Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Theater & Darstellende Kunst
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Die Waldbühne Heldritt feiert mit der Komödie „Affaire Gartenzwerg" Premiere, in der ein traditionsreicher Gartenzwerg-Betrieb gegen Zeitgeist und billige Plastikkonkurrenz kämpft.
Roland Schimmelpfennigs „Sommersonnenwende" wurde am Schauspiel Stuttgart von Daniela Löffner uraufgeführt: Das starke Ensemble überzeugt zunächst, doch die Inszenierung verliert in der zweiten Hälfte die Balance zwischen Familiendrama und subtiler Gesellschaftskritik.
Ebru Tartıcı Borchers inszeniert Maria Lazars posthum entdecktes Geflüchteten-Drama „Der blinde Passagier" am Oldenburgischen Staatstheater als spannenden Moralkrimi, der die Debatte um Willkommens- und Abschottungskultur anhand vielschichtiger Figuren ambivalent verhandelt.
Kim de l'Horizon gewinnt mit „Die kleinen Meerjungraun" den Mülheimer Dramatikpreis 2026 sowie den Publikumspreis. Die Juryentscheidung löst eine Debatte über die Grenze zwischen Prosa und Theaterstück aus.
Stefan Neugebauer inszeniert am Theater Naumburg seinen eigenen Text „Nichtschwimmer" als publikumsnahe Sommerkomödie, in der vier Nichtschwimmer unter einer DDR-geprägten Schwimmlehrerin und einem Wiener Psychologen aufeinandertreffen.
Tim Egloff inszeniert Gogols „Der Revisor" am Stadttheater Bremerhaven als harmloses Boulevardtheater, das die Chance einer bitterbösen Satire auf lokale Kulturkürzungen und politische Missstände ungenutzt lässt.
Eine Komödie im Bayerischen Hof thematisiert Gendersternchen, Wokeness und Work-Life-Balance und spaltet dabei das Publikum in klar erkennbare Lager.
Die Wiener Festwochen zeigen Robert Wilsons Shakespeare-Inszenierung „The Tempest" als posthume Hommage an den 2025 verstorbenen Regisseur. Das Gastspiel des Iwan-Wazow-Nationaltheaters Sofia überzeugt ästhetisch, bleibt aber dramaturgisch flach.
Der britische Schauspieler Anthony Head, bekannt als Rupert Giles aus der Serie „Buffy" sowie aus „Little Britain", „Merlin" und „Ted Lasso", ist im Alter von 72 Jahren gestorben.
Kay Metzger inszeniert zum Abschluss seiner Intendanz am Theater Ulm Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg" und verlegt die Handlung in die Gegenwart, mit direkten Bezügen zur Ulmer Stadtgeschichte und aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
Eine Komödie im Bayerischen Hof behandelt Themen wie Gendersternchen, Wokeness und Work-Life-Balance und spaltet dabei das Publikum in klar erkennbare Lager.
Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter" feiert als Musical im Fuldaer Schlosstheater Uraufführung, produziert von Spotlight Musicals mit Sascha Kurth als Hauke Haien und Pamina Lenn als Elke Volkerts.
Wilke Weermann inszeniert Sam Max' Stück „Wüste" am Schauspiel Leipzig, in dem drei Hollywood-Figuren in einem Wüsten-Motel zwischen Filmrealität und Fiktion verschwimmen – atmosphärisch stark, aber mit blassen Charakteren.
Gerhard Wittmann spielt in der neuen Münchner Produktion „Kalter weißer Mann" in der Komödie im Bayerischen Hof und erklärt im Interview, warum er seine Parodie des Oberbürgermeisters Dieter Reiter beim Nockherberg als abgeschlossen betrachtet.
Das Porträt zeigt Regisseur Jan-Christoph Gockel, der mit opulenten, abendfüllenden Inszenierungen – etwa einer Faust-Adaption mit Puppen und Geisterbahn – ein breites Theaterpublikum begeistert.
Helmut Scheuerich, ehemaliger Heimatpfleger von Neustadt bei Coburg, hat mit „Katzmusik un Baasngodillo" das erste Theaterstück in Neustadter Mundart verfasst und sucht nun eine Laienspielgruppe für die Aufführung.
Der Spielclub 18+ der Bürgerbühne am Landestheater Schwaben zeigt Shakespeares Komödie „Was ihr wollt" mit Premiere am 12. Juni 2026 auf der Bühne des Jungen Landestheaters in Memmingen; der Eintritt ist frei.
Eine Dokumentation begleitet Isabel Waltsgott, Kaspar Nilsson und Aisata Blackman durch die Probenwochen des Musicals „We Will Rock You" bis zur Premiere, bei der Queen-Gitarrist Brian May persönlich auftritt.
Bülent Ceylan präsentiert sein Bühnenprogramm „Yallah Hopp" in der ausverkauften Porsche-Arena Stuttgart, in dem er mit seinen Alter Egos wie Thor, Hasan und Hausmeister Mompfred für Aufbruchsstimmung und Humor sorgt.
Gerhard Wittmann spielt in der Münchner Komödie im Bayerischen Hof in „Kalter weißer Mann" und berichtet im Interview über seine Zeit als Dieter-Reiter-Double beim Nockherberg sowie den Abschied von der Figur.
Das Impulse Festival 2026 eröffnet im Düsseldorfer FFT mit zwei Produktionen über fremdbestimmte Körper: Magda Szpechts „She Stands in the Middle of the Battlefield" verarbeitet weibliche Kriegserfahrungen in der Ukraine, Sheena McGrandles' „Toil" begreift Tanz als körperliche Arbeit.
Das Schauspielhaus Wien zeigt in Koproduktion mit den Wiener Festwochen den vierteiligen Theaterabend „9/11 Frames per Second", der sich mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und ihren Folgen befasst – mit Texten von Claudia Rankine, Sivan Ben Yishai, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Myassa Kraitt.
Die kolumbianischen Künstlerinnen Estefanía Álvarez Ramírez und Luisa Fernanda Alfonso dekonstruieren in „Quinceañeras" beim PACT Zollverein das lateinamerikanische Übergangsritual zum 15. Geburtstag und erkunden dabei Weiblichkeit, Migration sowie das Verhältnis zwischen lateinamerikanischer und europäischer Kultur.
Beim 22. Körber Studio Junge Regie am Hamburger Thalia Theater gewann Elisa Künasts Inszenierung über ostdeutsche Identität den Jurypreis; das Festival zeigte einen Nachwuchs, der formal sicher agiert, thematisch jedoch stark in der Vergangenheit verhaftet bleibt.