Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Die Tanzschule Güth aus Hamm gewinnt bei den Deutschen Meisterschaften HipHop Inklusion dreifach Gold und setzt damit ein Zeichen für gelungene Inklusion im Tanzsport.
Sabine Gehm vom Dachverband Tanz zieht neu in den Vorstand des Fonds Darstellende Künste (DaKü) ein.
Kinsun Chans Uraufführung „Parts and Pieces" mit dem Semperoperballett verbindet Tanz, Live-Klaviermusik, Gesang und Kintsugi-Ästhetik zu einem fragmentarischen Abend, dessen starke Gruppenszenen über dramaturgische Schwächen im Mittelteil hinweghelfen.
Zur Fußball-Europameisterschaft brachten Peter Jordan und Leonard Koppelmann mit rund 40 Laiendarstellern das Fan-Spektakel „Glaube Liebe Fußball" vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus zur Premiere, das den Platz zugleich als Fan-Zone für das Public Viewing vorbereitet.
Die drei großen Schauspielhäuser in Nordrhein-Westfalen erhalten neue Intendanten: Andreas Karlaganis übernimmt 2026 das Düsseldorfer Schauspielhaus, Nicolas Stemann 2027 das Schauspielhaus Bochum, und Kay Voges beginnt 2025 am Schauspiel Köln.
Sven Schlötcke, Co-Leiter des Mülheimer Theaters an der Ruhr, beschreibt anhand seiner Biografie in der DDR, warum Theater als gesellschaftliches Labor der Verständigung und Überwindung von Identitäten unverzichtbar bleibt.
16 Stuttgarter Theater haben sich vor sechs Jahren in der Solidargemeinschaft Stuttgarter Theater (SST) zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen und kulturpolitisch zu agieren – ein Netzwerk, das sich besonders in der Coronapandemie bewährt hat.
Das Theater Magdeburg plant für Mai 2026 ein Stück über den Weihnachtsmarktanschlag von 2024, das Regisseur Sebastian Nübling und Autor Kevin Rittberger erarbeiten. Dagegen formiert sich Protest, den rechte Akteure rund um den TikToker Denny Zenker organisieren.
Bei der Premiere von „Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten" am Schauspielhaus Bochum stürmten Zuschauer die Bühne und erzwangen den Abbruch der Vorstellung wegen eines rechtspopulistischen Schlussmonologs – der Vorfall löst eine Debatte über Grenzen von Provokation und Zuschauerverhalten im Theater aus.
Am Thalia Theater diskutierte ein Podium über den Umgang des Theaters mit Rechtspopulismus, nachdem Milo Raus „Prozess gegen Deutschland" für heftige Kritik gesorgt hatte. Offen blieb, was Dialog statt Abgrenzung konkret für die Theaterprogrammgestaltung bedeutet.
Der Aufsichtsrat der Hamburgischen Staatsoper hat den Vertrag mit Ballettintendant Demis Volpi nach weniger als einer Spielzeit aufgelöst, nachdem Ensemblemitglieder ein toxisches Arbeitsklima beklagt hatten. Ein Leitungstrio soll das Hamburg Ballett interimistisch führen.
Das Nationaltheater Mannheim betreibt seit 2022 wegen der Generalsanierung seines Haupthauses mehrere Interimsspielstätten, darunter die OPAL, eine abbaubare Leichtbauhalle am Luisenpark mit knapp 800 Plätzen, die im Oktober 2024 eröffnet wurde.
Die Chemnitzer Stadtverwaltung hat nach jahrelanger Ungewissheit zwei Optionen für die Zukunft des seit 2021 geschlossenen Schauspielhauses vorgestellt: eine Sanierung des Altbaus für rund 34 Millionen Euro oder ein Neubau am Interimsstandort Spinnbau für etwa 33 Millionen Euro.
Schauspieldramaturg Boris C. Motzki analysiert in einem Essay, wie Theater unterschiedliche Zeitdimensionen verhandelt – von der nötigen Reifungszeit künstlerischer Werke über inszenierte Zeitdehnung als Provokation bis hin zur Forderung nach mehr utopischen Räumen statt Dystopien.
Burgtheater-Schauspielerin Safira Robens reflektiert anlässlich der Blackfacing-Debatte in Hamburg über eigene Erfahrungen mit Rassismus im deutschsprachigen Theater und beschreibt gleichzeitig einen spürbaren, wenn auch langsamen Wandel.
Sandra Hinz und Schirin Khodadadian übernehmen ab der Spielzeit 2027/28 gemeinsam die Leitung des Deutschen Theaters Göttingen und sichern damit Kontinuität nach dem vorzeitigen Abgang von Intendant Erich Sidler.
Bernd Schmidt, Geschäftsführer des Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs, erklärt im Interview, wie belletristische Stoffe für die Bühne ausgewählt werden, und schildert die Entstehung seiner erfolgreichen Bühnenfassung von Karsten Dusses „Achtsam morden".
Zeitgenössischer Zirkus ohne Tiere und Clowns gewinnt in Deutschland zunehmend Publikum und taucht verstärkt in Theaterfestivalen wie den Ruhrfestspielen auf, wo Artistik, Tanz und Objekttheater ohne Sprache persönliche und politische Themen verhandeln.
Im Theaterhaus Stuttgart wurde der 20. Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen, moderiert von der Theatercompany Familie Flöz. Den Lebenswerk-Preis erhielt Regisseurin Brigitte Dethier; Thomas Schmauser und Bettina Ranch wurden als beste Darsteller in Schauspiel und Musiktheater ausgezeichnet.
Das Festival Fast Forward in Dresden, eine Werkschau junger europäischer Theaterregisseur:innen, wird wegen Sparmaßnahmen des Landes Sachsen eingestellt, obwohl es trotz internationaler Strahlkraft und treuer Zuschauer erfolgreich war.
Die Dramaturgische Gesellschaft tagte zu ihrem 70. Jubiläum auf Kampnagel in Hamburg mit rund 400 Teilnehmenden zum Thema Inklusion und Empowerment im Theater und forderte, Care und Barrierefreiheit als strukturellen Standard statt als Zusatz zu begreifen.
Christian Spuck, Intendant des Staatsballetts Berlin, erhielt am 28. Februar 2026 im Aalto-Theater Essen den Deutschen Tanzpreis. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Tanzwissenschaftlerin Gabriele Brandstetter und posthum Tadashi Endo.
Beim 13. Sächsischen Theatertreffen in Görlitz und Zittau diskutierten Ministerpräsident Michael Kretschmer und Journalist Simon Strauß über die finanzielle und strukturelle Krise der Theater im ländlichen Raum Sachsens; den Jury-Preis erhielt „Richard III." des Theaters Plauen-Zwickau.
Beim 43. Heidelberger Stückemarkt präsentierte Gastland Kanada freie Theaterproduktionen zu Kolonialismus, queerer Identität und Netzhasskampagnen; den Internationalen Autor:innenpreis gewann Erin Shields, den stärksten Eindruck hinterließ Safia Nolins Anti-Oratorium über Hasskriminalität.