Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Im poetischen ARD-Drama „Meeresleuchten“ von 2021 gibt Ulrich Tukur einen trauernden Vater, dessen Tochter bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Ein Film, der viele Erwartungen an einen solchen Stoff konterkariert - und ihn so zu einem recht ungewöhnlichen Erlebnis macht.
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Über 600 Holocaust-Dokumente aus einer abgesagten Neusser Auktion wurden im NRW-Landtag an zehn Gedenkstätten und Archive übergeben. Der Bundesrat hat zudem eine Gesetzesinitiative zum Verbot des kommerziellen Handels mit NS-Opferdokumenten beschlossen.
In Berlin sollen die letzten Reste der Luftschutzkeller unter Hitlers Neuer Reichskanzlei einem Wohnbau weichen. Dagegen regt sich nun Widerstand – aus ein paar nachvollziehbaren Gründen.
Beim AfD-Bundesparteitag in Erfurt spielten Clueso und Bosse auf einer Protestkundgebung des Bündnisses Zusammenstehen, bevor Clueso anschließend vor 15.000 Zuschauern auf dem Domplatz auftrat.
Drei Musikbücher im Vergleich: Hendrik Otrembas dystopischer Roman „Der Gräber" überzeugt, Birgit Fuß komprimiert ihre U2-Expertise auf 100 Seiten, während Stefan Sommers Rave-Dystopie „Partypeople" mit Klischees scheitert.
The Cure geben am 10., 11. und 12. Juli drei ausverkaufte Konzerte auf der Parkbühne Wuhlheide in Berlin; der Artikel liefert Infos zu Einlasszeiten, Support-Acts und Anfahrtsmöglichkeiten per ÖPNV.
Sängerin Nina Chuba kritisierte in ihrem Podcast das Stuttgarter Publikum als lahmstes in Deutschland und rätselte nach ihrem Auftritt beim Kessel Festival über die gedämpfte Stimmung – trotz Hitze von 40 Grad.
Thomas Melle ergänzt Schillers „Räuber“, und Stefan Pucher macht daraus in Stuttgart rumpeliges, wortreiches Theater. Doch was die Figuren wirklich umtreibt, bleibt rätselhaft.
Beim Tillfest vor dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig schoss Till Lindemann Fische per Kanone ins Publikum; ein Fan übergoss sich entblößt mit roter Flüssigkeit. Die Stadt Leipzig will künftig keine Konzerte mehr am Denkmal genehmigen.
Fujifilm veranstaltet am 10. und 11. Oktober 2026 das Fotofestival Fujikina in der Kölner Festhalle Gürzenich mit Live-Shootings, Workshops, Photo Walks und Auftritten bekannter Fotografinnen und Fotografen.
Der Komponist Lothar Voigtländer (1943–2026), Mitbegründer der Gesellschaft für elektroakustische Musik und Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, ist am 4. Juli 2026 in Berlin gestorben.
Das Elbjazz-Festival kehrt nach einer Pause am 10. und 11. Juli 2025 in den Hamburger Hafen zurück und besinnt sich unter neuer Trägerschaft auf Jazz und verwandte Genres, mit Headlinern wie Tom Jones, Jamie Cullum und Snarky Puppy.
Das Rudolstadt-Festival 2026 zog knapp 90.000 Besucher an, mit Künstlern aus 40 Ländern und einem neuen Bühnenkonzept wegen Bauarbeiten. Den Weltmusikpreis „Ruth" erhielt Songschreiberin Dota Kehr für ihre Vertonungen von Mascha Kalékos Gedichten.
Die Sächsische Staatskapelle Dresden beendet die Saison unter Dirigentin Elim Chan mit einem märchenhaft-tänzerischen Programm, das Werke von Prokofjew, Dukas und Unsuk Chin umfasst, bei einer Auslastung von 95,6 Prozent.
ZooKultur Hoyerswerda sucht ab 1. Januar 2027 eine unbefristete Vollzeit-Leitung für die Musikschule Hoyerswerda; Bewerbungen sind bis 31. August 2026 per E-Mail einzureichen.
Nils Weinberg analysiert in Politik & Kultur, wie frei öffentlich geförderte Kunst ist, und argumentiert, dass Kunstfreiheit und Antisemitismusbekämpfung keinen grundsätzlichen Widerspruch bilden, öffentliche Kulturinstitutionen ihre verfassungsrechtlich gesicherte Kunstfreiheit jedoch kaum eingefordert haben.
Gabriel Kelly sagt seine für September 2026 geplante Solo-Tournee wegen zu geringer Ticketverkäufe ab. Einzig ein Konzert in Rostock am 19. September bleibt bestehen.
Brad Pitt setzte durch, dass eine Szene in „Once Upon A Time … In Hollywood" geändert wurde, in der sein Charakter Cliff Booth ursprünglich Bruce Lee klar besiegt hätte – ihm und Crewmitgliedern erschien das unrealistisch und respektlos.
Der Komponist Graham Fitkin radelt 4000 Kilometer durch Europa, nimmt Baumgeräusche auf und verarbeitet sie in seinem Projekt „Treeline" zu wechselnden Konzerten – mit Stationen in Düsseldorf und Köln.
Der Kommentar stellt den Boll-Film „Citizen Vigilante" und den Fall Ben Berndt als Beispiele staatlicher Medienkontrolle gegenüber und argumentiert, dass das Publikum solche Einschränkungen zunehmend ablehnt – analog zum bekannten Streisand-Effekt.
Theater Nordhausen und Loh-Orchester Sondershausen eröffnen die Schlossfestspiele mit einer aktualisierten Inszenierung von Carl Maria von Webers Singspiel „Abu Hassan", das Regisseur Matthias Kitter als Familienstück mit sozialkritischem Einschlag neu bearbeitet hat.
Stefan Pucher inszeniert Schillers „Die Räuber" am Schauspiel Stuttgart mit ergänzenden Texten von Thomas Melle, die Amalia zur kommentierenden Zeitzeugin machen und der Vorlage einen gesellschaftskritischen Gegenwartsbezug verleihen.
Der italienische Film „Tienimi Presente" von Regisseur Alberto Palmiero, der 2025 beim Rome Film Festival als bestes Debüt ausgezeichnet wurde, feiert beim Filmfest München 2026 seine internationale Premiere.