Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Tanz
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War die Untergrundkunst der DDR letztlich ein Produkt des MfS? Eine Retrospektive und ein Buch von Gabriele Stötzer werfen eine Frage neu auf, die auch von Punks heute noch debattiert wird.
Marijn Rademaker und Slava Tutukin gründen mit WINNDance eine Stuttgarter Kompanie für Tänzerinnen und Tänzer über 40 und debütieren am 31. Juli mit der Produktion „Scirocco" bei der Biennale Venedig, mit Stars wie Diana Vishneva und Kostümen von BOSS.
Das CCN/Aterballetto präsentiert einen vierteiligen Ballettabend mit Choreografien von Iratxe Ansa & Igor Bacovich, Phillip Kratz, Angelin Preljocajs und Chrystal Pite, die die thematische Bandbreite des zeitgenössischen Tanzes von Gershwin-Interpretationen bis zu Vergänglichkeit und Verlust zeigen.
Kevin O'Day, bisher Resident Artist am Badischen Staatsballett Karlsruhe, wird ab der Spielzeit 2027/28 Tanzdirektor am Theater Münster im Leitungsteam des neuen Generalintendanten Neil Barry Moss.
Beim Festival ImPulsTanz reagieren zwei Produktionen auf den Zustand der Welt: Christos Papadopoulos' Gruppenwerk „My Fierce Ignorant Step" erkundet Kollektivität und Individualität, während Boris Charmatz im Solo „Muette" nackt und stumm menschliche Verletzlichkeit verkörpert.
Das Bayerische Staatsballett wirft seinen Startänzer raus – und der behauptet auf Instagram, über den Vorgang nur via Social Media erfahren zu haben. Was der Fall Julian MacKay über eine immer noch streng hierarchisch organisierte Branche erzählt.
Das Bayerische Staatsballett hat Erstem Solisten Julian MacKay fristlos gekündigt. MacKay führt die Entlassung auf geäußerte Kritik an Fehlverhalten im Ensemble zurück; das Haus widerspricht seiner Darstellung und nennt juristische Gründe für sein Schweigen.
Das Bayerische Staatsballett hat Ersten Solisten Julian MacKay fristlos gekündigt. MacKay führt die Entlassung auf interne Kritik zurück, während das Haus andere Gründe andeutet und beide Seiten sich in ihren Darstellungen widersprechen.
Die Church Battle in Heidelberg verbindet Street-Dance-Battles mit Choreografie: Tanztheater-Choreografin Christina Liakopoloy und Hip-Hop-Weltmeister David Kwiek lassen Tänzer aller Stile in der Heiliggeistkirche gegeneinander antreten und dabei spontan gemeinsame Miniaturstücke entwickeln.
Das Scottish Ensemble mit den Goldberg-Variationen und Andersson Dance beim Rheingau Musik Festival im Stadttheater Rüsselsheim.
Das hätte böse enden können, aber alles bleibt witzig: „Gelegenheit macht Diebe“, eine feine Rossini-Rarität mit der Kammeroper im Palmengarten.
Edvin Revazov hat Samuel Becketts „Warten auf Godot" für das Hamburger Kammerballett choreografiert und dabei alle vier ausverkauften Vorstellungen im Ernst-Deutsch-Theater gefeiert. Die schlichte, auf Gesten fokussierte Inszenierung gilt als kongeniale Tanzumsetzung des Theaterstoffs.
Ballettdirektor Goyo Montero verabschiedet sich nach 17 Jahren vom Staatstheater Nürnberg mit einer Tanzfilm-Adaption von Hermann Hesses „Der Steppenwolf", die immersive Videotechnik und eine Neukomposition von Owen Belton verbindet.
Das queere Kollektiv Riess Neustadt präsentierte beim Münchner Tanz-Sommer 2026 im Schwere Reiter das choreografische Konzert „This Tomorrow", ein organisches Gesamtkunstwerk aus Musik, Tanz und Licht, das Gemeinschaft und Zukunftsfähigkeit thematisiert.
Fünf Autorinnen berichten vom THINK BIG! Festival in München – einem internationalen Tanz-, Musiktheater- und Performance-Festival für junges Publikum, bei dem sie unter anderem die partizipative Performance „Posto" von Zinola Kühn Productions erleben.
Ricardo Fernando kreiert ein neues Ballett nach dem Cinderella-Stoff, das zu Prokofjews Musik eine moderne und zeitlose Geschichte über Humanität erzählt; Premiere ist am 31. Oktober 2026 in der brechtbühne im Gaswerk in Augsburg.
Die Ballett-Gala in Dortmund vereinte internationale Tanzstars aus Miami, Rom, Amsterdam und Berlin mit dem Ballett Dortmund, das mit der Uraufführung von Guillem Rojo i Gallegos „The Blood of a Poet" klassischen Tanz und digitale Technik verband.
Yeliz Pazar zeigt mit „Point of no Return" im Berliner Dock 11 das erste in Deutschland produzierte Waacking-Bühnenstück, in dem fünf Performer*innen mittels des Tanzstils einen emotionalen Läuterungsprozess von innerem Schmerz zu Frieden durchlaufen.
Der dänische Tänzer Egon Madsen war als Solist ein prägender Star der John-Cranko-Ära am Stuttgarter Ballett und tritt auch mit 80 Jahren noch auf der Bühne auf, aktuell mit der Gauthier-Dance-Company in Stuttgart.
Die Junior Company Bonn zeigt mit „InterSomnia" ein selbst entwickeltes Tanzstück über Schlaf- und Traumzustände, kämpft jedoch seit Jahren mit prekärer Förderung, während Leiterin Rafaële Giovanola ihre Rolle ehrenamtlich ausübt.
Choreograf Hervé Koubi gastierte mit seiner nordafrikanischen Kompanie bei den 51. Balletttagen des Hamburg Ballett und zeigte zwei Stücke, in denen 14 Straßentänzer Hiphop, Streetdance und Sufi-Elemente mit klassischer Musik verbinden.
Beim Tanzabend 2026 der Folkwang Universität der Künste präsentierten Studierende des Instituts für Zeitgenössischen Tanz drei Choreografien von Stephanie Miracle, dem Duo Miller de Nobili und Rainer Behr.
Die Riva & Repele Company zeigt beim Festival DanceFirst in Fürstenfeldbruck zwei Tanztheaterstücke: „Horizons" über Beziehungsdynamiken zwischen Nähe und Distanz sowie „Dear Son" über den Verlust eines Sohnes im Krieg.
Beim Kocherlball im Münchener Englischen Garten treffen sich am Chinesischen Turm ab 6 Uhr Tausende Tänzer zur über 140 Jahre alten Tradition. Der Verein zur Erhaltung der Biergartentradition plant, das Volksfest bis 2029 als UNESCO-Weltkulturerbe nominieren zu lassen.