Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Kaum ein Entertainer hat das deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie Rudi Carrell. Auch 20 Jahre nach seinem Tod schwärmen TV-Größen vom gebürtigen Niederländer, der für sie zum Maßstab einer ganzen Branche wurde.
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MDR Media übernimmt 51 Prozent an der Produktionsfirma Saxonia Media, nachdem Bavaria Film seine Mehrheitsbeteiligung abgibt. Der Schritt sorgt für Kritik, da der MDR zeitgleich unabhängigen Produktionsfirmen Aufträge streicht.
Eine dreiteilige Dokumentation des rbb begleitet die Solo-Karriere von Kraftklub-Frontmann Felix Kummer, der 2019 das Album „Kiox" veröffentlichte und sein Soloprojekt 2022 mit zwei Konzerten in der Berliner Wuhlheide beendete.
Der dänische Tänzer Egon Madsen war als Solist ein prägender Star der John-Cranko-Ära am Stuttgarter Ballett und tritt auch mit 80 Jahren noch auf der Bühne auf, aktuell mit der Gauthier-Dance-Company in Stuttgart.
Amazon hat den Film „Deadly Patient – Tödlicher Patient" nach öffentlichem Spott in sozialen Medien von Prime Video entfernt, weil seine deutsche Synchronisation offensichtlich mit mangelhafter KI-Technologie erstellt worden war.
Isi Glück, bürgerlich Isabel Gülck, kämpfte sich ab 2017 durch Widerstände zur erfolgreichsten Partyschlager-Künstlerin am Ballermann vor und erzielt heute fünfstellige Gagen pro Auftritt.
Der Dokumentarfilm von Andreas Veiel und Sandra Maischberger wertet erstmals 700 Kisten aus Leni Riefenstahls Nachlass aus und zeigt, dass ihre Leugnung jeder NS-Verstrickung bewusste Selbststilisierung war.
Eine ARD-Dokumentation porträtiert Dieter Hallervorden zu seinem 90. Geburtstag als Familienmensch, Provokateur und Charakterdarsteller – mit privaten Einblicken, Archivmaterial und Aussagen seiner Familie und Weggefährten.
Ein MDR-Film erinnert an den Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar am 2. September 2004, bei dem 50.000 Werke vernichtet wurden, und zeigt die weltweite Spendenbereitschaft sowie den Wiederaufbau der Bibliothek.
Der rbb-Dokumentarfilm von Nadja Tenge begleitet die Berliner Singer-Songwriterinnen Naima Husseini und Malonda, die ihren Lebensunterhalt mit Nebenjobs sichern, während sie gleichzeitig ihre Musikkarriere im Indie-Pop vorantreiben.
Felix Räuber, ehemaliger Frontmann von Polarkreis 18, bereist in einer fünfteiligen MDR-Produktion seine sächsische Heimat, sammelt Klänge und Geschichten aus verschiedenen Regionen und erschafft daraus neue Musik.
Der SWR veröffentlicht passend zur finalen Staffel von „Babylon Berlin" das kostenfreie narrative Rollenspiel „Eine Nacht im Moka Efti", das Spielende in die Welt der Weimarer Republik eintauchen lässt. Voranmeldungen sind bereits auf Steam möglich.
Eine Themenseite versammelt Dokus, Serien und Podcasts rund um Clubkultur – von der deutschen Techno-Geschichte über Berliner Nachtleben bis hin zu DJ-Perspektiven und legendären Clubs in Hamburg, Saarbrücken und Chemnitz.
Schauspieler Sandro Šutalo verkörpert am Nationaltheater Mannheim in dem autobiografischen Stück „Miss Sara Jevo" seine Dragqueen-Persona und thematisiert queer-migrantische Identität zwischen jugoslawischer Herkunft, Flucht und Selbstermächtigung durch Drag.
Das Festival „Theater der Welt" verzeichnete in Chemnitz über 17.000 Besucher und eine Auslastung von 92 Prozent. 33 internationale Produktionen aus über 15 Ländern thematisierten politische und gesellschaftliche Fragen von Marginalisierung bis Gentechnik.
Moritz de Hadeln war über zwanzig wilde Jahre Chef der Berlinale, leitete außerdem die Filmfestivals in Locarno und Venedig. Jetzt ist er im Alter von 85 Jahren gestorben.
Mehr als 600 NS-zeitliche Dokumente, die aus einer abgesagten Auktion in Neuss stammen, wurden zehn deutschen Gedenkstätten übergeben, darunter Dachau, Buchenwald und Bergen Belsen. Den Ankauf ermöglichten Spendengelder; treuhänderisch hatte die Stiftung Auschwitz-Birkenau die Objekte verwahrt.
Die Toten Hosen spielen am 11. Juli im Olympiastadion Berlin im Rahmen ihrer „Trink aus!"-Abschiedstour; Einlass ist um 15:30 Uhr, Support leisten Beatsteaks und The Stranglers, Resttickets sind für 92 Euro verfügbar.
Mehr als 600 persönliche Dokumente von Holocaust-Opfern, deren geplante Versteigerung internationale Proteste ausgelöst hatte, wurden im NRW-Landtag an zehn deutsche Gedenkstätten und Archive übergeben. Der Bundesrat beschloss zudem eine Gesetzesinitiative zum Verbot des kommerziellen Handels mit NS-Opferdokumenten.
Lassen sich antike Dramen mit aktuellen Umweltdebatten verbinden? In Mülheim wagt Regisseur Philipp Preuss den Versuch mit „Circus Oresteia“, einem Stück von Thomas Köck.
Die Bundesregierung hat eine Aufarbeitungskommission für das nach 1945 in Deutschland an Sinti und Roma begangene Unrecht eingesetzt. Antiziganismus-Beauftragter Michael Brand ernennt die Mitglieder; die Kommission soll Unrecht in BRD und DDR wissenschaftlich untersuchen und Empfehlungen formulieren.
Ganz wunderbar normal: Der Architekt Heinz Hilmer war der Mann, der den Aufgeregtheiten unserer Zeit den Westfälischen Frieden schenkte. Nun ist er im Alter von 90 Jahren gestorben.
Popstar Nina Chuba kritisiert in ihrem Podcast das Stuttgarter Publikum als „lameste Crowd in Deutschland" und rätselt, ob die Kessellage oder Maultaschen die gedämpfte Stimmung erklären – im Gegensatz zu ihren Erfahrungen in München.