Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Theater & Darstellende Kunst
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Die Bernauer Volksbühne e.V. zeigt im August und September den Schwank „Oaner spinnt immer" von Martin Fischer im Gasthof „Kampenwand" in Bernau; Karten sind bei der Tourist-Info sowie unter ticketscharf.de erhältlich.
Gerhard Polt und die Well-Brüder begeistern im ausverkauften Nürnberger Serenadenhof mit einer Mischung aus politischer Satire, Musik und bayerischem Lokalkolorit. Der Abend wirkt wie ein möglicher Abschied der langjährigen Bühnenpartnerschaft.
Intendant Matthias Lilienthal macht die angekündigte Welle und eröffnet vor der Berliner Volksbühne ein Planschbecken. Gefüllt ist es vor allem mit der Behauptung, dass hier die Avantgarde schwimmt.
Thomas Perles Stück „WEGENER vergangen vergessen vorüber" thematisiert die verdrängte NS-Vergangenheit eines fiktiven Gasthauses in der steirischen Provinz; Martin Kreidt inszenierte die Uraufführung im Griessner Stadl in Stadl an der Mur mit grotesk überzeichnetem Spiel.
Die Ruhrfestspiele 2026 eröffneten ihr 80. Jubiläumsjahr im Festzelt mit Politikprominenz und dem Tanzstück „Huang Yi & Kuka"; das stärkste Zeichen des Abends setzte die bewusst unbesetzte Lücke der kriegsbedingt abgesagten iranischen Produktion „Das Kind".
Gloria von Thurn und Taxis verspottete in einem Instagram-Reel das demokratische Statement von Peter Maffay bei den Schlossfestspielen Regensburg, während sie dessen Kritik an rechtsradikalen Haltungen öffentlich imitierte und ins Lächerliche zog.
Das Lustspielhaus feiert sein 30-jähriges Bestehen mit der Eigenproduktion „Das Jubiläum – Mord, Moral und Mortadella", einer absurden Mafia-Komödie mit Slapstick, Musik und wechselnden Überraschungsgästen, die noch bis 15. August läuft.
Regisseur Ersan Mondtag bezeichnete das Salzburger Publikum nach massiven Buhrufen bei der Premiere seiner „Ariadne auf Naxos" als provinziell; ein Kommentar kritisiert diesen Umgang mit Publikumskritik als überheblich und warnt vor seinem geplanten „Ring"-Zyklus in Wien.
Die Nibelungen-Festspiele Worms zeigen mit dem Stück „Die Hunnenkönigin" eine britisch-deutsche Koproduktion mit der Londoner Theatercompany Les Enfants Terribles und gewinnen damit ein internationales Profil.
Das Lustspielhaus München feiert sein 30-jähriges Bestehen mit der Eigenproduktion „Mord, Moral und Mortadella", einer absurden Mafia-Persiflage von Alex Liegl und Gabi Rothmüller mit Ensemble, Chor und wechselnden Stargästen.
Der international umtriebige Kritiker Jürgen Berger schrieb nicht nur über Theaterstücke, er entwickelte auch selbst welche. Nun ist er im Alter von 71 Jahren gestorben.
Ein nackter Jedermann, ein geschasster Intendant und eine Frau, die den Laden am Laufen hält: ein Report von den Salzburger Festspielen. Erstmals äußert sich auch der abservierte Markus Hinterhäuser.
Lina Gómez zeigt mit „V A S T A" im Berliner Radialsystem ein Solo-Tanzstück, in dem sie sich durchgehend rückwärts bewegt, begleitet von Live-Perkussion und einem sich steigernden Sound.
Julia Friedes Inszenierung von Isobel McArthurs „Stolz und Vorurteil* (*oder so)" bei den Freilichtspiele Schwäbisch Hall erzählt Jane Austens Romanstoff aus Sicht der Dienstmädchen und punktet vor allem mit einer dichten Popmusik-Setlist von Queen bis Britney Spears.
Axel Milberg spricht zu seinem 70. Geburtstag über veränderte Rollenwahl: Er meidet apolitische Unterhaltungsfilme und Rollen im Liegen und ist lieber weniger sichtbar als früher.
Schauspieler Axel Milberg spricht zu seinem 70. Geburtstag über seine veränderte Rollenwahl: Er meidet passive Rollen im Liegen, dreht keine rein unterhaltenden Filme mehr und tritt bewusst seltener in der Öffentlichkeit auf.
Die Bamberger Gassenspiele präsentieren die Schauspielführung „Wie der Henker zu seinem Weib kam", eine szenische Stadtführung durch Bambergs historische Gassen.
Eine theatrale Schattenreise führt durch die Geschichte der Weltkulturerbestadt Bamberg und verbindet Licht- und Schattenelemente mit historischen Inhalten.
Boy George zieht sich aus der West-End-Produktion von „Jesus Christ Superstar" im Londoner Palladium zurück, nachdem sein KI-produzierter Pro-Israel-Song „We Will Dance Again" für Kontroversen gesorgt hatte.
Regisseur Alexander Klessinger inszenierte am Ernst-Deutsch-Theater Hamburg mit „Timmy" die Geschichte des sterbenden Buckelwals als katholische Passionsmesse und löste damit Blasphemie-Vorwürfe und einen Social-Media-Shitstorm aus.
Die drei besucherstärksten Festspiele in Hessen – Bad Vilbel, Bad Hersfeld und Hanau – verzeichnen trotz Sommerhitze stabile Besucherzahlen und begegnen den hohen Temperaturen mit Sprühnebel, Ventilatoren und Fußbädern für Darsteller.
Der Kabarettist Konrad Beikircher, bekannt für seine Programme über die rheinische Sprache und Lebensart, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Der WDR ändert sein Programm und zeigt Sondersendungen zu Ehren des langjährigen Wegbegleiters.
Das Musical „Die weiße Rose" von Vera Bolten und Alex Melcher, ausgezeichnet mit dem Deutschen Musical Theater Preis als Bestes Musical, eröffnet das Kölner Sommerfestival in der Philharmonie und begeistert mit historisch belegter Inszenierung über die Widerstandsgruppe.
Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker würdigt seinen verstorbenen Kollegen Konrad Beikircher, der im Alter von 80 Jahren starb, als prägende Stimme des Rheinlands, der der Region als gebürtiger Südtiroler eine eigene kulturelle Identität gegeben habe.