Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Thema: Gesellschaft & Teilhabe
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Die Blaskapelle Schwabsoien wurde am 1. Mai 1866 von acht Musikern gegründet. Zum Jubiläum am 25. und 26. Juli kommen vier Kapellen sternförmig aus allen Richtungen zum Maibaum.
Angehörige von NS-Verfolgten und Organisationen fordern, den Regensburger Dachauplatz – einst Zentrum der NS-Macht – zu einem zentralen Gedenkort umzugestalten. Die Stadt Regensburg sucht dagegen weiterhin erfolglos nach einem alternativen Standort für ein solches Erinnerungsprojekt.
Der israelische TV-Moderator Haim Yavin, der von 1968 bis 2008 die Nachrichtensendung „Mabat le-Chadaschot" auf Kanal 1 moderierte, ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Protestkünstler Ze'ev Engelmayer würdigte ihn als prägenden „nationalen Anker" der israelischen Fernsehgeschichte.
Die Bundeswehr renoviert die Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen, einst NS-Ordensburg, für ABC-Abwehr und Sportschule. Historiker erforschen die NS-Geschichte und Demokratieentwicklung.
Eine Regensburger Initiative aus Vereinen, Gewerkschaften und NS-Opfer-Nachkommen fordert einen gemeinsamen zentralen Gedenkort am Dachauplatz, dem ehemaligen NS-Zentrum der Stadt. Oberbürgermeister Burger reagiert verhalten, die Stadtratsfraktionen sind gespalten.
Der jüdische Feiertag Tu beAw (15. Aw) gilt laut Talmud als freudiger Tag, an dem die Töchter Jerusalems in weißen Leihgewändern in Weinbergen tanzten und Männer Bräute suchten – er entwickelte sich zum traditionellen Schidduch-Tag.
Das ZDF sagte einen geplanten Auftritt von Danger Dan und Igor Levit in der Sendung „Die Anstalt" kurzfristig ab, weil ihr Song „Keine Angst" angeblich gegen Programmrichtlinien verstoße. Die Kolumne sieht darin ein Beispiel für autoritären Druck auf Kunstfreiheit.
Ein 20-jähriger Syrer soll in Höchberg bei Würzburg einen 65-Jährigen wegen einer Israelfahne schwer verletzt haben. Zentralratspräsident Josef Schuster warnt vor zunehmender antisemitischer Gewalt auf Rekordniveau.
Bayreuth ergänzt die Straßenschilder der Richard-Wagner-Straße und der Cosima-Wagner-Straße mit dem Zusatzhinweis „Umstrittene Persönlichkeit aufgrund seiner antisemitischen Haltung", um die Namensträger historisch einzuordnen, ohne die Straßen umzubenennen.
München gedachte mit einer Feier der neun Opfer des rassistischen OEZ-Anschlags vom 22. Juli 2016, zehn Jahre nach der Tat. Bundespräsident Steinmeier betonte die gesamtgesellschaftliche Bedeutung, während Hinterbliebene Aufklärung und einen Untersuchungsausschuss forderten.
Nach dem Tod von Bonnie Tyler plant ihre Familie eine öffentliche Gedenkfeier in Wales – mit Trauerzug, der an Prinzessin Diana erinnert.
Am 22. Juli 2016 ermordete ein rechtsextremer Täter am Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen. Zehn Jahre nach der Tat erinnerten Angehörige an die Opfer und an das Geschehene. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt eine Rede.
Beim Gedenkakt zum zehnten Jahrestag des OEZ-Anschlags in München forderte Bundespräsident Steinmeier mehr Entschlossenheit gegen Rassismus; Angehörige der neun Opfer verlangten einen Untersuchungsausschuss zur vollständigen Aufklärung der rechtsterroristischen Tat.
Bundespräsident Steinmeier erinnert beim Gedenkakt zum zehnten Jahrestag des rassistischen OEZ-Attentats in München an die neun Todesopfer und betont, Deutschland sei ein Land mit Migrationshintergrund, in dem Rassismus und Antisemitismus keinen Platz hätten.
Bundespräsident Steinmeier hat beim Gedenkakt zum zehnten Jahrestag des rassistischen OEZ-Attentats in München an die neun Todesopfer erinnert und sich klar gegen Rassismus und Antisemitismus ausgesprochen.
Antisemitismus an deutschen Hochschulen wächst laut Autorin von innen heraus: Lehrpläne, Studierende und Mitarbeitende tragen israelbezogenen Antisemitismus mit, während Hochschulleitungen seit dem 7. Oktober 2023 weitgehend untätig bleiben.
Am 13. August 2026 finden in Groß Thurow und Schlagsdorf Veranstaltungen zum 65. Jahrestag des Mauerbaus statt: eine Gedenkstele-Einweihung für Harry Krause sowie eine Podiumsdiskussion zum Grünen Band mit App-Präsentation des berlinHistory e.V.
Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn feiert am 26. August 2026 ihr 30-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest, das Zeitzeugengespräche, Projektpräsentationen und Konzerte – u. a. mit Stephan Krawczyk und KEIMZEIT – umfasst.
Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn ist für 20 Millionen Euro zur Polizeistation umgebaut worden, um den Ort als Neonazi-Wallfahrtsstätte zu entwerten. Das Gebäude wurde dabei architektonisch stark verändert.
Die Stadtwerke Bamberg informieren über erweiterte P+R-Busverbindungen und zusätzliche Parkplätze am Margaretendamm während des Festivals „Bamberg zaubert" vom 24. bis 26. Juli 2026.
Bill Kaulitz schildert in der dritten Netflix-Staffel „Kaulitz & Kaulitz" queerfeindliche Übergriffe und rechte Gewalt während seiner Kindheit in Sachsen-Anhalt, über die er lange aus Scham geschwiegen hat.
Der Veranstaltungsüberblick listet jüdisch-kulturelle Termine in Berlin, Karlsruhe, Köln, Leipzig und Stuttgart sowie TV- und Radiotipps, darunter Führungen, Konzerte, Theateraufführungen und Filmsendungen mit jüdisch-historischen Themen.
In Penzberg weisen Schilder an den Ortseingängen erstmals neben katholischen und evangelischen Gottesdienstzeiten auch auf das Freitagsgebet der Moschee hin. Die Stadt bezeichnet dies als Zeichen für interreligiösen Dialog und gelebte Ökumene.
Bayreuth ist dank Richard Wagner international bekannt. Das Problem: Der Komponist war Antisemit. Darauf weist die Stadt jetzt hin.