Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Theater & Darstellende Kunst
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Gerhard Wittmann spielt in der Münchner Komödie im Bayerischen Hof in „Kalter weißer Mann" und berichtet im Interview über seine Zeit als Dieter-Reiter-Double beim Nockherberg sowie den Abschied von der Figur.
Das Impulse Festival 2026 eröffnet im Düsseldorfer FFT mit zwei Produktionen über fremdbestimmte Körper: Magda Szpechts „She Stands in the Middle of the Battlefield" verarbeitet weibliche Kriegserfahrungen in der Ukraine, Sheena McGrandles' „Toil" begreift Tanz als körperliche Arbeit.
Das Schauspielhaus Wien zeigt in Koproduktion mit den Wiener Festwochen den vierteiligen Theaterabend „9/11 Frames per Second", der sich mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und ihren Folgen befasst – mit Texten von Claudia Rankine, Sivan Ben Yishai, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Myassa Kraitt.
Die kolumbianischen Künstlerinnen Estefanía Álvarez Ramírez und Luisa Fernanda Alfonso dekonstruieren in „Quinceañeras" beim PACT Zollverein das lateinamerikanische Übergangsritual zum 15. Geburtstag und erkunden dabei Weiblichkeit, Migration sowie das Verhältnis zwischen lateinamerikanischer und europäischer Kultur.
Beim 22. Körber Studio Junge Regie am Hamburger Thalia Theater gewann Elisa Künasts Inszenierung über ostdeutsche Identität den Jurypreis; das Festival zeigte einen Nachwuchs, der formal sicher agiert, thematisch jedoch stark in der Vergangenheit verhaftet bleibt.
Der Kolumnist Atif Mohammed Nour Hussein fragt angesichts einer politisch aufgeladenen Theatersaison, ob das zeitgenössische Theater zur erweiterten Tagesschau verkommt, und zieht Parallelen zu einer Theaterkritik Dieter Hildebrandts von 1968.
Eine SWR-Dokumentation begleitet die Entstehung des Musicals „Die Eiskönigin" in Stuttgart – von den ersten Proben bis zur Premiere – und beleuchtet technische Herausforderungen, Teamarbeit sowie den Druck hinter einer Großproduktion.
Der Kids-Theaterspielclub U12 zeigt am 18. Juli 2026 im Abraxas Augsburg das Stück „Eine Mauer, ein Baum und dazu 'ne Limo", das sich unter Leitung von Martina Sedlmeier mit Wünschen, Geheimnissen und Verantwortung befasst.
Der Theaterclub U17 des Jungen Theaters Augsburg zeigt am 15. Juli 2026 im Abraxas eine multimediale Performance, in der Jugendliche existenzielle Fragen zu Identität, Zukunft und Glauben auf der Bühne verhandeln.
Der Theaterclub U17 des Jungen Theaters Augsburg zeigt am 12. Juli 2026 im Abraxas eine multimediale Performance, die existenzielle Fragen Jugendlicher zu Zukunft, Identität und Moral auf die Bühne bringt.
Das CLOWNESS Theater feiert sein 20-jähriges Jubiläum am 4. Juli 2026 im Abraxas Augsburg mit einer Aufführung seines ersten Stücks „Die Geschichte vom Meer", ergänzt durch Filmvorführungen und einem gemeinsamen Ausklang für Kinder ab 4 Jahren.
Milo Raus dreitägiges „Glaubenstribunal" bei den Wiener Festwochen debattierte Blasphemie, Kunstfreiheit und religiöse Repression, wurde jedoch von der öffentlichen Kontroverse um die Ein- und Ausladung des Tech-Milliardärs Peter Thiel überschattet.
Schauspieler Christian Berkel hielt in Zürich eine Laudatio auf die Dramatikerin Yasmina Reza, in der er ihre präzise Figurenzeichnung, musikalischen Dialoge und die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und menschlichem Scheitern als Kernthemen ihres Werks herausarbeitet.
Das Staatstheater Cottbus zeigt „Ruf der Wildnis / Stimme des Kapitals", eine Bühnenfassung von Soeren Voima nach Jack London, inszeniert von Saskia Kaufmann und Raban Witt – eine kapitalismuskritische Bearbeitung, die vor schwach besetztem Haus wenig überzeugt.