Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: International
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„Doonesbury"-Zeichner Garry Trudeau würdigt Charles M. Schulz' Figur Snoopy als amerikanischen Archetyp des beharrlichen Träumers und beschreibt, wie „Peanuts" den modernen Comic revolutionierte und seine eigene Arbeit prägte.
Billy Joel distanziert sich öffentlich vom geplanten Biopic „Billy & Me" von Regisseur John Ottman: Sein Management erklärt, Joel habe das Projekt nicht autorisiert und die Produzenten besäßen weder seine Lebens- noch die erforderlichen Musikrechte.
Flea beschreibt in einem Essay, wie Neil Young seine musikalische Sichtweise veränderte und ihm die Bedeutung von Einfachheit und Authentizität näherbrachte.
Tete Loeper schildert in ihren Memoiren „Shut up and Hide!" aus der Perspektive eines vierjährigen Mädchens das Überleben des Tutsi-Genozids 1994 in Ruanda, ausgelöst durch die Frage ihrer Tochter nach ihrer Kindheit.
Andrea Segres Film „Enrico Berlinguer – La Grande Ambizione" rekonstruiert den politischen Versuch des italienischen KPI-Vorsitzenden, in den 1970er-Jahren durch einen Kompromiss mit dem politischen Katholizismus die Demokratie zu stabilisieren und sich von der Sowjetunion zu emanzipieren.
Regisseur Hagai Levi hat Etty Hillesums Holocaust-Tagebücher als sechsteilige Serie verfilmt und ins heutige Amsterdam verlegt, um die Bedrohung abstrakt-gegenwärtig zu halten. Die Serie ist in der Arte-Mediathek abrufbar.
Vincent Bolloré hat in Frankreich weite Teile des Medien- und Verlagswesens übernommen; Canal Plus droht nun Filmschaffenden, die eine Petition gegen seinen Einfluss unterzeichnet haben, mit einem Boykott.
Zur Halbzeit des Filmfestivals Cannes gilt Ryusuke Hamaguchis französischsprachiger Wettbewerbsfilm "All of a Sudden" als Kritikerliebling, während Sandra Wollners "Everytime" und Na Hong-jins "Hope" gemischte Reaktionen erhalten.
Die Bücherschau des Tages bündelt Kritiken zu Neuerscheinungen aus FAZ, FR, NZZ und Deutschlandradio, darunter Sanna Samuelssons Debütroman „Melken", Heike Geißlers „Michaela Kohlhaas" und Devika Reges Indien-Roman „Die rastlosen Jahre".
Regisseur John Ottman dreht das Biopic „Billy & Me" über Billy Joels frühe Jahre vor dem Durchbruch mit „Piano Man" 1973, erzählt aus der Perspektive von Joels erstem Manager Irwin Mazur. Drehbeginn ist im Herbst in Winnipeg und New York.
Ein als Prince-Vault-Song gefeierter Track namens „Unbeknownst 2 U" entpuppt sich als KI-Fälschung, was Prince-Fans und die Fanseite „Housequake" beunruhigt, da KI-Technologie mittlerweile kaum von echten Prince-Aufnahmen zu unterscheiden sei.
Regisseur Jan-Christoph Gockel reiste mit einem Team des Deutschen Theaters in die Antarktis und entwickelte dort gemeinsam mit Wissenschaftlern einer Forschungsstation das Stück „Polaris", das bei den Ruhrfestspielen Premiere feierte.
Regisseur Judd Apatow beschreibt, wie Late-Night-Talkshows ihn prägten und argumentiert, dass das Format als gesellschaftliches Ventil für politische und kulturelle Erschütterungen in Amerika unverzichtbar bleibt.
Lenny Kravitz beschreibt in einem Essay, wie John Lennons Soloalbum „Plastic Ono Band" ihn künstlerisch prägte und warum er Lennon als Musiker, Gitarristen und Friedensikone höher schätzt als die Beatles.
John Lennon komponierte „Imagine" 1971 in einem einzigen Anlauf und schuf damit eine zeitlose Hymne, die Menschen in Zeiten tiefer Trauer – von Lennons Tod 1980 bis zum 11. September – Trost und Hoffnung gegeben hat.
Israels ESC-Beitrag „Michelle" von Noam Bettan erreichte Platz zwei, weil das Televoting-System gezielte Unterstützerstimmen begünstigt und eine regelwidrige Werbekampagne für Israel zusätzlich mobilisierte – trotz Protesten und Länderboykotten.
Die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt sucht ab 01.10.2026 eine Vollzeitstelle als Senior Artist für Korrepetition als befristete Karenzvertretung, Bewerbungsfrist ist der 23.06.2026.
Die Digital Humanism Conference (DigHum) findet vom 24. bis 26. Juni zum zweiten Mal an der ÖAW in Wien statt und bringt internationale Expertinnen und Experten zusammen, um über Technologiegestaltung, KI und digitale Souveränität zu diskutieren.
Harry Styles hat seine „Together, Together"-Tour am 16. Mai in Amsterdam gestartet und tritt dort bis 5. Juni zehnmal auf. Die ersten Shows erhalten gemischte Reaktionen: Fans kritisieren eingeschränkte Sicht und schlechten Sound, Medien loben seine Bühnenpräsenz.
Das Wiener Performancekollektiv Nesterval präsentiert bei den Wiener Festwochen das immersive Doppelprojekt „Wallden" und „Donaugold", das die Nibelungensage in ein postapokalyptisches Wien 2044 versetzt und Publikum in zwei parallele, interaktive Universen eintauchen lässt.
Israels ESC-Beitrag „Michelle" von Noam Bettan wird in sozialen Netzwerken als Metapher für die historisch belastete Beziehung des jüdischen Volkes zu Europa gedeutet, obwohl Bettan selbst den Song als universelle Geschichte über toxische Beziehungen beschreibt.
William Friedkins Thriller „Cruising" (1980) mit Al Pacino als Cop in der New Yorker Queer-Szene löste bereits vor der Premiere massive Proteste aus und ruinierte Friedkins Karriere als A-Regisseur.
Bulgariens Dara gewinnt den ESC 2026 in Wien mit „Bangaranga", während Großbritannien mit „Zero Points" scheitert. Die Debatten kreisen um die Krise der „Big Five", KI-Pop, algorithmisch optimierte Songs und die schwindende Fähigkeit des Wettbewerbs, langlebige Popstars hervorzubringen.
Die 27-jährige bulgarin DARA gewinnt den ESC 2026 in Wien mit 516 Punkten und sichert Bulgarien den ersten ESC-Sieg überhaupt; ihr Song „Bangaranga" verbindet jamaikanisches Patois mit bulgarischer Folklore und steht für Empowerment und Selbstbehauptung.