Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: International
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Beim ESC in Wien wehrte die österreichische Polizei rund 500 Cyberangriffe auf Website- und Zutrittssysteme ab. Die Veranstaltungswoche verlief ohne schwere Zwischenfälle; 16 Personen wurden festgenommen, darunter propalästinensische Aktivisten.
Ein spanisches Obergericht hat entschieden, dass Shakiras Strafzahlungen unrechtmäßig waren – die Steuerbehörde muss über 55 Millionen Euro zurückzahlen. Shakira betont, es habe nie Betrug gegeben.
Der Mailänder Künstler Alexsandro Palombo platzierte während israelfeindlicher Demonstrationen in Italien ein Wandbild, das Adolf Hitler mit Kufiya und „Hate"-Armbinde zeigt, als Warnung vor zunehmender Normalisierung antisemitischer Sprache im öffentlichen Diskurs.
Das Debütalbum ENTER THE WU-TANG (36 CHAMBERS) des Wu-Tang Clans von 1993 gilt als eines der einflussreichsten Rap-Alben der 90er und setzte mit rauem Sound und vielschichtigen Rapstyles einen Gegenpol zu kommerziellen Produktionen seiner Zeit.
Thomas Heyn analysiert den ESC 2026 und kritisiert die musikalische Eintönigkeit der Beiträge: Nahezu alle Songs teilen dieselben Rhythmen, Tempi und Strukturen, während Deutschland mit einem austauschbaren Beitrag erneut schwach abschnitt.
Die Brüder Liam und Noel Gallagher dementierten nach der Auflösung von Oasis 2009 über Jahre hinweg jede Möglichkeit einer Reunion – mit gegenseitigen Beleidigungen und widersprüchlichen Aussagen – bis 2024 eine gemeinsame Tour angekündigt wurde.
Adam Yauch würdigt Public Enemy als politisch bedeutendste HipHop-Gruppe, die den Stil durch harte Beats und gesellschaftskritische Botschaften revolutioniert hat, und nennt Chuck D den wichtigsten MC der Szene.
Don Was würdigt Sly & the Family Stone als wegweisende, rassenschranken-überwindende Band, deren utopischer Idealismus und virtuoses Funk-Arrangement Künstler wie George Clinton und Prince entscheidend beeinflusst haben.
Das ANALOGUE Photo.Festival findet vom 3. bis 14. Juni 2026 in Bruneck, Südtirol, statt und etabliert eine Biennale für Analogfotografie mit Ausstellungen, Workshops und 15 internationalen Künstlern zum 200. Jubiläum der Fotografie.
Quentin Tarantino erklärt im Podcast „Club Random", er werde „A Toy Story" nie sehen, da die ersten drei Teile eine perfekte Trilogie bildeten – ähnlich wie Sergio Leones „Dollar"-Trilogie, die er als einzige vollständig funktionierende Trilogie bezeichnet.
Drake rechnet auf seinem neuen Album „Iceman" mit einer Reihe von Feinden ab, darunter Kendrick Lamar, A$AP Rocky, LeBron James, Playboi Carti, DJ Khaled und Pusha T.
Cate Blanchett kritisiert bei den Cannes Filmfestspielen, dass die #MeToo-Bewegung zu schnell zum Schweigen gebracht wurde, und bemängelt fortbestehende Machtungleichgewichte auf Filmsets sowie mangelnde Geschlechterdiversität in der Branche.
Trump wünscht sich Johnny Carson als Late-Night-Host zurück, doch historische Aufnahmen zeigen, dass Carson Trump in den 1980ern und 1990ern genauso scharf verspottet hätte wie heutige Comedians – und als politischer Rebell keinen Mächtigen verschonte.
Barbra Streisand verpasst die Abschlusszeremonie der Filmfestspiele Cannes am 23. Mai, bei der ihr eine Ehren-Palme d'Or verliehen werden sollte, wegen einer Knieverletzung. Eine Hommage an sie findet dennoch statt.
Eine dreiteilige ARD-Dokumentation zeichnet Aufstieg und Insolvenz des Medienunternehmens VICE nach, das 1994 in Montreal gegründet wurde und mit Gonzo-Journalismus zu einem globalen Imperium wuchs, bevor es 2024 Insolvenz anmeldete.
Eine Dokumentation von Jo Müller begleitet Roland Emmerich anlässlich seines 70. Geburtstags und gewährt Einblicke in Karriere und Privatleben des Regisseurs von Blockbustern wie „Independence Day" und „2012".
Der Podcast der Klassik Stiftung Weimar widmet sich in zehn Folgen dem 100-jährigen Jubiläum des Hauses Am Horn, dem einzigen realisierten Bauhaus-Architekturprojekt in Weimar, und beleuchtet dessen Geschichte, Konzept und heutige Funktion als Museum.
Das ARD-Kultur-Web-Magazin „Pixelparty" erkundet in vier Folgen digitale Kunstformen im Metaverse, darunter NFT-Ausstellungen, KI-Kunst und Virtual-Reality-Theater, moderiert von Laura Kampf und Nilz Bokelberg.
Eine ARD-Kulturdoku verfolgt die jahrzehntelange globale Suche nach einem unbekannten New-Wave-Song aus den 1980ern, der vom Radio auf Kassette aufgenommen wurde und als größtes Musikrätsel des Internets gilt.
Eine MDR/ARTE-Dokumentation zeichnet Nenas Lebensweg nach – vom Weltstar mit „99 Luftballons" zur Poplegende – und beleuchtet ihren Einfluss als Frau in der männerdominierten Musikbranche.
Die PR-Agentur von ESC-Moderatorin Victoria Swarovski überhäufte die Presse mit Lobeshymnen auf ihre Leistung in Wien, während BBC-Kommentator Graham Norton die Moderation öffentlich verspottete und ihr gemeinsam mit Co-Moderator Michael Ostrowski fehlende Chemie attestierte.
Florentina Holzinger gestaltet mit „Seaworld Venice" den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig – ein spektakuläres, aber nicht durchweg neues Werk.
Mattias Anderssons Uraufführung „Mythen des Alltags" am Volkstheater Wien, basierend auf Interviews mit 100 Wienerinnen und Wienern, scheitert laut Kritik an inhaltlicher Beliebigkeit und fehlendem theatralischem Formwillen – einzig Johanna Wokalek überzeugt mit intensiven Figurenmomenten.
Ryusuke Hamaguchis „All of a Sudden" begeistert beim 79. Filmfestival Cannes mit einem humanistischen Drama über Altenpflege und Freundschaft. Daneben laufen Volker Schlöndorffs „Heimsuchung" und Paweł Pawlikowskis „Fatherland" als dunklere Beiträge zur deutschen Geschichte.