Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Bildende Kunst
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Der britische Maler David Hockney ist kurz vor seinem 89. Geburtstag gestorben. Er galt als einer der einflussreichsten Künstler Europas und wurde vor allem durch seine farbintensiven Swimming-Pool-Gemälde bekannt.
Die 1991 in Seoul geborene Künstlerin Ju Young Kim verarbeitet in skulpturalen Installationen wie „Aeroplastics" ihre Erfahrungen als Transkontinentalreisende und gewann 2025 den Bayerischen Kunstförderpreis.
Das Münchner Auktionshaus Ketterer Kunst feiert sein 80-jähriges Bestehen und gilt heute als deutscher Marktführer, nachdem es sich durch strategische Neuausrichtung und Trennung einzelner Abteilungen auf umsatzstarke Top-Lose konzentriert hat.
Der Autor analysiert am Beispiel der Performancekünstlerin Florentina Holzinger, wie der Kunstbetrieb scheinbar rebellische Kunst ins kommerzielle Spektakel integriert, und sieht ihre Aufnahme durch die Galerie Thaddäus Ropac als Beleg für eine Refeudalisierung der Kunst.
Eine Ausstellung mit rund 150 Werken von Richard Prince zeigt bis 16. August in Wien, wie der Künstler Fotos der Konsumgesellschaft neu verwendet, um die Macht von Bildern zu hinterfragen.
Das Münchner Auktionshaus Ketterer Kunst feiert sein 80-jähriges Bestehen und blickt auf wiederholt erzielte Rekordergebnisse zurück. Geschäftsführer Robert Ketterer spricht über Spitzenlose, Mittelklasse-Angebote und die wirtschaftliche Entwicklung des Hauses.
Der New Yorker Maler Jay Payton (*1992) thematisiert in materialdichten, abstrakt-assoziativen Gemälden die ökologischen und existenziellen Krisen der Menschheit und verbindet dabei Alltagsobjekte mit Fragen zur Abstraktion als künstlerischem Konzept.
Der Hamburger Bahnhof in Berlin eröffnet die neue Sammlungsausstellung „Tausendmal Berlin" mit über 70 Werken von mehr als 50 Künstlerinnen und Künstlern zur Berliner Kunstszene im globalen Dialog von 1989 bis heute.
Die Art Basel führt ab der kommenden Ausgabe eine neue Strategie ein: Galerien sollen bedeutende Werke aus Vorverkauf und Online-Viewing-Rooms zurückhalten, um Sammler wieder zur persönlichen Anreise nach Basel zu bewegen.
Marius Steiger (*1999) überführt selbst entwickelte 3D-Renderings in objekthafte Gemälde, die zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren und Fragen nach Authentizität, digitaler Bildproduktion und kultureller Erinnerung verhandeln.
Rafram Chaddad, Amelie Seeger und Sebastian Giussani zeigen ab 23. Juli 2026 in der Augsburger Dominikanerkirche St. Magdalena die begehbare Installation „The Tea Chariot", die Tee als Schlüsselpflanze kolonialer Handelswege und globaler Verflechtung thematisiert.
Die Dauerausstellung „Masken und Kronen" im Dresdner Residenzschloss zeigt die Festkultur August des Starken und wie Macht durch aufwendige Inszenierungen repräsentiert wurde.
Die albanischstämmige Künstlerin Gerta Xhaferaj verarbeitet in ihrer Kunst Zensur und Unterdrückung unter der Hoxha-Diktatur. Für ihre bitumenüberzogenen Familienfotos in der Ausstellung „zentral! XL" im Kunstmuseum Luzern erhielt sie den Preis der Kunstgesellschaft Luzern.
Die Ausstellung „Formula 1" in der Alten Paketposthalle München zeigt bis Mitte September originale Rennautos, Trophäen und unveröffentlichtes Filmmaterial, blendet die Schattenseiten des Sports dabei weitgehend aus.
Bildhauerin und Kunsterzieherin Brigitte Friedrich aus Neuburg am Inn schafft seit einem Bronzebildhauerkurs 2017 filigrane Tierminitaturen und Schwalbenfrauen-Figuren aus Wachs und Bronze, die Themen wie Weiblichkeit, Vergänglichkeit und Naturverbundenheit verarbeiten.
Die Opelvillen in Rüsselsheim zeigen bis 13. September die Ausstellung „Unter die Haut" mit Fotografien historischer und zeitgenössischer Tätowierungen als Kunstform und Identitätsausdruck.
Der Kunst_Raum Weiherhof zeigt ab 11. Juni 2026 in Augsburg die Ausstellung „Mapping Nature" mit Papierarbeiten von Henrike Franz und Skulpturen von Hyojoo Jang – ein Vorgeschmack auf das 2027 geplante Kulturzentrum in Gessertshausen.
Die 61. Kunstbiennale Venedig steht unter dem Motto „In Minor Keys" der kurz nach der Ausrufung verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh, wird jedoch von politischen Protesten dominiert – unter anderem wegen der Wiedereinladung Russlands und des Israel-Palästina-Konflikts.
Das Zurich Art Weekend findet vom 12. bis 14. Juni in Zürich statt und bietet über 150 Veranstaltungen und 75 Ausstellungen in 70 Institutionen als Auftakt zur Art Basel.
Das Schloss auf der Pfaueninsel in Berlin ist nach siebenjähriger Sanierung für rund 7,5 Millionen Euro seit Mai 2025 wieder geöffnet; der Artikel beleuchtet zudem die Geschichte der Insel seit dem 17. Jahrhundert.
Die Berliner Galerie „Der Bilderrahmen" zeigt 23 Werke des jüdisch-marokkanischen Künstlers Charles Abecassis in der Ausstellung „Baiser de l'Ange", die Frauengesichter mit hebräischen Buchstaben und Psalmtexten verbinden; der Verkaufserlös geht an das Dialogprojekt „The Way Shalom".
Beim Internationalen Comic-Salon Erlangen wurde der Max und Moritz-Preis 2026 in acht Kategorien vergeben: Franz Suess gewann als bester deutschsprachiger Comic-Künstler, das Lebenswerk-Preis ging an die britische Künstlerin Posy Simmonds.
Beim Max und Moritz-Preis in Erlangen wurden Ulli Lust, Mikael Ross und Özge Samancı ausgezeichnet; der österreichische Zeichner Franz Suess erhielt den Preis als bester deutschsprachiger Comic-Künstler.
Georg Kolbes Tänzerinnen-Brunnen von 1922, als NS-Raubgut an die Erben des jüdischen Versicherungsdirektors Heinrich Stahl restituiert, wurde beim Auktionshaus Griesebach für knapp fünf Millionen Euro an eine US-amerikanische Privatsammlung versteigert.