlichstes Buch.
Eine Lyrikerin, die ihre Biografie erfunden hat, und eine Journalistin, die ihr auf der Spur ist: Die Plot-Idee von Özge İnans Roman „Die Dichterin“ ist fabelhaft. Doch die Figuren bleiben schematisch, die Sprache erstickt in Floskeln.
Die Monacensia in München zeigt bis 2028 die Ausstellung „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv", die das Wirken der 1982 gegründeten Literaturhandlung – der ersten Buchhandlung für jüdische Literatur in Deutschland nach 1945 – anhand von Archivmaterialien, Fotografien und Tonaufnahmen dokumentiert.
Mal wieder hat ein Autor den „großen Gegenwartsroman“ hingelegt – angeblich. Diesmal Philipp Oehmke mit dem Roman „Papenburg“. Man ahnt es schon: Bei dieser Flughöhe kann man nur scheitern.
Die Kölner Autorin Hanka Meves beleuchtet in ihrem historischen Roman „Der Künstlerinnen-Klub" die fast vergessene jüdische Expressionistin Olga Oppenheimer, deren Nachlass und Patientenakte die Nazis vernichteten.
Fünf Romane für die letzten Spätsommerabende führen nach Trinidad, Tokio, Madrid und Philadelphia und behandeln Themen wie Einsamkeit, Rassismus, Arbeitsentfremdung und gesellschaftliche Ungleichheit.
Seán Hewitts Romandebüt „Öffnet sich der Himmel" erzählt aus der Rückschau eines Mannes von seiner ersten, unausgesprochenen Liebe zu einem Jungen in einem englischen Dorf. Die lyrische Sprache des Autors erzeugt intensive Naturbeschreibungen, lässt jedoch Erzähldynamik vermissen.