Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Musik
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Of Montreals neues Album AETHERMEAD verbindet Fuzz-Gitarren und eingängige Harmonien zu einem retroorientierten Psychedelic-Pop, der an Sixties-Ikonen wie The Zombies oder Syd Barrett erinnert.
Modest Mouse veröffentlichen mit „An Eraser and a Maze" ein abgeklärtes, vielschichtiges Album, das Isaac Brock als einziges verbliebenes Gründungsmitglied prägt und zwischen tanzbar-unruhigen Momenten und nachdenklichen Shanty-Klängen pendelt.
Die Hamburger Indie-Supergroup Agassi – bestehend aus Ex-Fußballprofi Ben Galliers, Wir-Sind-Helden-Bassist Mark Tavassol und Sängerin Nina Müller – veröffentlicht mit ARCADE MELODIES ihr Debütalbum, das Postpunk, Postbritpop und Sprechgesang verbindet.
Evanescence veröffentlichen mit SANCTUARY ihr sechstes Album, das ihrem typischen Mix aus Pop-Metal, elektronischen Elementen und Amy Lees Opernstimme treu bleibt und von der politischen Lage in den USA inspiriert ist.
Der neuseeländische Rapper Who Shot Scott verarbeitet auf seinem Debütalbum HAIRY rassistische Schulerfahrungen, punktet dabei weniger durch lyrische Originalität als durch einen verspielten Pop-Rap-Sound mit humorvollen Vocals.
Zoh Amba veröffentlicht mit EYES FULL ein Songwriting-Debüt, das den Jazz hinter sich lässt und in 13 Blues-Folk-Songs Lebensrealitäten aus dem ländlichen Tennessee aus der Distanz beleuchtet.
Sparklemamis Debütalbum IN THIS BODY verbindet Latin-Jazz, Soul, Funk und HipHop zu einer stimmungsvollen Suite über Beziehungen und Identität – kritisiert wird einzig die kurze Spielzeit von rund 25 Minuten.
Deer Ticks neuntes Album COIN-O-MATIC widmet sich der Geschichte ihres Heimatstaates Rhode Island – von Einwanderer-Dynastien bis zur Mafia – und vereint dabei eklektisch College-Rock, Classic-Rock, Soul und Doo Wop.
Bedouine (Azniv Korkejian) verarbeitet auf NEON SUMMER SKIN die Fluchtgeschichte ihrer Familie durch Armenien, Syrien und Saudi-Arabien in warmen, ruhigen Songs über Verlust, Entwurzelung und Neuanfang.
Klez.e veröffentlichen mit EINMAL MEHR MIT DIR GEGEN DIE FURCHT ihr sechstes Album, auf dem die Berliner Band ihren düsteren Gothic-Rock-Ansatz konsequent weiterführt und laut Rezension wahrhaftiges Pathos als Gegenentwurf zur Banalität des Bösen setzt.
Fatoumata Diawaras neues Album MASSA setzt den auf LONDON KO eingeschlagenen Weg fort: Die Produktion unter Matthieu Chedid klingt geschmeidig, wirkt aber musikalisch beliebig, während Diawaras Texte weiterhin Themen wie Migration und Frauenrechte aufgreifen.
Laura Misch hat mit LITHIC ein konzeptionelles Jazztronica-Album veröffentlicht, das in Steinbrüchen, Höhlen und an Klippen entstand und Steine, Granit und Schiefer als rhythmische und klangliche Grundlage nutzt.
Beatrice Masters alias Beatrice M. veröffentlicht mit SINKING ein Debütalbum, das Techno und House mit rhythmisch komplexen Patterns, wattigen Chords und unerwarteten Elementen verbindet und dabei über klassische Clubmusik-Formeln hinausgeht.
Wallis Bird verarbeitet auf ihrem ersten selbst produzierten Album I CAN SEE YOUR HOUSE FROM HERE den Tod ihres Freundes Kevin Ryan sowie gesellschaftliche Krisen in bodenständigem Akustik-Folk-Pop, wobei die persönlichen Trauer-Songs stärker überzeugen als die gesellschaftskritischen Stücke.
Vince Staples richtet seinen Blick auf CRY BABY nach außen und diagnostiziert mit klarem Rap und fiebrigen, rockigen Beats die inneren Spannungen der US-amerikanischen Gesellschaft.
Der Prince Estate und Legacy Recordings veröffentlichen am 28. August 2026 „Timeless", ein Archivalbum mit zehn seltenen Aufnahmen aus den Jahren 1977 bis 2016, darunter die bereits erschienene Single „Stone" von 1995.
Apple Corps Ltd. erkennt den von Fans initiierten „Global Beatles Day" am 25. Juni offiziell an und veröffentlicht die legendäre „Our World"-Performance von 1967 erstmals in Farbe auf YouTube.
Kitschkrieg und Shirin David gehen mit dem deutschsprachigen Song „Gut Genug" in den USA viral, nachdem englischsprachige Kommentare auf YouTube und TikTok großes Interesse zeigen. Das Album „Kitschkrieg Zwei" erscheint am 5. Juni.
Kim Petras verbindet in ihrem neuen Song Trauer über den Abriss eines Brutalismusgebäudes mit ihrer Transition; die Kolumne knüpft daran Reflexionen über den DDR-Film „Die Legende von Paul und Paula" und den kostenpflichtigen Kölner Dom-Eintritt.
Linkin Park spielten am 3. Juni ihr zweites Konzert im Hamburger Volksparkstadion vor 50.000 Fans und variierten die Setlist gegenüber dem ersten Abend, unter anderem mit „Points of Authority", „Somewhere I Belong" und „Bleed It Out".
Die Oper Bielefeld zeigt Leonard Bernsteins „Candide" in einer Inszenierung von Wolfgang Nägele, die mit starkem Ensemble und mitreißender Musik überzeugt, durch einen distanzierenden „postdramatischen" Ansatz jedoch Spannung und emotionale Wirkung im zweiten Teil einbüßt.
Vor dem zweiten Linkin-Park-Konzert im Hamburger Volksparkstadion am 3. Juni feuerte ein Polizist einen Warnschuss, nachdem ein 36-jähriger Autofahrer eine Absperrung umfuhr und den Beamten gefährdete. Der Fahrer wurde festgenommen, ein Terrorverdacht ausgeschlossen.
Linkin Park eröffnen zum Münchner Konzert in der Allianz Arena am 11. und 12. Juni einen Pop-up-Store mit dem FC Bayern München in der Arnulfstraße 195, wo vom 10. bis 13. Juni eine limitierte Kollektion erhältlich ist.
The Cure treten beim Primavera Sound 2026 in Barcelona erstmals ohne den im Dezember 2025 verstorbenen Keyboarder Perry Bamonte auf und beginnen damit ihre umfangreichste Open-Air-Saison.