Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Bildende Kunst
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Das Münchner Auktionshaus Karl & Faber versteigert am 11. Juni Joan Mirós Gemälde „Peinture" (1936) aus einer Privatsammlung in Monaco mit einem Schätzwert von 2,0 bis 2,5 Millionen Euro.
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Der 22. Comic Salon in Erlangen präsentiert trotz Sparmaßnahmen rund 300 Aussteller, über 200 Veranstaltungen und zehn Ausstellungen, darunter eine Werkschau zu Walter Moers; die britische Zeichnerin Posy Simmonds erhält den Max-und-Moritz-Preis für ihr Lebenswerk.
Vier Kunstschaffende aus der Schweiz – Sofía Durrieu, Pawel Ferus, Thomas Hauri und Anastasia Müller – erkunden in einer Gruppenausstellung im Palazzo Liestal das Thema „Körpersprache" mit Werken aus Malerei, Skulptur und Video.
Der Tänzerinnen-Brunnen von Georg Kolbe, ein 1922 geschaffenes NS-Raubgut, wurde im Auktionshaus Grisebach für vier Millionen Euro an eine amerikanische Privatsammlung versteigert – weit über dem Schätzwert – nachdem das Georg Kolbe Museum ihn an die Erben der Familie Stahl restituiert hatte.
Der Bielefelder Künstler Gilbert Bender zeigt ab 9. Juni 2026 an der Universität Bielefeld unveröffentlichte Skizzen zur Entstehung seiner Schaf-Figur MÖH und bietet eine Führung sowie einen Zeichen-Workshop an.
Schöne Felder präsentiert am 20. Juni 2026 im Rahmen der Langen Kunstnacht Augsburg eine Vereinsausstellung im Treppenhaus sowie Konzert und Live-Installation mit Digilogue, Jürgen Branz und Tristan Huschke.
Das Liechtensteinische PostMuseum in Vaduz zeigt bis 18. Oktober Liebesbriefe vom 19. Jahrhundert bis heute und veranschaulicht den Wandel von Gefühlen und Kommunikation.
Der Berliner Maler, Zeichner und Autor Pavel Feinstein, 1960 in Moskau geboren und Meisterschüler an der Hochschule der Künste Berlin, ist am 17. Mai nach kurzer schwerer Krankheit gestorben und auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee beigesetzt worden.
Der isländische Künstler Ragnar Kjartansson, bekannt für Videoinstallationen wie „The Visitors", arbeitet in einem bescheidenen Studio am alten Hafen von Reykjavík und zeigt ab Mai eine Ausstellung in der Kunsthalle Recklinghausen.
JRs aufblasbare Höhleninstallation „La Caverne du Pont Neuf" an der Pariser Pont Neuf wurde kurz vor der geplanten Eröffnung am 6. Juni beschädigt; die Öffnung verschiebt sich auf einen unbestimmten Zeitpunkt.
Die in Amberg lebende japanische Künstlerin Erika Wakayama wurde als Künstlerin der Metropolregion Nürnberg ausgezeichnet und verbindet in großformatigen Buntstiftzeichnungen sowie Objektinstallationen japanische Spiritualität mit zeitgenössischer Bildsprache.
Der niederländische Künstler Martijn Smits eröffnete im Flößermuseum Unterrodach eine Ausstellung, die das fränkische Flößerhandwerk künstlerisch aufgreift – darunter die Skulptur „Willi" aus Millionen Jahre altem Holz und einem 400 Jahre alten Schiefermännchen.
Der israelische Künstler Belu-Simion Fainaru berichtet von Ausgrenzung und Boykott auf der Venedig Biennale, obwohl er selbst regierungskritisch ist; seine Berliner Galerie Plan B strich ihn daraufhin von ihrer Künstlerliste.
Das Museum Valkhof in Nimwegen eröffnet nach dreijährigem Umbau mit erweiterter Sammlung, die römische Antike – darunter die älteste Spielzeugfigur der Welt – mit zeitgenössischer Kunst verbindet. Königin Máxima eröffnet das Haus offiziell.
Katja Schenker verbindet Kunst und Körpereinsatz: Die Schweizer Künstlerin entwickelt Performances, Skulpturen und Zeichnungen, indem sie Materialien wie Beton, Gestein und Alabaster physisch erfahrt und ihren eigenen Körper als zentrales Ausdrucksmittel einsetzt.
Ein neuer Taschen-Bildband würdigt Leben und Werk des Schweizer Surrealisten H.R. Giger, bekannt für seine Biomechanoiden-Kunst, Albencover und die Kreatur aus „Alien" (1979); die 506-seitige Edition kostet 175 Euro.
Die Weltkunst stellt sechs empfehlenswerte Ausstellungen im Juni vor, darunter Werkschauen zu Otto Altenkirch in Dresden, Helen Frankenthaler in Basel, Van Dyck in Genua, Leonora Carrington in Paris und Monet-Küstenansichten im Frankfurter Städel.