Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Erinnerungskultur
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Die Generalstaatsanwaltschaft München identifiziert nach über 56 Jahren einen rechtsextremen Deutschen als mutmaßlichen Einzeltäter des Brandanschlags auf ein jüdisches Altenheim in München 1970, bei dem sieben Menschen starben – eine Strafverfolgung ist jedoch nicht möglich, da der Verdächtige 2020 verstarb.
Die Generalstaatsanwaltschaft München identifiziert einen rechtsextremen Einzeltäter als Verantwortlichen für den Brandanschlag auf ein jüdisches Seniorenheim in München von 1970, bei dem sieben Menschen starben.
Der Kulmbacher Spinnerei-Chef Fritz Hornschuch baute ab den 1920er Jahren eine Kunstsammlung mit 224 Werken auf, darunter Gemälde von Franz von Stuck und Carl Spitzweg. Historiker Martin Pöhner untersucht deren Geschichte und den Vermerk „geraubt!".
Der 92-jährige Helmut Rauch hat ein umfangreiches digitales Privatarchiv zur Geschichte des Kronacher Freischießens aufgebaut, das alte Fotos, Zeitungsberichte und Listen über Jahrzehnte umfasst – darunter auch Dokumente aus der NS-Zeit.
Die israelische Armee leitet strafrechtliche Ermittlungen zu fünf tödlichen Vorfällen im Gazastreifen ein, darunter der Tod des palästinensischen Mädchens Hind Rajab und mehrerer Sanitäter bei einem Rettungseinsatz.
Jens Hoppe leitet seit August 2025 das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg und treibt dort Digitalisierung, verbesserte Lagerung und stärkere Vernetzung mit anderen Einrichtungen voran.
Das neue „Schwarzbuch der Denkmalpflege" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz dokumentiert für 2024/25 bundesweit über 1.000 Denkmalpflege-Verluste, darunter mehrere bayerische Baudenkmale. Die Stiftung fordert bundesweite Bestandserfassung, mehr Förderung und transparente Veröffentlichung von Abrissen.
Das restaurierte Wilhelmine-von-Hillern-Denkmal in Aschau wurde im August 2026 ökumenisch gesegnet. Es erinnert an die Schriftstellerin und Schauspielerin, die durch „Die Geier-Wally" bekannt wurde und ihre letzten Lebensjahre in Hohenaschau verbrachte.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz meldet im „Schwarzbuch der Denkmalpflege" den Verlust von mindestens 1.077 Denkmalen in den Jahren 2024 und 2025 und warnt vor sich verschlechternden Rahmenbedingungen für den Denkmalschutz.
Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München, vergleicht die AfD mit der NSDAP vor deren Machtübernahme und fordert die Prüfung eines Verbotsverfahrens gegen die derzeit stärkste Partei in bundesweiten Umfragen.
In seinem neuen Schwarzbuch listet die Denkmalstiftung zahlreiche historische Bauten im Freistaat auf, die in den vergangenen zwei Jahren abgerissen oder zerstört worden sind.
Unbekannte haben das Deportationsmahnmal an der Berliner Putlitzbrücke in Moabit mit dem Wort „Asrael" besprüht. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt; das Denkmal erinnert an über 30.000 deportierte Juden der NS-Zeit.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz meldet im zweiten „Schwarzbuch der Denkmalpflege", dass 2024 mindestens 561 Denkmale verloren gingen – mehr als im Vorjahr. Vorstand Steffen Skudelny warnt vor verschlechterten politischen Rahmenbedingungen und sinkendem öffentlichem Bewusstsein für den Denkmalwert.
Dokumentaristin Annekatrin Hendel porträtiert in ihrem Dokumentarfilm „Hiddensee" die Ostsee-Insel als Rückzugsort für Künstler und Außenseiter und zeichnet anhand ihrer Geschichte ein Jahrhundert deutsche Geschichte nach – von antisemitischen Ausgrenzungen in den 1920ern bis zur DDR-Ära.
Berlin-Kreuzberg ehrt die erste ordinierte Rabbinerin der Welt, Regina Jonas (1902–1944), am 28. August mit einem Gedenkzeichen an der Kottbusser Straße/Ecke Regina-Jonas-Straße.
Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, hält die Laudatio auf Philippe Sands, der am 11. Oktober den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält. Der Menschenrechtsanwalt wird für seinen Einsatz für Völkerrecht und Gerechtigkeit geehrt.
Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, hält die Laudatio auf Menschenrechtsanwalt Philippe Sands, der am 11. Oktober mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird.
Augsburg bereitet für 2030 ein internationales Festprogramm zum 500. Jubiläum der Confessio Augustana vor, koordiniert von Maral Zahed und Hanns Hoerschelmann für die bayerische Landeskirche, mit Schwerpunkten auf Ökumene, Dialog und Frieden.
In der Jesuitenkirche Sankt Michael in München entsteht ein neuer Gedenkort für den seligen Pater Rupert Mayer: Der Eisengusskopf des NS-Widerstandspredigers wird unterhalb der Kanzel neu aufgestellt und durch ein Öllicht ergänzt; das Projekt kostet 25.000 Euro.
Die 89-jährige Aviva Rabinovich recherchiert mit einem Jerusalemer Filmteam das Leben ihres Großonkels Konrad Goldmann, der als jüdischer Fabrikant und Zionist in Freiburg wirkte und 1942 im Lager Drancy starb.
Der Artikel beleuchtet die Frage, warum jüdische Nachfahren der Litwaks und Aschkenasen nicht in ihre historischen Heimatgebiete in Osteuropa oder Deutschland zurückkehren wollen, und zeigt anhand historischer wie aktueller Beispiele die Widersprüche dieser Debatte.
Die Jüdische Gemeinde Cottbus, 1990 von Zugewanderten aus der ehemaligen Sowjetunion neu gegründet, vereint heute rund 500 Mitglieder in einer umgewidmeten Hugenottenkirche und pflegt neben religiösem Leben vor allem Gemeinschaft durch gemeinsame Sprache und Migrationserfahrung.
Reinhard Strecker klagte die Taten jener NS-Richter an, die in der Bundesrepublik weiter Karriere machten. Nachruf auf einen unermüdlichen Aufklärer.
Das Jewish Digital Cultural Recovery Project erweitert sein Recherchetool „Legacy Explorer" um KI-Funktionen, die fünf Archive automatisch durchsuchen und Informationen zu NS-Raubkunst archivübergreifend verknüpfen.