Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Bildende Kunst
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Der New Yorker Maler Jay Payton (*1992) thematisiert in materialdichten, abstrakt-assoziativen Gemälden die ökologischen und existenziellen Krisen der Menschheit und verbindet dabei Alltagsobjekte mit Fragen zur Abstraktion als künstlerischem Konzept.
Der Hamburger Bahnhof in Berlin eröffnet die neue Sammlungsausstellung „Tausendmal Berlin" mit über 70 Werken von mehr als 50 Künstlerinnen und Künstlern zur Berliner Kunstszene im globalen Dialog von 1989 bis heute.
Die Art Basel führt ab der kommenden Ausgabe eine neue Strategie ein: Galerien sollen bedeutende Werke aus Vorverkauf und Online-Viewing-Rooms zurückhalten, um Sammler wieder zur persönlichen Anreise nach Basel zu bewegen.
Marius Steiger (*1999) überführt selbst entwickelte 3D-Renderings in objekthafte Gemälde, die zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren und Fragen nach Authentizität, digitaler Bildproduktion und kultureller Erinnerung verhandeln.
Rafram Chaddad, Amelie Seeger und Sebastian Giussani zeigen ab 23. Juli 2026 in der Augsburger Dominikanerkirche St. Magdalena die begehbare Installation „The Tea Chariot", die Tee als Schlüsselpflanze kolonialer Handelswege und globaler Verflechtung thematisiert.
Die Dauerausstellung „Masken und Kronen" im Dresdner Residenzschloss zeigt die Festkultur August des Starken und wie Macht durch aufwendige Inszenierungen repräsentiert wurde.
Die albanischstämmige Künstlerin Gerta Xhaferaj verarbeitet in ihrer Kunst Zensur und Unterdrückung unter der Hoxha-Diktatur. Für ihre bitumenüberzogenen Familienfotos in der Ausstellung „zentral! XL" im Kunstmuseum Luzern erhielt sie den Preis der Kunstgesellschaft Luzern.
Die Ausstellung „Formula 1" in der Alten Paketposthalle München zeigt bis Mitte September originale Rennautos, Trophäen und unveröffentlichtes Filmmaterial, blendet die Schattenseiten des Sports dabei weitgehend aus.
Bildhauerin und Kunsterzieherin Brigitte Friedrich aus Neuburg am Inn schafft seit einem Bronzebildhauerkurs 2017 filigrane Tierminitaturen und Schwalbenfrauen-Figuren aus Wachs und Bronze, die Themen wie Weiblichkeit, Vergänglichkeit und Naturverbundenheit verarbeiten.
Die Opelvillen in Rüsselsheim zeigen bis 13. September die Ausstellung „Unter die Haut" mit Fotografien historischer und zeitgenössischer Tätowierungen als Kunstform und Identitätsausdruck.
Der Kunst_Raum Weiherhof zeigt ab 11. Juni 2026 in Augsburg die Ausstellung „Mapping Nature" mit Papierarbeiten von Henrike Franz und Skulpturen von Hyojoo Jang – ein Vorgeschmack auf das 2027 geplante Kulturzentrum in Gessertshausen.
Die 61. Kunstbiennale Venedig steht unter dem Motto „In Minor Keys" der kurz nach der Ausrufung verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh, wird jedoch von politischen Protesten dominiert – unter anderem wegen der Wiedereinladung Russlands und des Israel-Palästina-Konflikts.
Das Zurich Art Weekend findet vom 12. bis 14. Juni in Zürich statt und bietet über 150 Veranstaltungen und 75 Ausstellungen in 70 Institutionen als Auftakt zur Art Basel.
Das Schloss auf der Pfaueninsel in Berlin ist nach siebenjähriger Sanierung für rund 7,5 Millionen Euro seit Mai 2025 wieder geöffnet; der Artikel beleuchtet zudem die Geschichte der Insel seit dem 17. Jahrhundert.
Die Berliner Galerie „Der Bilderrahmen" zeigt 23 Werke des jüdisch-marokkanischen Künstlers Charles Abecassis in der Ausstellung „Baiser de l'Ange", die Frauengesichter mit hebräischen Buchstaben und Psalmtexten verbinden; der Verkaufserlös geht an das Dialogprojekt „The Way Shalom".
Beim Internationalen Comic-Salon Erlangen wurde der Max und Moritz-Preis 2026 in acht Kategorien vergeben: Franz Suess gewann als bester deutschsprachiger Comic-Künstler, das Lebenswerk-Preis ging an die britische Künstlerin Posy Simmonds.
Beim Max und Moritz-Preis in Erlangen wurden Ulli Lust, Mikael Ross und Özge Samancı ausgezeichnet; der österreichische Zeichner Franz Suess erhielt den Preis als bester deutschsprachiger Comic-Künstler.
Georg Kolbes Tänzerinnen-Brunnen von 1922, als NS-Raubgut an die Erben des jüdischen Versicherungsdirektors Heinrich Stahl restituiert, wurde beim Auktionshaus Griesebach für knapp fünf Millionen Euro an eine US-amerikanische Privatsammlung versteigert.
Der 22. Comic Salon in Erlangen präsentiert trotz Sparmaßnahmen rund 300 Aussteller, über 200 Veranstaltungen und zehn Ausstellungen, darunter eine Werkschau zu Walter Moers; die britische Zeichnerin Posy Simmonds erhält den Max-und-Moritz-Preis für ihr Lebenswerk.
Vier Kunstschaffende aus der Schweiz – Sofía Durrieu, Pawel Ferus, Thomas Hauri und Anastasia Müller – erkunden in einer Gruppenausstellung im Palazzo Liestal das Thema „Körpersprache" mit Werken aus Malerei, Skulptur und Video.
Der Tänzerinnen-Brunnen von Georg Kolbe, ein 1922 geschaffenes NS-Raubgut, wurde im Auktionshaus Grisebach für vier Millionen Euro an eine amerikanische Privatsammlung versteigert – weit über dem Schätzwert – nachdem das Georg Kolbe Museum ihn an die Erben der Familie Stahl restituiert hatte.
Der Bielefelder Künstler Gilbert Bender zeigt ab 9. Juni 2026 an der Universität Bielefeld unveröffentlichte Skizzen zur Entstehung seiner Schaf-Figur MÖH und bietet eine Führung sowie einen Zeichen-Workshop an.
Schöne Felder präsentiert am 20. Juni 2026 im Rahmen der Langen Kunstnacht Augsburg eine Vereinsausstellung im Treppenhaus sowie Konzert und Live-Installation mit Digilogue, Jürgen Branz und Tristan Huschke.
Das Liechtensteinische PostMuseum in Vaduz zeigt bis 18. Oktober Liebesbriefe vom 19. Jahrhundert bis heute und veranschaulicht den Wandel von Gefühlen und Kommunikation.