Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Sparten & Kunstformen
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Am Oldenburgischen Staatstheater inszeniert Generalintendant Georg Heckel Manfred Gurlitts selten gespielte Oper „Wozzeck" als hochaktuelle Auseinandersetzung mit Femizid und gesellschaftlicher Mitverantwortung, mit Arthur Bruce in der Titelrolle.
Das Staatstheater Kassel hat Hanns Eislers „Deutsche Sinfonie" in einer szenischen Uraufführung unter Regie von Paul-Georg Dittrich auf die Bühne gebracht und verknüpft dabei die NS-Geschichte mit Gegenwartsbezügen, darunter der Kasseler NSU-Mord.
Beatsteaks-Sänger Arnim Teutoburg-Weiß filmte beim Metallica-Konzert im Berliner Olympiastadion einen Besucher, der während der Show den Online-Shop eines Baumarkts durchsuchte, und teilte das Video mit dem Kommentar „Nothing else matters" auf Instagram.
Kurt Vile spricht über sein neues Album „Philadelphia's Been Good to Me", das Familie, Heimat und Lebenszufriedenheit in der Lebensmitte thematisiert und seinen Stil zwischen Indie-Rock und Neil-Young-Referenzen verortet.
Die Sportfreunde Stiller haben das Fußball-Thema musikalisch abgehakt und spielen ihren WM-Hit „54, 74, 90, 2006" kaum noch live. Auf ihrer Jubiläumstournee passen sie Konzertzeiten dennoch an Deutschland-Spiele der WM 2026 an.
Serienschöpfer Jacob Tierney bestätigt, dass er mit Hochdruck an Staffel zwei von „Heated Rivalry" schreibt; Drehstart ist für August geplant, die neue Staffel basiert auf Rachel Reids Buch „The Long Game".
Mehrere Künstler sagten ihre Auftritte beim US-Jubiläumskonzert Freedom 250 in Washington ab, weil sie sich über den politischen Charakter der Veranstaltung getäuscht fühlten. Trump bot daraufhin an, selbst einzuspringen und die Feier in eine „AMERICA IS BACK"-Kundgebung umzuwandeln.
Vanilla Ice verteidigt seinen geplanten Auftritt beim Trump-nahen Freedom-250-Konzert auf der National Mall und erklärt, Musik sei unpolitisch – er würde ebenso für Putin oder Biden spielen. Fünf andere Acts haben ihre Teilnahme bereits abgesagt.
Die amerikanische Schauspielerin Kelly Curtis, Schwester von Jamie Lee Curtis und Tochter von Tony Curtis und Janet Leigh, ist am 30. Mai im Alter von 69 Jahren gestorben. Jamie Lee Curtis bestätigte den Tod auf Instagram.
Die Sportfreunde Stiller haben Fußball als musikalisches Thema abgeschlossen und spielen ihren WM-Hit „54, 74, 90, 2006" kaum noch live. Ihre laufende Jubiläumstour passten sie dennoch an die WM-Spielzeiten an.
Netflix ergänzt seine Mediathek im Juni 2026 unter anderem mit dem Goldene-Palme-Gewinner „Anatomie eines Falls" und dem Anime-Film „Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim".
Metallica verzichten seit dem Start ihrer M72 World Tour 2023 vollständig auf Zugaben. Das Konzept des „No Repeat Weekend" mit zwei unterschiedlichen Setlists pro Stadt macht die klassische Encore-Dramaturgie überflüssig.
Netflix ergänzt sein Angebot im Juni 2026 unter anderem um das Cannes-prämierte Gerichtsdrama „Anatomie eines Falls" mit Sandra Hüller sowie den Anime-Film „Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim".
Lawrence Schillers Bildband „Marilyn & Me" dokumentiert die berühmten Poolfotos von Marilyn Monroe vom Sommer 1962, wenige Wochen vor ihrem Tod am Set von „Something's Got to Give", und verbindet historisches Bildmaterial mit Mythosentstehung.
Gerald Huber stellt im Juni-Plattenspiegel neue Alben vor, darunter Kevin Morbys persönlichstes Werk „Little Wide Open" als Platte des Monats sowie Neuveröffentlichungen von Foo Fighters, Broken Social Scene, Paul Holland, The Milk Carton Kids, WEB WEB und Dobré.
Mathias Götz veröffentlicht als Le Millipede das Album „Radical Hope", das Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung und Zukunftsfähigkeit als musikalische Denkbewegung umsetzt und dabei Denkern wie Schumacher, Lovelock und Spinoza gewidmete Instrumentalstücke vereint.
Paul McCartney knüpft auf seinem neuen Album „The Boys of Dungeon Lane" mit dem Song „Momma Gets By" an sein lebenslanges Motiv der stillen, kämpfenden Frau an – eine Figur, die er seit „Eleanor Rigby" (1966) immer wieder beschwört.
Die Enttäuschung über das Finale von „Game of Thrones" erklärt die psychologische „Peak-end rule": Weil die Serie auf Überwältigung statt Versöhnung setzte, überschrieb das schwache Ende die positiven Erinnerungen an Höhepunkte der Serie.
Das Dokudrama von Martin Weinhart (2024) beleuchtet Robert Lembke (1913–1989) als BR-Fernsehmanager und „Was bin ich?"-Moderator und thematisiert zugleich sein Schweigen über Verfolgungserlebnisse als Sohn eines jüdischstämmigen Vaters in der NS-Zeit.
Schauspieler Christian Berkel hielt in Zürich eine Laudatio auf die Dramatikerin Yasmina Reza, in der er ihre präzise Figurenzeichnung, musikalischen Dialoge und die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und menschlichem Scheitern als Kernthemen ihres Werks herausarbeitet.
Das Staatstheater Cottbus zeigt „Ruf der Wildnis / Stimme des Kapitals", eine Bühnenfassung von Soeren Voima nach Jack London, inszeniert von Saskia Kaufmann und Raban Witt – eine kapitalismuskritische Bearbeitung, die vor schwach besetztem Haus wenig überzeugt.