Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: International
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Israels ESC-Beitrag „Michelle" von Noam Bettan erreichte Platz zwei, weil das Televoting-System gezielte Unterstützerstimmen begünstigt und eine regelwidrige Werbekampagne für Israel zusätzlich mobilisierte – trotz Protesten und Länderboykotten.
Die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt sucht ab 01.10.2026 eine Vollzeitstelle als Senior Artist für Korrepetition als befristete Karenzvertretung, Bewerbungsfrist ist der 23.06.2026.
Die Digital Humanism Conference (DigHum) findet vom 24. bis 26. Juni zum zweiten Mal an der ÖAW in Wien statt und bringt internationale Expertinnen und Experten zusammen, um über Technologiegestaltung, KI und digitale Souveränität zu diskutieren.
Harry Styles hat seine „Together, Together"-Tour am 16. Mai in Amsterdam gestartet und tritt dort bis 5. Juni zehnmal auf. Die ersten Shows erhalten gemischte Reaktionen: Fans kritisieren eingeschränkte Sicht und schlechten Sound, Medien loben seine Bühnenpräsenz.
Das Wiener Performancekollektiv Nesterval präsentiert bei den Wiener Festwochen das immersive Doppelprojekt „Wallden" und „Donaugold", das die Nibelungensage in ein postapokalyptisches Wien 2044 versetzt und Publikum in zwei parallele, interaktive Universen eintauchen lässt.
Israels ESC-Beitrag „Michelle" von Noam Bettan wird in sozialen Netzwerken als Metapher für die historisch belastete Beziehung des jüdischen Volkes zu Europa gedeutet, obwohl Bettan selbst den Song als universelle Geschichte über toxische Beziehungen beschreibt.
William Friedkins Thriller „Cruising" (1980) mit Al Pacino als Cop in der New Yorker Queer-Szene löste bereits vor der Premiere massive Proteste aus und ruinierte Friedkins Karriere als A-Regisseur.
Bulgariens Dara gewinnt den ESC 2026 in Wien mit „Bangaranga", während Großbritannien mit „Zero Points" scheitert. Die Debatten kreisen um die Krise der „Big Five", KI-Pop, algorithmisch optimierte Songs und die schwindende Fähigkeit des Wettbewerbs, langlebige Popstars hervorzubringen.
Die 27-jährige bulgarin DARA gewinnt den ESC 2026 in Wien mit 516 Punkten und sichert Bulgarien den ersten ESC-Sieg überhaupt; ihr Song „Bangaranga" verbindet jamaikanisches Patois mit bulgarischer Folklore und steht für Empowerment und Selbstbehauptung.
Die dänische Pop-Gruppe Aqua beendet nach über 30 Jahren ihre Karriere als Live-Act. Die Band gab das Ende per Instagram-Post bekannt und verkaufte in ihrer Geschichte rund 33 Millionen Tonträger.
Bob Dylan wird am 24. Mai 85 Jahre alt. Ein Porträt blickt auf sein stilprägendes Gesamtwerk zurück – von Protestsongs der Bürgerrechtsbewegung über mehrfache Stilwechsel bis zum Literaturnobelpreis 2016.
Ein Ranking bewertet die wichtigsten Alben und Bücher von Patti Smith, von ihrem bahnbrechenden Debüt HORSES (1975) über EASTER (1978) bis zu den Memoiren JUST KIDS (2010) und M TRAIN (2015).
Die dänische Popband Aqua, bekannt durch den Hit „Barbie Girl", beendet nach 30 Jahren ihre Karriere als Liveband. Lene Nystrøm, René Dif und Søren Rasted gaben ihren Abschied auf Instagram bekannt.
Kylie Minogue veröffentlicht am 20. Mai auf Netflix die dreiteilige Doku „Kylie", in der sie erstmals private Archive öffnet und über Ruhm, Kritik und die emotionalen Kosten ihrer vier Jahrzehnte langen Karriere spricht.
James Taylor würdigt Simon & Garfunkel in einem Essay als dauerhaft prägende Kraft der amerikanischen Musik, hebt Paul Simons Songwriting und Art Garfunkels unverwechselbare Stimme hervor und beschreibt ihre Partnerschaft als komplexe, öffentliche Zusammenarbeit zweier starker Persönlichkeiten.
Ike Willis, Sänger und Gitarrist an Frank Zappas Seite von 1978 bis 1988 und Titelheld der Rockoper „Joe's Garage", ist im Alter von 70 Jahren gestorben.
Marilyn Manson beschreibt in einem Essay, wie Jim Morrison und die Doors sein künstlerisches Leben prägten, und erklärt, warum die Band als erste Punkband gilt – trotz oder gerade wegen ihrer Unkonventionalität.
Der Rolling Stone würdigt Pink Floyds „The Final Cut" als unterschätztes Album: Roger Waters ließ sich vom Falklandkrieg 1982 inspirieren, scheiterte jedoch an internen Machtkämpfen – das Werk erreichte Platz 1 in Großbritannien, blieb aber ungeliebt.
Cher feiert am 20. Mai ihren 80. Geburtstag: Der Artikel würdigt sie als Künstlerin, die sich über Jahrzehnte neu erfunden hat – von Sonny & Cher über den Oscar-Gewinn 1988 bis zum Rekord mit Nummer-eins-Hits in sieben Dekaden.
Jerry Lewis, Schauspieler, Regisseur und Slapstick-Ikone, wäre vor 100 Jahren geboren worden. Weltberühmt wurde er als chaotischer Komödienpartner von Dean Martin und in Rollen wie dem „Verrückten Professor".
Iranische Kulturschaffende reagieren auf die israelisch-amerikanischen Angriffe auf das Regime in Teheran weitgehend mit öffentlichem Schweigen, das laut dem Bericht möglicherweise auf einen kollektiven Schock zurückzuführen ist.
Julia Draganović, Leiterin der Villa Massimo in Rom, beschreibt, wie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Kulturpolitik gezielt als politisches Instrument einsetzt.
Der ungarisch-jüdische Autor Imre Kertész, der den Holocaust als Jugendlicher überlebte und 2002 den Nobelpreis erhielt, ist vor zehn Jahren gestorben; Auschwitz blieb die prägende Urerfahrung seines gesamten literarischen Werks.
Italiens Premierministerin Giorgia Meloni betreibt einen systematischen kulturpolitischen Umbau des Landes: Sie besetzt Führungspositionen in Medien, Museen und Festivals mit Gefolgsleuten und fördert ein nationalistisches „Made in Italy" auf Kosten pluralistischer Kulturinstitutionen.