Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Theater & Darstellende Kunst
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Regisseur Tom Kühnel zeigt am 14. Oktober 2026 in der brechtbühne im Gaswerk Augsburg ein Schauspiel nach Heinrich Bölls Roman, in dem Katharina Blum nach ihrer Verliebtheit in einen Verdächtigen medialer Hetze und polizeilicher Willkür ausgesetzt wird.
Regisseurin Azeret Koua zeigt am Theaterhaus Jena ein dreistündiges Sommerspektakel über die mythologische Prophetin Kassandra, das mit FLINTA-Chor, Akrobatik und Liveband patriarchale Strukturen und das Kassandra-Dilemma als feministisches Coming-of-age-Biopic verhandelt.
Die Luisenburger Festspiele in Fichtelgebirge zeigen ab Freitag eine Bühnenfassung von „Achtsam morden"; Regisseur und Hauptdarsteller Julian Niedermeier versprechen eine noch bessere Version als Netflix-Serie und Buchvorlage.
Die Werkstatistik 2024/25 des Deutschen Bühnenvereins verzeichnet steigende Inszenierungszahlen und knapp 21 Millionen Besuche, während der Frauenanteil in der Regie auf 40 Prozent gestiegen ist und klassische Werke zugunsten von Bearbeitungen an Bedeutung verlieren.
Ali Wong gehört zu den größten Comedy-Stars auf Netflix – und zu den lustigsten Erzählerinnen, wenn es um die Abgründe eines Frauenlebens geht. Warum, das zeigt auch ihr Auftritt in München.
Die Burg Grünwald zeigt die Ausstellung „Karl Valentin und die alten Rittersleut", die Valentins Mittelalter-Begeisterung und seinen Bezug zum Ort beleuchtet, wo er 1941–1943 lebte und an Ritterkomödien arbeitete.
Das Hip-Hop-Musical „Slam Frank", das Anne Frank als pansexuelle Latina neu interpretiert, veröffentlicht sein Cast-Album als Download für 20 Dollar – vor der Wiederaufnahme im New Yorker Orpheum Theatre ab September 2026.
Die Kulturarena Jena eröffnet mit der Theaterinszenierung «Kassandra: coming of age at the end of the world» und bietet bis zum 23. August 57 Veranstaltungen, darunter Konzerte und Open-Air-Filmabende für Zehntausende Besucher.
Das Broadway-Musical „Dolly: A True Original Musical" von Dolly Parton feiert am 19. Januar 2027 im St. James Theater New York Premiere – exakt an Partons 81. Geburtstag. Regie führt Bartlett Sher, Vorpremieren beginnen ab 7. Dezember 2026.
Die Theatergesellschaft Bad Endorf führt vom 24. Juli bis 9. August 2026 im Volkstheater Bad Endorf das Stück „Boandlgeheimnis" auf, eine schwarze Komödie von Ralph Wallner über das Chaos nach dem Tod des Boandlkramers.
Schauspieler Sandro Šutalo verkörpert am Nationaltheater Mannheim in dem autobiografischen Stück „Miss Sara Jevo" seine Dragqueen-Persona und thematisiert queer-migrantische Identität zwischen jugoslawischer Herkunft, Flucht und Selbstermächtigung durch Drag.
Das Festival „Theater der Welt" verzeichnete in Chemnitz über 17.000 Besucher und eine Auslastung von 92 Prozent. 33 internationale Produktionen aus über 15 Ländern thematisierten politische und gesellschaftliche Fragen von Marginalisierung bis Gentechnik.
Carolina Bianchi zeigt beim Festival d'Avignon mit „Uma Luz Cordial" den Abschluss ihrer Trilogie „Cadela Força" – eine poetologische Inszenierung über Schreiben, Gewalt und weibliche Stimmen, die das Publikum mit schockierenden Momenten und bleibenden Fragen konfrontiert.
Nikolaus Habjan inszeniert Gottfried von Einems Dürrenmatt-Oper „Der Besuch der alten Dame" am Gärtnerplatztheater im Stil des Retro-Expressionismus mit Puppen und überzeugt durch herausragende Sängerleistungen, besonders von Sophie Rennert und Ludwig Mittelhammer.
Der Münchner Polizist Joschi Binder hat sich gegen 24 Mitbewerber durchgesetzt. Ab November steht er etwa 50 Mal auf der Bühne der Iberl-Bühne.
Die Jugend-Theatergruppe Schleching feierte mit dem bayerischen Schwank „Je älter – je dümmer" ihre Premiere vor vollem Pfarrsaal und erhielt langanhaltenden Applaus für ihre Leistung.
Lassen sich antike Dramen mit aktuellen Umweltdebatten verbinden? In Mülheim wagt Regisseur Philipp Preuss den Versuch mit „Circus Oresteia“, einem Stück von Thomas Köck.
Die Landshuter Hochzeit 2027 (25.6.–18.7.2027) feiert das 125-jährige Jubiläum des Vereins „Die Förderer" und präsentiert ein neues Plakatmotiv, zusätzliche Programmpunkte sowie eine neue Vereins-App namens „LaHo 1475".
Michael Hatzius präsentiert sein neues Programm „Echsklusiv" im Lustspielhaus München, das laut Rezension sowohl starke als auch problematische Momente bietet und insgesamt einen faden Beigeschmack hinterlässt.
Thomas Melle ergänzt Schillers „Räuber“, und Stefan Pucher macht daraus in Stuttgart rumpeliges, wortreiches Theater. Doch was die Figuren wirklich umtreibt, bleibt rätselhaft.
Beim Festival Aix-en-Provence feierte Francesco Filideis Kammeroper „Accabadora" über Sterbehilfe in Sardinien ihre Uraufführung, gefolgt von der Rückkehr von Romeo Castelluccis szenischer Inszenierung von Mozarts Requiem mit Raphaël Pichons Orchester Pygmalion.
Miet Warlops Performance-Stück „One Song" war in der Münchner Muffathalle zu erleben: Zwölf Performer treiben sich in einer Sportarena-Kulisse bis zur totalen Erschöpfung, während sie live Musik spielen und singen.
Die Kompanie XXTanzTheater zeigt mit „Blind Owl – Blinde Eule" eine choreografische Uraufführung über Identität und patriarchale Strukturen, in der die kraftvolle tänzerische Performance durch den Einsatz von 3D-Brillen und überwältigendem Sound teilweise überlagert wird.
Stefan Pucher inszeniert Schillers „Die Räuber" am Schauspiel Stuttgart mit ergänzenden Texten von Thomas Melle, die Amalia zur kommentierenden Zeitzeugin machen und der Vorlage einen gesellschaftskritischen Gegenwartsbezug verleihen.