Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Diversität & Repräsentation
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Hana Yael Tebelmann von Keshet Deutschland berichtet im Interview über den Pride Month, zunehmenden Antisemitismus in queeren Räumen und den Ausschluss jüdischer LGBTQ-Gruppen, die sich nicht von Israel distanzieren wollen.
Während Trump auf dem South Lawn des Weißen Hauses ein kostspieliges UFC-Event als Geburtstagsfeier ausrichtet, veranstalten Künstler um Jane Fonda am 14. Juni in New York das Benefizkonzert „Rise Up Sing Out" zugunsten des Committee for the First Amendment.
Jüdinnen und Juden in Norwegen stehen vor der Herausforderung, Schabbatzeiten an extreme Lichtverhältnisse anzupassen: Im Sommer gibt es kaum Sonnenuntergang, im Winter beginnt der Ruhetag bereits um 15 Uhr.
Augsburger Kirchen veranstalten ab 13. Juni unter dem Motto „Unübersehbar – Facetten der Sichtbarkeit" eine Reihe mit Ausstellungen, Lesungen und Gottesdiensten zu queeren Lebenswirklichkeiten, um Glauben und queere Identität als vereinbar darzustellen.
Model Jennifer An erhebt im BBC-Interview Vorwürfe gegen Kanye West: Er soll sie 2010 beim Dreh eines Musikvideos gewürgt und sexuelle Handlungen simuliert haben. Eine 2024 eingereichte Zivilklage läuft; Wests Anwälte bestreiten die Vorwürfe und berufen sich auf Kunstfreiheit.
Kabarettist Dieter Nuhr kritisiert die „Brandmauer"-Strategie gegen die AfD als kontraproduktiv, da sie der Partei eher nütze als schade. Gleichzeitig distanziert er sich von deren Inhalten und erklärt, er würde Deutschland verlassen, sollte Alice Weidel Bundeskanzlerin werden.
Der Zentralrat der Juden hat Kabarettist Dieter Nuhr in Berlin mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet, weil er sich angesichts zunehmenden Antisemitismus öffentlich an die Seite der jüdischen Gemeinschaft stellt.
Kabarettist Dieter Nuhr hält anlässlich der Verleihung des Leo-Baeck-Preises eine Rede, in der er Antisemitismus in Kultur und Linkskreisen scharf kritisiert und Solidarität mit Israel bekundet.
Das Münchner Projekt „DreiMahl" bringt ab Juli 2026 Menschen bei einem interreligiösen Running Dinner an muslimischen, jüdischen und christlichen Orten zusammen, um Vorurteile abzubauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
In der israelischen Botschaft in Berlin werden vier Personen für ihre Projekte zur deutsch-israelischen Verständigung ausgezeichnet und als „kleine Botschafter" gewürdigt, die durch Delegationsreisen nach Israel persönliche Brücken zwischen beiden Ländern bauen.
Ein Hotel im Bayerischen Wald verweigerte einem israelischen Gast per Booking.com die Unterkunft mit der Begründung, keine Juden zu beherbergen – der Fall lenkt den Blick auf antisemitische Ressentiments im ländlichen Bayern, die bislang kaum wissenschaftlich untersucht sind.
Floridas Senator Rick Scott fordert die Tampa Sports Authority auf, Kanye Wests geplante Konzerte im Raymond James Stadium abzusagen, da öffentliche Steuergelder keinen Künstler mit antisemitischer Vorgeschichte finanzieren sollten.
Der Münchner CSD wächst dieses Jahr: Straßenfest und Hauptbühne ziehen vom Marienplatz in den Bereich zwischen Odeonsplatz und Siegestor um, und über 200 Gruppen nehmen an der Politparade teil.
Das Künstlerpaar Lohmeyer veranstaltet im rechtsextremen Dorf Jamel das Festival „Jamel rockt den Förster", das Bands wie Die Ärzte, Fantastische Vier und Kraftklub als Zeichen der Solidarität gegen Neonazis und für eine offene Gesellschaft nutzen.
Journalist Nicholas Potter stellte sein Buch *Die neue autoritäre Linke* im Jüdischen Gemeindezentrum München vor und analysierte, wie linke Machtkritik als Bindeglied zwischen solidarischem Selbstverständnis und Antisemitismus fungiert.
In Bayern stieg die Zahl queerfeindlicher Vorfälle 2025 auf 413, gegenüber 289 im Vorjahr. Der CSD München vom 26. bis 28. Juni setzt mit einer Polit-Parade und über 300.000 erwarteten Gästen ein Zeichen für Vielfalt.
Die Beratungsstelle Strong! hat für 2025 in Bayern 413 queerfeindliche Vorfälle registriert – ein deutlicher Anstieg gegenüber 289 im Vorjahr. Der CSD München (26.–28. Juni) soll mit rund 300.000 Teilnehmenden ein politisches Gegenzeichen setzen.
In Köln hat sich der „Verband der jüdischen Lehrkräfte und in Bildung und Erziehung Tätiger in Deutschland" gegründet, um jüdische Fachkräfte bundesweit zu vernetzen, jüdische Perspektiven im Bildungswesen zu stärken und Unterstützung gegen Antisemitismus zu leisten.
Die Autorin Sarah Maria Sander argumentiert, dass sich klassischer Antisemitismus heute hinter Israel-Kritik und palästinensischer Symbolik verbirgt und nennt Vorfälle bei der Biennale Venedig, dem Eurovision Song Contest und einem jüdischen Benefizkonzert als Belege.
Ein kalifornischer Richter hat Marilyn Mansons Antrag abgelehnt, die Sexualstrafklage seiner ehemaligen Assistentin Ashley Walters abzuweisen, und lässt den Fall auf Grundlage des neuen Gesetzes AB 250 weiter verfolgen.
Ein russisches Gericht in Moskau hat einen Revisionsprozess gegen den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly angesetzt, der im April in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden war.
Nach einem Gerichtsurteil muss das Kennedy Center in Washington Trumps Namen aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen, Schildern und der Fassade entfernen. Das Gericht untersagte zudem die geplante zweijährige Schließung wegen Renovierungsarbeiten.
Die ungarische Staatsanwaltschaft lässt die Anklage gegen Budapests Bürgermeister Gergely Karacsony fallen, der die Pride-Parade 2025 trotz staatlichem Verbot zugelassen hatte. Ein EuGH-Urteil vom April machte die vorgeworfenen Handlungen straflos.
Aschaffenburgs neuer OB Markus Schlemmer (CSU) hisst zum CSD keine Regenbogenflagge am Rathaus, sondern als Kompromiss an zwei anderen städtischen Standorten – anders als sein SPD-Vorgänger Jürgen Herzing, der die Flagge am Rathaus gezeigt hatte.