Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Literatur
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Die Jury des Deutschen Buchpreises gibt die Longlist bekannt: Welche Autorinnen und Autoren die verkaufsträchtige Auszeichnung bekommen könnten – und welche nicht.
Die Münchnerin Marianne Koch veröffentlicht kurz vor ihrem 95. Geburtstag ihre Memoiren „Mutig sein!", in denen sie auf ihr Leben als Filmstar der 1950er/60er Jahre, Ärztin, Moderatorin und Autorin zurückblickt.
Édouard Louis erzählt in „Der Absturz" die Geschichte seines alkoholkranken Bruders, der an Armut und sozialer Ungleichheit scheiterte, und verbindet dabei persönliche Erinnerung mit soziologischer Analyse von Herkunft, Scham und Klassenzugehörigkeit.
Im Interview spricht Patrick Charnley über sein Leben nach dem Herzstillstand, seine Hirnschädigung – und den Roman, den er trotz allem geschrieben hat.
Führt der ungebremste Erfolg der Hörbücher zum Ende des Lesens? Günther Stocker vom Wiener Forschungsprojekt „Listening to Literature“ über Ablenkung und Konzentration – und die Feinheiten des gesprochenen Worts.
Die Kolumnen der Schriftstellerin Antonia Baum erscheinen als Buch, und in der Sammlung erinnert „Mein Leben als Frau“ an Dringendes aus der jüngsten Vergangenheit, was wir gerade verdrängt hatten.
Der Thriller-Autor Sebastian Fitzek macht zu seinem Autorenjubiläum zweimal die Berliner Waldbühne voll. Beim Zuschauen bekommt man eine Ahnung, wie er so unwahrscheinlich erfolgreich werden konnte.
Navid Kermani spricht in einem Interview über seine Anthologie „Köln. E Jeföhl" und reflektiert den kulturellen Niedergang Kölns, die kölschgemachten Katastrophen wie den Archiveinsturz sowie seine anhaltende Zuneigung zur Stadt.
Jorge Amado, brasilianischer Schriftsteller und überzeugter Kommunist, setzte sich literarisch für die Benachteiligten Brasiliens ein und schuf ein kulturelles Denkmal für den Bundesstaat Bahia – sein 100. Geburtstag und 25. Todestag werden gewürdigt.
Simone Scharbert erhält den mit 10.000 Euro dotierten W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2026 für ihre „Kammerprosa" über einen sterbenden Vater und eine KZ-Gefangene, die Holocaust-Erinnerung sprachlich erneuert.
25 Autorinnen und Autoren erkunden in dem Lesebuch „Berge" der edition lichtung in Gedichten, Kurzgeschichten und Prosatexten verschiedene Aspekte des Berglebens – von den Höhenzügen des Bayerischen Waldes bis zu den Dolomiten.
Vor 100 Jahren veröffentlichte Thomas Mann mit „Der Zauberberg" einen Roman über einen jungen Mann, der sieben Jahre in einem Schweizer Sanatorium verbringt und dort philosophische, politische und existenzielle Debatten erlebt – ein Werk, das Literaturwissenschaftler heute als erschreckend aktuell einordnen.
Der französische Schriftsteller und Goncourt-Preisträger Didier Decoin ist gestorben.
Journalist und Autor Stefan Aust erhält den Ehrenpreis des Bayerischen Buchpreises 2026 für sein publizistisches Gesamtwerk, darunter das RAF-Standardwerk „Der Baader-Meinhof-Komplex". Die Verleihung findet am 29. Oktober in München statt.
Wissenschaftliche Publikationen waren seine Passion, sein bekanntester Verlag trug auch seinen Namen. Zum Tod des großen Buchmenschen und Netzwerkers Klaus G. Saur.
Hannah Häffners „Die Riesinnen“ und Miriam Carbes „Unerwünschte Töchter“ erzählen von mehreren Generationen von Frauen. Was alle miteinander und mit der Gegenwart verbindet: Sie können nie ganz die sein, die sie gern wären.
Stefan Aust, ehemaliger Chefredakteur des „Spiegel" und Autor des Standardwerks „Der Baader-Meinhof-Komplex", erhält den Ehrenpreis des Bayerischen Buchpreises für sein publizistisches Gesamtwerk. Die Verleihung findet am 29. Oktober 2026 in München statt.
Zisterzienserpater Karl Wallner wird ab September geistlicher Mitherausgeber der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost" und übernimmt die geistliche Begleitung der Redaktion sowie Beratung in theologischen und medialen Fragen.
Nicht nur Liebeserklärungen an die Poesie, sondern auch sinnliche Leseförderung: Vier neue Bücher, die Kindern den Weg in die Lyrik weisen.
Der französische Schriftsteller Didier Decoin ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Der mit dem Prix Goncourt ausgezeichnete Autor veröffentlichte über 30 Romane und schrieb das Drehbuch zur Hollywood-Verfilmung von Jurek Beckers „Jakob der Lügner".
Bald feiert Elfriede Jelineks „Unter Tieren“ bei den Salzburger Festspielen Premiere. Damit das Bestiarium vollständig ist, lohnt es sich, ihren Wutausbruch vorab als Buch zu lesen.
George R.R. Martin beschreibt in einem Blogeintrag ein von Trauer und Depression geprägtes Jahr und erklärt damit seine anhaltende Schreibpause – 15 Jahre nach dem letzten Band seiner „A Song of Ice and Fire"-Reihe.
Fredrik Backmans neuer Roman „Freunde fürs Leben" verbindet die Geschichte einer elternlosen Jugendlichen mit der Vergangenheit vier befreundeter Außenseiter, die ein berühmtes Gemälde miteinander verknüpft – ein poetisches Werk über Freundschaft, Kunst und menschliche Verbundenheit.
„Zeit der Monster“ ist der erste Roman von Şeyda Kurt. Es geht um ein dem Untergang geweihtes Stadtviertel und dessen wehrhafte Bewohner. Ein Spaziergang mit der Autorin durch ihre Heimat Köln-Kalk.